Schlagwort: Alfonsina Storni

Ausradiert

Alfonsina Storni (* 29. Mai 1892 in Sala Capriasca, Bezirk Lugano, Schweiz; † 25. Oktober 1938 in Mar del Plata, Argentinien)   Borrada El día que me muera, la noticia ha de seguir las práticas usadas, y de oficina en oficina al punto por…

Frau des XX. Jahrhunderts

Vielleicht hat es noch nicht jeder gemerkt – nach 5 Monaten kann ich verraten, daß das Thema meiner Anthologie seit Januar … starke Frauen ist. Heute die Argentinierin Alfonsina Storni zum 126. Geburtstag. (* 29. Mai 1892 in Sala Capriasca, Bezirk Lugano, Schweiz; †…

Schauen Sie mich nicht so an Madame, solche Dinge passieren

Das war im Jahr 1916, in dem Rubén Dario starb, ein Genie, halb Indio in Nicaragua geboren. Stellen Sie sich vor: Aus der untersten Peripherie der spanischen Sprache, Ende des 19 Jahrhunderts geboren, schaffte es dieser Mann, die Dichtkunst zu erneuern. Ein Phänomen. Dario…

Alfonsina Storni

Ihre Texte schrieb sie auf Spanisch. Keller, die Storni-Expertin, sieht in ihr eine selbstbewusste Argentinierin, wie fast alle Argentinier ihrer Generation «mit Migrationshintergrund», den sie nicht verleugnete. (…) «Ich wünsche mir, dass Stornis Gesamtwerk in der Schweiz bekannt wird,» sagt Keller und erklärt, dass das…

56. «Ich schreibe, um nicht zu sterben»

In Argentinien unvergessen, in der Schweiz und Mitteleuropa weitgehend unbekannt: Die gebürtige Tessinerin Alfonsina Storni (1892-1938) wurde zum Mythos – als Poetin, Schriftstellerin und Frau, die sich als gesellschaftskritische Dichterin und als alleinerziehende Mutter durchkämpfte. Am Ende wurde sie eine Legende, die mit ihren…

59. Alfonsina, mein Herz

«Ich gehe schlafen», schreibt Alfonsina Storni am 22. Oktober 1938 in einer Pension in Mar del Plata in ihrem letzten Gedicht. Sie bringt es zur Post. Fünf Tage später wird es die Zeitung «La Nación» abdrucken. Storni wird dann bereits den Tod gefunden haben,…

12. In der Schweiz

So etwas hat es hierzulande (und wohl auch andernorts) noch nicht gegeben. Roger Perrets Anthologie «Moderne Poesie in der Schweiz» ist eine editorische und verlegerische Grosstat – und sie ist überdies und keineswegs zuletzt ein glänzendes Zeugnis der Kunst des Übersetzens. Die Anthologie trägt…

165. Kaum übersetzt

Ein schon etwas älterer Artikel zum Thema, in dem auch der vorige Cervantespreisträger vorkommt: In Lateinamerika wurde und wird exzellente Lyrik geschrieben. Übersetzungen ins Deutsche gibt es heute allerdings kaum noch. Die grossen Literaturverlage und ihre Qualitätsreihen – etwa die Bibliothek Suhrkamp oder die Edition…

41. Anderes Argentinien

Ein ganz anderes Argentinien, dasjenige der gewaltigen Landschaften des Paraná oder der Pampa, spiegelt sich in den Arbeiten je eines Dichters und eines Erzählgenies. Juan L. Ortiz, von seinen Freunden „Juanele“ genannt, ist der argentinische Vertreter einer wunderlichen Naturlyrik, die mit einer raffinierten Syntax…

108. Übersetzungskritik

Es gibt neue Kommentare zu einer schon ein paar Wochen zurückliegenden Meldung: 2010 Aug #5. Übersetzungskritik Hier alle Meldungen über Alfonsina Storni

6. Meine Anthologie: Argentinische Eumeniden

Statt eines Stornitages haben wir fast eine Storniwoche. Ich habe das Gedicht von Alfonsina Storni in Prosa übersetzt, so wörtlich wie mir möglich. Dabei habe ich die Hinweise von Àxel Sanjosé berücksichtigt, gar von ihm gefundene Formulierungen eingebaut und meine Fassung nach seinen kritischen…

5. Übersetzungskritik

Von Àxel Sanjosé LAS EUMÉNIDAS BONAERENSES Con el viento que arrastra las basuras van a dar al suburbio y se deslizan amarillas por caños de desagüe y se amontonan en las negras bocas. Alzan señales en los paredones y cuelgan, en las largas avenidas,…

4. Üble Setzung?

Rolf Dieter Brinkmann übersetzte einmal zusammen mit Ralf Rainer Rygulla ein Gedicht von Guillaume Apollinaire – ohne Französisch zu können. Sie assoziierten einfach ähnlich klingende deutsche oder englische Wörter, nach der Originalanmerkung „nach dem im Augenblick des Lesens sich einstellenden Oberflächenverständnisses“ [sic]. Aus „La…

129. Wieder gerade denken

(Und warum nicht mal einen monothematischen Tag. Ausgewogenheit schert mich wenig. Hier noch einmal Alfonsina Storni.) LAS EUMÉNIDAS BONAERENSES Con el viento que arrastra las basuras van a dar al suburbio y se deslizan amarillas por caños de desagüe y se amontonan en las…

128. Der Mann weiß noch nicht, daß er ein Trottel ist

Der Glaube ist ein Rucksack, den sie auf den Schultern des Mannes spürt, der in ihren Armen liegt. Der Glaube und das angebliche Wissen. „Ich bin schon die Frau, die wachsam lebt, / du der schreckliche Mann, der erwacht.“ Weil sie spürt, wie er…