Kategorie: Französisch

104. „Candide“

Voltaires Roman „Candide oder Der Optimismus“ erschien erstmals 1759. In der Vorbemerkung zur zweiten Auflage wird das Werk als Übersetzung aus dem Deutschen ausgegeben. Der Übersetzer, ein gewisser Dr. Ralph, sei 1759 in Minden verstorben. Der deutsch-französische Literaturpreis „Candide“ wird vom Literarischen Verein Minden,… Continue Reading „104. „Candide““

89. „Wir anderen Araber“

Taoufik Ben Brik,  tunesischer Journalist und Regimekritiker, der am Vorabend der Wiederwahl von Präsident Ben Ali vor vier Wochen unter dem Vorwurf aggressiven Verhaltens verhaftet wurde (er spricht von einer Polizeiprovokation), steht am 19.11. vor Gericht. Rue89 veröffentlicht ein im Gefängnis geschriebenes Gedicht. Hier… Continue Reading „89. „Wir anderen Araber““

17. Claude Lévi-Strauss

Der Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss ist tot. Er starb in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag im Alter von 100 Jahren, meldet Le Monde. Am 28. November wäre er 101 geworden. Er war einer der großen Intellektuellen seines Jahrhunderts, seine Wirkung reicht in… Continue Reading „17. Claude Lévi-Strauss“

9. Neu in der Lettrétage

Mittwoch, 4. November 2009, 20 Uhr, Eintritt: 5,- Euro Junge Lyriker aus Lateinamerika: Maria Medrano (Argentinien), Hernan Bravo (Mexiko) und Raúl Hernández (Chile) Zweisprachige Lesung (spanisch/deutsch) In Zusammenarbeit mit dem lateinamerikanischen Poesiefestival Latinale Auch in diesem Jahr lädt die Lettrétage im Rahmen der Latinale… Continue Reading „9. Neu in der Lettrétage“

164. Benjamin Fondane, rumänisch-französischer Avantgardepoet und Philosoph, in Auschwitz ermordet

Benjamin Wechsler (sein ursprünglicher Name) emigrierte aus Jassy (Moldau, Rumänien) nach Paris, 1923, im Alter von 25 Jahren. Er trug den Künstlernamen Fondoianu (nach einem Gut in der Heimat seiner Großeltern) und franzisierte ihn zu „Fondane“. Im Alter von 14 Jahren hatte er erste… Continue Reading „164. Benjamin Fondane, rumänisch-französischer Avantgardepoet und Philosoph, in Auschwitz ermordet“

136. Lyrikline-Festwoche

Die Berliner Festwoche der Lyrikline findet auf mehreren Bühnen statt. Der Eintritt ist bis auf die Abschlussveranstaltung frei. Anmeldungen sind aber erwünscht. Infos: http://www.lyrikline.org Mo, 26. 10, 19.30 Uhr, Palais der Kulturbrauerei. Passwort: Poesie. Mit Leobogang Mashile (Südafrika) und Monika Rinck (Deutschland). Geschlossene Festveranstaltung… Continue Reading „136. Lyrikline-Festwoche“

131. Qualtig

Pastiors sprachspielerische Gedichte sind keine Leselyrik. Ihr Sinn oder Unsinn erfüllt sich erst im Vortrag: Befreit von korsettierender Grammatik und Semantik und im Fluss von Wortmalereien, Silben- und Lautvertauschungen verliert sich mehr und mehr der Bedeutungsgehalt der Worte, werden Buchstaben zu reinem Klang. Das… Continue Reading „131. Qualtig“

99. Nachricht aus Quebec

„Das Lyrikmilieu ist eines der härtesten und engstirnigsten, das ich in meinem Leben kennenlernen konnte. Hier ist man eifersüchtig, hier verunglimpft man einander auf besonders gehässige Weise. Auf jeden Fall mehr als bei Romanautoren, Dramatikern oder Essayisten. Das ist wohl umgekehrt proportional zur Zahl… Continue Reading „99. Nachricht aus Quebec“

86. Sensation

Dem Poetenladen vergleichbar bringt auch fixpoetry.com Woche für Woche so reichlich Material, daß man kaum nachkommt. Vorige Woche hatte ich mir u.a. einen Aufsatz von Frank Milautzcki über 5 Übersetzungen eines Rimbaud-Gedichts vorgemerkt. Diese Woche gibts längst Neues, aber hier ein Hinweis auf Rimbaud… Continue Reading „86. Sensation“

78. Französische Lyrik

Gelesen und erläutert werden Werke der französischen Lyrik und deren deutsche Übertragungen. Auf dem Programm steht diesmal unter anderem Rainer Maria Rilke (1875-1926) und seine „Quatrains Valaisons“ (Waliser Vierzeiler). (Ankündigung einer Veranstaltung in Baden-Baden im Gartenhaus der Stadtbibliothek, Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr) Übrigens… Continue Reading „78. Französische Lyrik“

73. Poesie, auf Tanzbarkeit getestet: Anne Bennent und Co. im Marstall

Anne Bennent liebt die Poesie. Nicht die im stillen Kämmerchen, umgeben von weihevoller Stille, sondern eine Poesie, die wild geritten, ausposaunt und körperlich erlitten werden will. Zum Beispiel Gedichte von Baudelaire, Apollinaire, Bachmann und immer wieder Becketts letztes, nach Sinn suchendes, kongenial stammelndes Lautgedicht,… Continue Reading „73. Poesie, auf Tanzbarkeit getestet: Anne Bennent und Co. im Marstall“

67. Zum Tod von Jacques Chessex

1954, im Alter von zwanzig Jahren, veröffentlicht Jacques Chessex sein erstes literarisches Werk, einen Gedichtband, «Le Jour proche». Schon hier ist ein brüchiger Ton zu vernehmen, eine oft bleierne Stimmung, die geprägt ist von Einsamkeit, von Mangel, Trennung und Todesnähe, eine Atmosphäre, die sich… Continue Reading „67. Zum Tod von Jacques Chessex“

63. Raymond Federman ist tot

Am 6. Oktober ist der franko-amerikanische Schriftsteller Raymond Federman in San Diego seinem Krebsleiden erlegen. … Federmans schriftstellerisches Schaffen war stark autobiographisch geprägt und drehte sich intensiv um das Thema des Über-lebens und des Schuldgefühls, das das Allein-überlebt-haben hinterlassen hatte. Schon in seinem Erstling… Continue Reading „63. Raymond Federman ist tot“

57. Jacques Chessex gestorben

Der waadtländische Schriftsteller Jacques Chessex ist am Freitag in Yverdon gestorben, meldet Le Temps. Ein „ogre des lettres“, schreibt die Schweizer Zeitung: sagen wir ein „literarischer Riese“. (L’Ogre ist der Titel eines seiner Romane) Zum Tod Hugo Loetschers schrieb er im August: Ich denke… Continue Reading „57. Jacques Chessex gestorben“

38. Internauten

Noch ein Ausschnitt aus dem FR-Gespräch mit Urs Engeler: Wenn man beispielsweise nach Frankreich blickt, dann ist man schier erschlagen, was es dort alles gibt. Was meinen Sie konkret? Was es dort an Zeitschriften gibt, wie viele Verlage existieren, wie viele Formen von Veröffentlichungen.… Continue Reading „38. Internauten“