Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein Artikel des Atlantic Monthly beschäftigt sich mit einer neuen Proust-Übersetzung und geht ausführlich auf Übersetzungsprobleme ein. Hier zu einer Stelle mit Reim: Of the unknown and presumably taste-lacking seducer of this foolish, fallen girl Françoise says in the Kilmartin translation, which comes more… Continue Reading „Amourose Rose“
meint Benno Schirrmeister, taz 24.1.04: Völlig zu Recht erhält der Lyriker und Peter-Huchel-Konservator Lutz Seiler am Montag den Bremer Literaturpreis für seinen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“. Der muss im Stehen und laut gelesen werden.
Aebli ist ein Meister der minimalisierenden Ironie: «Alles hat höchstens keine Bedeutung.» Der Ameisenjäger im Gedicht «Selbstgespräch am Abend» ist zweifellos ein Selbstporträt des Dichters: «Kinder auf der Strasse / machen wenigstens Lärm. / Du machst gar nichts.» Nichts ausser Jagd auf Ameisen: «Erstaunlich… Continue Reading „Aufregend sinnlos“
meint Karlin im Independent vom 23.1.04 über den englischen Dichter Robert Browning anläßlich einer neuen Biographie.
In den Studienjahren akzeptiert er nur noch zwei Arten der Askese: das Lesen und sublimierte literarisch-romantische Freundschaften. Allerdings sind seine meisten Weggefährten katholisch getaufte Juden, wie der Essayist Gábor Halász, der Romancier und geistige Begründer des literarischen „Populismus“ György Sárközi und der Lyriker Miklós Radnóti. … Im Januar 1943… Continue Reading „Todesmarsch der ungarischen Literatur“
„Wir sind die Letzten“, heißt es in Hans Sahls berühmtem Exilanten-Gedicht, „fragt uns aus!“ Hans Keilson war der letzte jüdische Schriftsteller, der – gefördert von Oskar Loerke – bei S. Fischer debütierte; das war im Jahr 1933. … 1986 erschien der Gedichtband „Sprachwurzellos“, der… Continue Reading „Die Letzten“
der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts – ein brasilianisches Ranking Hier die zehn ersten Autornamen: Eliot, Pessoa, Valéry, Yeats, Pound, Lorca, Rilke, Kavafis, Apollinaire, Pessoa Auf Platz 43 und 44 Miklos Radnoti und Attila József / 21.1.04
Am 21.1.04 in Gregor Koalls Lyrikmail: Achim Wagner: morgengegend. Der Autor: geb. 1967 in Coburg, lebt als freier Autor in Köln. Im Frühjahr 2004 erscheinen „anna beats -gesänge“ in der edition roadhouse, Hannover (http://home.htp-tel.de/kflente/editionroadhouse.html) und „shesha – ein südindien reisefragment“ bei SuKuLTur, Berlin. Mehrere… Continue Reading „morgengegend“
Am Ende dieses Buchs finden sich einige Epigramme unter dem sammelnden Titel «Unterwegs». Zweizeiler, Drei- und Vierzeiler, die Ironie und Irritation so ausspielen, dass fürs poetisch Überraschende noch immer genügend Raum bleibt. Karl Dedecius, Zagajewskis Übersetzer, fasst sie so ins Deutsche, dass jenes Hin… Continue Reading „Nicht nur gemacht“
Diese Meldung mag eher die Musik- als die Lyrikszene betreffen – aber nur zum Teil. Der polnische Sänger Czeslaw Niemen, der auch in DDR wegen seiner politischen Rockballaden in den achtziger Jahren beliebt war, ist in der Nacht zum Sonntag im Alter von 65… Continue Reading „Niemen nie zyje“
„KunstLeuteKunst“ … war von der Kulturbegeisterung selbst positiv überrascht worden. Selbst die Sitzplätze auf dem Boden waren ausnahmslos belegt. Viele Studenten fühlten sich wie in ihren überfüllten Vorlesungen – die Stimmung war hier jedoch um einiges besser. / Roman Cieslik, Ostseezeitung 19.1.04 Eric Wallis… Continue Reading „„Lass doch mal andere an deinen Gedichten teilhaben“ …“
Als Hinweis auf eine herausragende englischsprachige Lyrikseite hier – aus der Tagesmail vom 18.1.04 – drei Strophen aus einem alten walisischen Gedicht im mittelwalisischen Original und in englischer Übersetzung: Otid eiry, toid ystrad; Dyfrysynt cedwyr i gad; Mi nid af, anaf ni’m gad. Otid… Continue Reading „Wandering Minstrels“
für deutschsprachige Lyrik geht an den in Heidelberg lebenden Hans Thill. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde dem 1954 geborenen Lyriker und Übersetzer für seinen Band „Kühle Religionen“ zugesprochen. / 18.1.04 Gedicht: Sonnenfinsternis in Honfleur Bio hier Übersetzerwerkstatt „Poesie der Nachbarn“
Ein Buch über den „Frei“-Tod der Dichterin Marina Zwetajewa kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Exil bespricht Carlin Romano im Philadelphia Inquirer vom 18.1.04: But The Death of A Poet compensates as a stark, scene-by-scene depiction of all the straws piled slowly upon one… Continue Reading „„Frei“-Tod Zwetajewas“
Jetzt online: http://www.linkesbuch.de/index48306.htm [Presseinfo entnommen von: http://www.GGN.de/termine.html%5D Enthält neben dem Sendeprotokoll „Poemie 4“ (Radioriff 9.1.04) nicht nur das topaktuelle „Paralleltheater“ (programmatische Antiprosa incl. Erfindung des „Theatre Slam“!!!) und einen paranormalen Email-Essay (Thema: Bewußtseinsblasen als Auslöser der Desinteresse-Gesellschaft) sondern auch die erstmalige Wiederveröffentlichung des 157… Continue Reading „EXTASE STATT ELITE“
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