Aleš Šteger, der Europäer

Der slowenische Dichter Aleš Šteger, Jahrgang 1973, wurde Mittwoch mit dem Horst Bienek-Preis für Lyrik ausgezeichnet. (…)

Grenzenlos leben, jederzeit – wenigstens innerhalb der EU – in ein anderes Land fahren können, um dort jemanden zu treffen, etwas zu betrachten oder Arbeit zu suchen und sich gleich anzusiedeln: Diese Möglichkeit war Realität geworden für den 1973 in Ptuj/ Slowenien geborenen Aleš Šteger, der seit geraumer Zeit seinen Wohnsitz, seine Freunde und Arbeiten in Ljubljana hat. Seit Ungarn und Kroatien wegen der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 ihre Grenzen dicht gemacht haben und Grenzkontrollen im ganzen Schengenraum wieder an der Tagesordnung sind, trauert Aleš Šteger dem Verlust dieser Möglichkeit, seiner Freiheit nach. „Die EU starb, aber kein Hahn krähte.“ Das konstatiert der slowenische Dichter, Verleger und Essayist Aleš Šteger bereits Anfang 2016, Monate vor dem BREXIT-Votum. Er beschwört die verlorenen Freiheiten und sucht nach Ursachen des Endes und geht dabei auch immer sehr selbstkritisch ins Gericht. / Mehr beim BR

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