Schlagwort: Theodor Däubler

Der äthiopische Totentanz

Theodor Däubler (* 17. August 1876 in Triest, Österreich-Ungarn; † 13. Juni 1934 in St. Blasien, Schwarzwald) Aus: Das Nordlicht / Der äthiopische Totentanz (…) Eine Lotosblume ragte Nun verduftend in die Nacht: Als die Glut der Liebe tagte, Ist die Blume hold erwacht:… Continue Reading „Der äthiopische Totentanz“

Flügellahmer Versuch

Theodor Däubler (* 17. August 1876 in Triest, Österreich-Ungarn; † 13. Juni 1934 in St. Blasien, Schwarzwald) FLÜGELLAHMER VERSUCH Es schweift der Mond durch ausgestorbne Gassen, Es fällt sein Schein bestimmt durch bleiche Scheiben. Ich möchte nicht in dieser Gasse bleiben, Ich leid es… Continue Reading „Flügellahmer Versuch“

Hätte ich ein Fünkchen Glück

Theodor Däubler (* 17. August 1876 in Triest, Österreich-Ungarn; † 13. Juni 1934 in St. Blasien, Schwarzwald) Hätte ich ein Fünkchen Glück, wäre alles anders! Wollte blauer Tauwind hold meine Segel schweelen, Blitzte gleich durch mich der Geist eines kühnen Landers, Und ich müßte… Continue Reading „Hätte ich ein Fünkchen Glück“

Aus: Nordlicht

Sahst du noch nie den Fall der Leoniden? Wenn Sterne lautlos durch den Äther zittern Und ringsum sich beim Sturze noch zersplittern, Erkennst du doch den großen Wunsch nach Frieden? Blick auf die Vögel! Ziehen sie nach Süden, So scheinen sie, vereint, kein Arg… Continue Reading „Aus: Nordlicht“

Theodor Däubler

Am 13. Juni 1934 starb der Dichter Theodor Däubler Die Buche Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub. Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken, Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken, Ich bin das Laub, die Krone überm Staub. Dem warmen Aufruf mag ich… Continue Reading „Theodor Däubler“

L&Poe Rückblende: April 2002

Lyrik im „Spiegel“ Wenn Lyrik im „Spiegel“, muß schon irgend etwas Nachrichtenwürdiges: Großmaul vom Gardasee. Zoten, Sex und Pornografie – ein Altphilologe hat den vulgärsten Dichter Roms neu entdeckt. Sein Name: Catull. Aus dem Inhalt: Und was sagte Cäsar? Ignorierte er den Tunten-Vorwurf? /… Continue Reading „L&Poe Rückblende: April 2002“

29. Das Nordlicht

Bilderreich orakelt Oskar Ansull: Wer der vor 99 Jahren geborene Autor Arno Schmidt [1914-1979] war, muss gegenwärtig noch nicht in Erinnerung gerufen werden, obwohl ich mir da nicht ganz so sicher bin. Aber, ich gehe mal naiv munter davon aus, dass die Nennung des… Continue Reading „29. Das Nordlicht“

Nordlicht aus Dresden

Aber Däublers Haupt- und Lebensstück, das lyrische Großepos „Das Nordlicht“, ist so gründlich verschollen, dass es selbst im „Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher“ kaum Spuren hinterlassen hat. Sehr zu Unrecht, denn dieses ebenso großartige wie törichte Gedicht ist eines der größten deutschen Sprachexperimente, „halb Pyramide… Continue Reading „Nordlicht aus Dresden“