Kategorie: Slowenisch
45. poesiefestival berlin
Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der „Heimat Poesie“. Vom 7.-15. Juni 2013 präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst.
Zu Gast sind u.a. Christian Bök (Kanada), Breyten Breytenbach (Südafrika), TJ Dema (Botswana), Oswald Egger (Südtirol), Kosal Khiev (USA/Kambodscha), Ursula Krechel (Deutschland), Ise Lyfe (USA), Nikola Madzirov (Mazedonien), Luis García Montero (Spanien), Don Paterson (UK), Tomaž Šalamun (Slowenien), Ana Tijoux (Chile), Natan Zach (Israel) und Adam Zagajewski (Polen).
Hier das komplette Programm.
Kartenvorverkauf
Vorverkauf in der Akademie der Künste
Tel 030. 200 57-1000/-2000
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte
Täglich 10:00–19:00
Im Internet unter: www.adk.de oder www.poesiefestival.org
Festivalpass, gültig für alle Veranstaltungen:
60 EUR/40 EUR, erhältlich in der Akademie der Künste.
Ort
(soweit nicht anders angegeben):
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
S-Bahn Bellevue / U9 Hansaplatz/ Bus 106
Informationen
Literaturwerkstatt Berlin
Tel 030. 48 52 45 0
www.literaturwerkstatt.org
107. Die Slowenen
Šalamun ist weit gereist und weltgewandt. Ein Umstand, der mir irgendwie zur slowenischen Dichtung zu passen scheint, und auch dass sich hier, in der slowenischen Dichtung, die Einflüsse der Moderne und Postmoderne ihren ureigensten Ausdruck suchen.
Vor ein paar Wochen auf der Messe drückte mir Hans Thill vom Künstlerhaus Edenkoben einen Band von Veno Taufer in die Hand, auch ein Slowene. Wasserlinge, so heißt das Buch, verdient eine eigene Besprechung, hier sei nur angemerkt, auch dieser Text verweist auf eine eigene (slowenische) Interpretation moderner Dichtung.
Zuweilen ertappe ich mich bei dem Gedanken, in Slowenien das Herz der europäischen Dichtung zu finden. Aber die Slowenen, scheint es, sind immer unterwegs – zum Beispiel Šalamun.
Er verbrachte Zeit zum Beispiel in den USA, und wenn man seine Texte liest, so meint man, auch Nordafrika sei ihm nicht fremd.
Aber natürlich handelt es sich hier in Rudert! Rudert! nicht um kunstvoll entworfene Postkartentexte, sondern um oszillierende Gebilde ohne feste Ränder. Sie sind nicht auf den Punkt zu bringen, entziehen sich beständig einem begrifflichen Zugriff, aber wie sie das tun, ist an Eleganz kaum zu überbieten. / Jan Kuhlbrodt, Fixpoetry
Tomaž Šalamun, Rudert! Rudert! Gedichte Deutsche Erstausgabe Slowenisch / Deutsch, übersetzt von Gregor Podlogar und Monika Rinck
ca. 176 Seiten, Hardcover, fadengeheftet, mit Lesebändchen ISBN 978-3-902113-95-5 € 21,00 Edition Korrespondenzen Wien 2012
46. Ich fühlte mich schuldig
In frühen Jahren orientiert sich Šalamun an slowenischen Dichtern wie Dane Zajc, Vasco Popa oder auch an Baudelaire, befragt als Mitherausgeber der Zeitschrift “Perspektive” kritisch die Dichtungen und Philosophien der Moderne und sucht dann den Kontakt zu amerikanischen Dichtern wie dem damals noch jungen John Ashbery. Diese wiederum zeigen sich fasziniert von dem freien, fast rebellischen zu nennenden Stil von Šalamuns ersten Gedichten aus dem Band “Poker” (1966).
Šalamun Track: ”Ich arbeite vollkommen intuitiv. Als ich jünger war, habe ich eine Menge Theorien gelesen, auch in den späten 60ern. Ich bin auf eine Weise frankophon erzogen worden und habe immer erwartet, dass ich dadurch aus diesem slowenischen Ghetto ausbrechen könnte, aus diesem kleinen Land, eben durch Frankreich. Barthes und der junge Derrida beeinflussten mich, aber das war auch ein ungemeiner Druck. Als ich 1971 nach Amerika kam dachte ich, ja, das ist Freiheit, vergiss die Theorien.”
In Šalamuns Dichtung werden Zeitebenen und unzugehörige Wortfelder zusammengebracht, ohne einen Anspruch auf Kohärenz. Die Leichtigkeit, die oft mit viel Humor einhergeht, offenbart jedoch an vielen Stellen eine Abgründigkeit, die sich oft in einfachen Sätzen spiegelt. (…)
“Ich habe von 1989 bis 1994 überhaupt nicht geschrieben, ich lebte in totaler Angst vor der Dichtung und fühlte mich schuldig wegen meiner furchtbaren Sprache. Meine Sprache ist wild, manchmal absolut gewalttätig, und viele entsetzliche Dinge geschehen in meinen Gedichten. Es war die Zeit des Balkankrieges und Karadžić war einer von den jungen bosnischen Dichtern. Ich wurde in den 80er-Jahren in Jugoslawien als ein Kopf der jugoslawischen Avantgarde angesehen und Josip Ostić hatte mich mehrfach zu dem Poesiefestival nach Sarajevo eingeladen. Und Karadžić war auch da. Er war ein sehr untalentierter Dichter – aber ich dachte – oh- vielleicht bin ich schuldig, ich bin ein Teil dieser furchtbaren Geschehnisse, die jetzt stattfinden. Also war ich absolut still, ich war einfach verstummt.”
/ Anja Kampmann, DLF
Tomaž Šalamun: “Rudert! Rudert!”
Gedichte, zweisprachig, Übersetzt von Gregor Podlogar und Monika Rinck
Edition Korrespondenzen, Wien, 160 Seiten, 21 Euro
30. Wortloch
Was ist eigentlich ein «a»? Ein blosses Zeichen, ein Vokal, der Anfang des Abc? Oder vielleicht doch mehr als nur Buchstabe, vielmehr ein Wort, das wächst und sich verzweigt und in den Verästelungen aufblüht? So wie das «a» im Slowenischen, das «aber» heisst: «Kaum in die Welt gesetzt / Aber schon aber, / Ein Ausnahmeort, / Wo der Gedanke bricht / Ins eigene Gegenteil.»
Bei Aleš Šteger sind die Wörter immer in Bewegung. Wenn der slowenische Dichter sich ein Alphabet baut, dann mag es zwar aus 25 Buchstaben bestehen (wie das slowenische Alphabet), aber für Šteger ist ein Wort nicht einfach ein Wort. Das Wort «Loch» etwa kann den Schreibenden verschwinden lassen, bis der Körper durchsichtig wird. Doch nur einen Moment später hat sich die Sichtweise geändert. Nun darf in dem Loch ein Baum entstehen, «Seine Blätter klopfen / An dich, / Er vermehrt sich von selbst, / Wachsende Stämme». Das Wort «en» («Eins») indes kann in Štegers Gedichten ein Nichts oder ein Nirgends sein, bevor Licht sichtbar wird und Atem und das Wort in flockiges Weiss übergeht: «Eine Unform / Von Schnee, / Der zugeschneit / Wird / Von der Peripherie / Des Worts Schnee, / Der verschwindet / Im Wort Ne.» / Nico Bleutge, NZZ 8.2.
79. Kärntner Lyrikpreis
“Vor fünf Jahren war ,Lyrik und Stadtwerke’ noch kein rundes Thema”, blickte Romed Karre am Dienstag zurück auf die ungewissen Anfänge des bedeutendsten Kärntner Dichterwettbewerbs*. “Aber gerade jetzt” sei es “ein Thema”, befand der Stadtwerke-Chef weiter, weil “Kärnten ein Land der Dichter und Denker” sei und weil er sich von diesen erhoffe, dass sie “wieder die positiven Seiten des Landes in den Vordergrund” rücken könnten. / Kleine Zeitung
*) Nein, nicht Bachmann ist gemeint, sondern der Kärntner Lyrikpreis, mehr hier:
Zum mittlerweile fünften Mal findet im heurigen Jahr schon der Kärntner Lyrikpreis 2012 der Stadtwerke Klagenfurt Gruppe statt. Dabei konnte auch heuer wieder eine hochkarätige Jury für die Beurteilungen gewonnen werden. Neben dem Vorsitzenden Manfred Posch besteht diese aus Büchner-Preisträger Josef Winkler, Egyd Gstättner, Ilse Gerhardt, Richard Götz, Günter Schmidbauer und STW-Pressesprecher Harald Raffer (ohne Stimmrecht).
(…) Insgesamt werden bei der Preisverleihung am Donnerstag, dem 29. November, im Festsaal der Stadtwerke Klagenfurt Gruppe um 18 Uhr 12 Auszeichnungen (1. Preis 3.000 Euro, 2. Preis 1.500 und 3. Preis 800 Euro) und ein Sonder-Preis der Kulturabteilung des Landes Kärnten (2.000 Euro) vergeben. Als Kooperationspartner konnte der ORF Kärnten gewonnen werden.
Zu den Ausschreibungsbedingungen: Erwartet werden bei freier Themenwahl sprachkünstlerisch anspruchsvolle Ausdruckformen lyrischen Sprechens (Mundart ausgeschlossen), Teilnahmeberechtigt sind Kärntner Lyriker sowie in Restösterreich oder im Ausland lebende Kärntner (Beider Landessprachen), Einreichung von maximal vier unveröffentlichten Gedichten in siebenfacher Ausfertigung mit Namen, Alter, Beruf, genauer Adresse, Telefon (evtl. mail-Adresse). Einsendeschluss ist Montag, der 12. November. Alle weiteren Infos: www.stw.at / blick-punkt.at
126. Mäklig
Rauris scheint ein kritisches Publikum zu haben:
Der chinesische Literaturprofessor Wang Jiaxin – eigens aus Peking eingeflogen – las seine nicht zuletzt von deutscher Poesie inspirierte “Welt-Lyrik” im chinesischen Original. Aber sein Publikum erreichte er auch in der deutschen Übersetzung von Autor und Chinakenner Wolfgang Kubin nicht. Ebenso wenig funktionierte die Lyrik des Slowenen Ales Steger und des Ukrainers Juri Andruchowytsch, deren Gedankenwelten vermutlich bloß in den sperrigen Deutschkenntnissen der Autoren steckenblieben*. Auch Patrick Roth mit seiner US-amerikanischen Wortbildershow wird wohl Wenige überzeugt haben, während die witzige, schlagfertige und pointierte Bachmann-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff mit ihrer Lesung aus dem Roman “Blumenberg” ihren Ruf als eine der stärksten Stilistinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur einmal mehr verfestigte. / Salzburger Nachrichten
*) Die sprechen Deutsch – aber ob sie sich selber übersetzen? Eher zweifelhaft.
108. “Ich übersetze mich nicht”
Norbert Mayer (Die Presse) sprach mit der Rauris-Preisträgerin Maja Haderlap
Die intellektuelle Entwicklung in Wien erfolgte auf Deutsch, während die Muttersprache das Lyrische geblieben ist. Ist sie weiter dominant als emotionelle Sprache?
Das Deutsche wurde für mich zur Sprache der Reflexion. Bei meiner Muttersprache geht es mir aber gar nicht so sehr um die Emotion, sondern um die Intimität, die Lyrik braucht. Man führt in Gedichten meist Monologe. Für mich ist damit eher das Slowenische verbunden, weil es ja bei uns keine wirkliche gesellschaftliche Funktion hat. Man bleibt bei sich. Ich habe auch versucht, die Gedichte für Lesungen ins Deutsche zu übertragen. Ich konnte das nicht, und ich übersetze mich nicht. Entweder oder. Der Roman wird von jemandem anderen ins Slowenische übertragen.
AUS DEM ARCHIV “Die Presse”:
- Maja Haderlap erhielt Rauriser Literaturpreis (22.03.2012)
- Großes Goldenes Ehrenzeichen Kärntens für Maja Haderlap(06.03.2012)
- Maja Haderlap erhält Bruno-Kreisky-Buch-Preis (05.01.2012)
- Land Kärnten ehrt Bachmannpreis-Trägerin Haderlap (29.11.2011)
- 35. Ingeborg-Bachmann-Preis an Maja Haderlap (10.07.2011)
24. Preis für Maja Haderlap
Der mit 8.000 Euro dotierte Rauriser Literaturpreis geht heuer an die bekannte und profilierte Autorin Maja Haderlap. Sie erhält den Preis für ihren Debütroman “Engel des Vergessens”, der 2011 im Verlag Wallstein in Göttingen erschien. …
Die Kärntner Slowenin Maja Haderlap wurde 1961 in Bad Eisenkappel in Kärnten geboren und gewann im Vorjahr den Ingeborg-Bachmann-Preis für ihren Text “Im Kessel”. Maja Haderlap gilt seit Langem als die bedeutendste lyrische Stimme unter den slowenischen Österreicherinnen. Seit ihrem ersten Gedichtband aus dem Jahr 1983 hat sie sich im Bundesland Kärnten als eine der bemerkenswertesten Kräfte der Gegenwartsliteratur etabliert. Sie ist zweisprachig aufgewachsen und schreibt sowohl in Slowenisch als auch in Deutsch. / salzburg.at
58. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (6)
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift
Wird morgen fortgesetzt und abgeschlossen. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. Bedenken Sie bitte, daß weder Theo Breuer noch ich 1. alles kaufen, 2. alles lesen und 3. wie Computer alles unter dem richtigen Buchstaben abspeichern können. Bei Googleabfragen können Sie testen, daß die von Theo initiierte und uns zur Verfügung gestellte Liste schon jetzt das Auffinden präziser Information sehr verbessert.
(Ergänzungen bitte unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)
- Isaac Schreyer · Der Tag des Einsamen. Gedichte und Nachdichtungen. Nachwort von Armin Eidherr (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 60). 1 Abb., 172 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Saza Schröder · Ach Kindheit du schreckliche Süße, 32 Seiten, handfadengeheftet, kartoniert, Künstlerbuch, Bleisatz, edition footura black, Itzehoe 2011.
- Franz Schuh: Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod. Verlag Paul Zsolnay, Wien 2011. 255 S.
- Katharina Schultens, gierstabil, 80 S., Klappbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
- Iris Schürmann-Mock [Hrsg.]: O schöner, grüner Wald. Ein Lesespaziergang. Hildesheim: Gerstenberg 2011. 159 S. : Ill. ; 24 cm.
- Ursula Schütt: Gehen muß ich auf dem Faden Zeit. Taschenbuch: 100 Seiten. Verlag: d/m/z Druckmedienzentrum Gotha 2011.
- Friederike Schwab: schwebeblätter. Gedichte. 110 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 13.
- Daniela Seel: ich kann diese stelle nicht wiederfinden. kookbooks, Berlin 2011. 64 S.
- Giorgos Seferis · LOGBUCH III, zweisprachige Ausgabe, aus dem Neugriechischen von Evtichios Vamvas, 117 Seiten, Broschur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
- Faruk Šehić · Abzeichen aus Fleisch. Bosnisch / Deutsch, übersetzt von Hana Stojić. 160 Seiten, Broschur, fadengeheftet, Wien, Edition Korrespondenzen 2011.
- Shin Dal Ja ∙ Morgendämmerung. Gedichte (mit einigen koreanischen Originaltexten). Werkauswahl (1989–2007). Aus dem Koreanischen und mit einem Nachwort von Sophia Tjonghi Seo. Herausgegeben und Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. 169 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Volker Sielaff · Selbstporträt mit Zwerg, 101 Seiten, Klappenbroschur, luxbooks, Wiesbaden 2011.
- Rajvinder Singh: WÖRTERWEHEN. Trierer Gedichte – Rajvinder Singh – Gedichte, Liz Crossley – Zeichnungen. Broschur im Format 21 x14,5 cm, 80 Seiten, 16 Abb., Berlin: Aphaia Januar 2011. Aus der Reihe Texte und Bilder.
- Gerd Sonntag ∙ Giovanni Santi malt eine Fliege, Nachwort von Ulrich Koch, 38 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
- Thomas Spaniel · die irren kurse einer sterbenden fliege. Gedichte. 96 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Michael Speier (Hg.): Berlin, du bist die Stadt. Gedichte. Reclam. 170 Seiten.
- Alberto Spunzberg ∙ Die Piatock-Akademie – La Academia de Piatock. Gedichte, zweisprachig. Aus dem argentinischen Spanisch von Juana und Tobias Burghardt. Umschlaggestaltung von Juana Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 187 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Christel und Armin Steigenberger (Hg.) · außer.dem, 18. Ausgabe, mit Gedichten von Ann-Andreas Altmann, Kathrin Ast, Ernesto Castillo, Caroline Hartge, Birgit Kreipe, Lars Reyer u.a., 51 Seiten, geheftete Broschur, München 2011.
- Lutz Steinbrück: Blickdicht. Gedichte. Verlagshaus J.Frank, Berlin 2011. 76 S.
- Mile Stojić: Cherubs Schwert: Gedichte und Essays. Aus dem Kroatischen von Cornelia Marks. Leipziger Literaturverlag. 230 Seiten.
- Dieter Straub – Gedichte, Peter M. Gotthardt – Kompositionen: Delphische Paiane – Fünf Lieder nach Gedichten von Dieter Straub für Bariton und Klavier. Notenband im Format 29 x 21 cm, 28 Seiten, Berlin: Aphaia 2011. Aus der Reihe: Sonderausgaben.
- Brigitte Struzyk ∙ alles offen, mit einem Vorwort von Peter Wawerzinek und Bildern von Elke Ehninger, 117 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Jesper Svenbro · Echo an Sappho, zweisprachige Ausgabe, aus dem Schwedischen von Lukas Dettwiler, mit Beiträgen von Conrad Steinmann und Beat Brechbühl, CD mit musikalischen Nachschöpfungen von Conrad Steinmann zu Texten von Sappho und Alkaios, 83 Seiten, Broschur mit handgedrucktem Typo-Umschlag, Waldgut Verlag, CH-Frauenfeld 2011.
- Tammen, Johann P. (Hg.): die horen. Bei betagten Schiffen. Islands “Atomdichter”. 56. Jg., Nr. 242, 2011. 424 S. Gedichte von Stefán Hörður Grímsson, Jón Óskar, Einar Bragi, Hannes Sigfússon, Sigfús Daðasson, Steinn Steinarr, Jón úr Vör, Jóhannes úr Kötlum, Arnfriður Jónatansdottir, Elías Mar, Jónas E. Svafár, Thor Vilhjálmsson, Vilborg Dagbjartsdóttir, Matthías Johannessen, Baldur Óskarsson, Þorsteinn frá Hamri, Jóhann Hjálmarsson, Nína Björg Árnadóttir, Sigurður Pálsson, Steinunn Sigurðardóttir. Der Kampf um die Moderne. Stimmen – Gegenstimmen – Positionen. Gespräche mit Steinn Steinarr, Hannes Sigfússon. Zeitgenössische isländische Rezensionen. Nachrufe. Erinnerungen von heute. Glossar.
- Veno Taufer: Wasserlinge. Gedichte. Übersetzung: Daniela Kocmut, Herausgeber: Michael Braun. 48 Seiten, Format: 14 x 22 cm, Das Wunderhorn 2011.
- Hans Thill (Hrsg.) ∙ Meine schlichten Reisen. Gedichte aus Belgien. Dreisprachige Ausgabe: niederländisch–französisch–deutsch. Dirk van Bastelaere, Eric Brogniet, Karel Logist, Els Moors, Erik Spinoy, Liliane Wouters übersetzt von Gerhard Falkner, Zsuzsanna Gahse, Norbert Lange, Michael Speier, Ulrike Almut Sandig, Hans Thill nach Interlinearversionen von Beate Thill und Stefan Wieczorek. Gebunden, bibliophile Ausgabe mit Lesebändchen. Heidelberg, Verlag Das Wunderhorn 2011.
- Walter Thümler: Ist jemand da. Gedichte. Leipziger Literaturverlag. 144 Seiten.
- Su Tiqqun: Im Geröll des Auges. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Toegye ∙ Als der Hahn im Dorf am Fluß krähte, hing der Mond noch im Dachgesims. Gedichte 1515–1570. Herausgegeben und mit einer Zeichnung von Juana Burghardt. Deutsche Fassungen von Tobias und Juana Burghardt auf der Grundlage der Vorarbeit von Doo-Hwan und Regine Choi. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 125 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
- Boško Tomašević: Früchte der Heimsuchung. Gedichte. Aus dem Serbischen von Helmut Weinberger. Leipziger Literaturverlag. 180 Seiten.
- Boško Tomašević: Mitlesebuch 103 – Boško Tomašević, Berlin-Gedichte. Michael Blümel – Zeichnungen. Broschur im Format: 24 x 15 cm, 24 Seiten, fadengeheftet. 1. Auflage: 50 Exemplare, im Druckvermerk vom Autor signiert, Berlin: Aphaia, März 2011.
- Boško Tomašević • Allerneueste Vergeblichkeit, aus dem Serbischen übertragen von Helmut Weinberger, Nachwort von Walter Methlagl, 171 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigsburg 2011.
- Þorsteinn frá Hamri: Jarðarteikn – Erdzeichen. Gedichte. Ausgewählt und aus dem Isländischen übersetzt von Gert Kreutzer. (Fäkätä 14). 36 S. Germersheim: Queich Verlag 2011.
- Tomas Tranströmer: Poesiealbum 298. Hg. u. ausgew. von Richard Pietraß, Grafik Isaac Grünewald, Nachdichtung Hanns Grössel und Richard Pietraß. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
- Matthias Traxler: You’re welcome. kookbooks, Berlin 2011.
- Verica Tričković: Als rettete mich das Wort. Gedichte teils deutsch, teils serbisch. Leipziger Literaturverlag. 120 Seiten.
- Charlotte Ueckert ∙ Dein Haar ist mein Nest, Vorwort von Peter Engel, 34 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
- Nepumuk Ullmann: Von der Überwindung der Eiszeit in den Gefühlen. fhl Verlag Leipzig 2011, 170 Seiten.
- Sandra Uschtrin (Hg.) ∙ Federwelt. Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, 91. Ausgabe, Lyrik-Redaktion Andreas Noga, Gedichte von Friedrich von Hagedorn ∙ Katharina Lanfranconi ∙ Ingrid Miller ∙ Irmhild Oberthür ∙ Klaus Roth ∙ Walle Sayer u.a., 58 Seiten, geheftete Broschur, Uschtrin Verlag, München 2011.
- Günter Vallaster (Hg.) · Paragramme. Ein Sammelband, 156 Seiten, Broschur, Gedichte von Thomas Havlik · Christine Huber · Peter Huckauf · Gerhard Jascke · Ilse Kilic · Richard Kostelanetz · Axel Kutsch · Gerhard Rühm · Fritz Widhalm u.v.a., edition ch, Wien 2011.
- Verein Literaturgruppe Perspektive (Hg.) · perspektive. Hefte für zeitgenössische Literatur, Ausgabe 67/68: Aufstandsbeschreibungen, Gedichte von Dominic Angeloch · Ralf G. Landmesser · Rebekka Olbrich · Kai Pohl · Clemens Schittko u.a., 238 Seiten, Broschur, Graz 2011.
- Mikael Vogel: Massenhaft Tiere. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 100 S.
- Florian Voß: Datenströme. Datenschatten. Staub. Gedichte. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. 80 S.
- Achim Wagner ∙ Flugschau, 67 Seiten, Hardcover, [SIC] – Literaturverlag, Aachen ∙ Zürich 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner: Jungfraun platzen männertoll. hochroth Verlag 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner: Irrenhaus. hochroth Verlag 2011.
- Friedrich Wilhelm Wagner · Jungfraun platzen männertoll / Irrenhaus (edition grillenfänger 18). 38 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
- Jan Wagner · Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa, 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
- Jan Wagner: Poesiealbum 295. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Werner Friedrichs. 32 S. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011.
- Immanuel Weißglas · Der Nobiskrug. Gedichte. Nachwort von Bernhard Albers (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 55; Lyrik-Taschenbuch Nr. 72). 80 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Ralf S. Werder: Bruchland. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
- Walt Whitman · Liebesgedichte / Love Poems. Englisch / deutsch. Ausgewählt und übertragen von Frank Schablewski. Vorwort von Johannes Urzidil. Nachwort von Jürgen Brôcan. 128 Seiten, fadengeh. Klappenbroschur, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
- Ron Winkler (Hg.): Schneegedichte. Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
119. Janko Messner in Klagenfurt verstorben
Der kärntnerisch-slowenische Schriftsteller und Kämpfer für Minderheitenrechte hinterlässt ein umfangreiches Werk. 2002 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
„Du sprichst eine Sprache, die in meinen Ohren fremd klingt“, schreibt Janko Messner im Gedicht „Lieder für Ivo“. „Aber jede Sprache ist Musik in offenen Ohren und offenen Herzen.“ Der Kärntner-Slowene, 1921 in Aich nahe Bleiburg geboren, war neben seiner literarischen Arbeit auch politisch aktiv. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Schwarzweiße Geschichten“ (1995) und das „Kärntner Heimatbuch“ (1980). 2002 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Vier Jahre später schickte er es an Bundespräsident Heinz Fischer zurück, weil der ORF seinen Film „Vrnitev/Die Rückkehr“ nicht ausstrahlte. Darin geht es um die Vertreibung hunderter Kärntner Slowenen durch die Nazis im April 1942. Das Ereignis wurde in Kärnten jahrzehntelang totgeschwiegen. / Die Presse 28.10.