Schlagwort: 1. Weltkrieg

Gedenkfeier (auch) für Charles Péguy

Vor hundert Jahre kam es in Berlin im Architekturhaus zu einer denkwürdigen „Gedenkfeier für die gefallenen Dichter“. Die Presse wollte damals die Ankündigung „nicht bringen, weil auch eines Franzosen darin gedacht war.“, schrieb der DADA-Gründer HUGO BALL in seinem Tagebuch. Erst nach „Streichung des…

Weltpost ins Nichtall

Das schmale Werk von August Stramm wäre schon lange in Vergessenheit geraten*, hätte dieser Dichter nicht schreiende Gedichte des Verstummens hinterlassen, und damit die inneren Verwerfungen des modernen Menschen wie unter einem Brennglas formuliert. Die Widmungsanthologie, die der fleißige Lyrik-Vermittler, der Weßlinger Anton G. Leitner mit…

Ireland, poetry and the first World War

Ireland, poetry and the first World War is a story of contradictions, of contrasts and, a century later, of reconciliation. It should not pass us by that in Irish cities and throughout the countryside, the legacy of the first World War is no longer…

Berliner Hörspielfestival

Der britische Komponist Dom Bouffard wählt für sein Hörstück »WW1« (hr 2015; Ursendung Mi., 21 Uhr, hr 2 Kultur) Lyrik aus der Zeit des Ersten Weltkriegs als Bezugspunkt und bettet die Gedichte in seine Komposition ein. (…) Ein bewegendes Zeugnis der Notwendigkeit von Kunst gerade unter den schlimmsten…

Thomas Kling und die lyrischen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs

Die zweiteilige Lyrikperformance „Thomas Kling und die lyrischen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs“ gedenkt dem vor 10 Jahren verstorbenen Thomas Kling und der Lyrik des Ersten Weltkriegs und stellt dabei die Frage, inwiefern dieser Krieg die moderne Lyrik nachhaltig beeinflusst und verändert hat. Drei Aufführungen…

Diaries of war poet online

The diaries of war poet Siegfried Sassoon are being published online for the first time. The archive of 23 journals and two notebooks of poetry has been digitised by the Cambridge University Library, which bought the collection in 2009. Until now only Sassoon’s official biographer…

69. The war poets you don’t study at school

Guillaume Apollinaire to Sarojini Naidu: the war poets you don’t study at school Despite the “cosmopolitan sympathies” of the poets, memorial events in the UK today are dominated by British writers. But there are many other literary voices from the battle for the trenches….

83. George und der Krieg

August 1914, der Erste Weltkrieg beginnt. Die Kriegsbegeisterung ist in vielen Teilen Europas groß. Ganze Schulklassen melden sich freiwillig an die Front, Theologen geben dem Krieg eine religiöse Weihe und nicht nur der Schriftsteller Thomas Mann sieht in ihm eine „Reinigung“, einen Ausstieg aus…

54. Blaise Cendrars im Krieg

… das ist wie Balzac aus der Jukebox. „Man geht, man schubst, man krepiert, man steht wieder auf, man marschiert und fängt wieder von vorne an.“ Schreibt, schießt, singt, stirbt. Lang ist der Weg nach Tipperary! Avantgarde ist zur Stelle. Erschüttert vom Urknall des Säkulums…

103. „An Meine völker“

Der österreichische Schriftsteller Julian Schutting analysiert die allerhöchste Kriegserklärung vom 29. Juli 1914 in Der Standard Julian Schutting: Was geruht Seine Majestät da zu erlassen? [untendrunter kann man in Volksmund baden]

95. Radical Feeling in the Poetry of WWI

The most popular English poem of the First World War was “In Flanders Fields,” written by John McCrae after fighting in the second Battle of Ypres in 1915. The poem ventriloquizes the British dead and concludes with a bit of hortatory sentimental propaganda: Take…

29. Angstlust

Um zu verstehen, aus welchen Stimmungen die „Schlafwandler“ von 1914 in den Krieg hineingetaumelt sind, lässt sich die Literatur und insbesondere die Lyrik gut als Spur nutzen. Es gab so etwas wie eine Angstlust der Zerstörung eingefahrener Ordnungen. Der Krieg selbst ernüchterte die Dichter…

9. Brechts Achillesverse

Der junge Brecht ergriff die Gelegenheit beim Schopfe. „Er war ein kluger Materialverwerter, der sich den Krieg als Bühne zu eigen gemacht hat, ohne eine eigene Haltung zu entwickeln“, sagte Jürgen Hillesheim, der Leiter der Brechtforschungsstelle. Der „Augsburger Mittelschüler“, wie er in der Zeitung genannt…

70. «Schwäne, Drosseln und Kraniche»

Als der russische Lyriker Alexander Blok im ersten Kriegsmonat 1914 eingezogen wurde – es drohte die sofortige Verschickung an die Front –, empörte sich ein Dichterkollege: «Das ist doch, als ob man Nachtigallen brät.» Die Berufung auf die emblematischen Vögel der Poesie war unter…

46. Schreckliche Tage

„Weh, es nahen schreckliche Tage“: Diese prophetischen Worte schrieb die russische Lyrikerin Anna Achmatowa in ihrem Gedicht „Juli 1914„. / Mehr über Lyrik und Weltkrieg