Schlagwort: Beatrice Eichmann-Leutenegger

26. Lisa Elsässer

Hier glücken der Lyrikerin zauberhafte Bilder: «in dieser nacht // schliefen die sterne auf dem schnee». Die lyrischen Äusserungen jedoch brechen das syntaktische Gefüge auf, so dass die Wörter manchmal wie Findlinge dastehen: einsam, unübersehbar. Es ist ein Stammeln, das mit solchen Satzfragmenten hörbar… Continue Reading „26. Lisa Elsässer“

13. Aufzeichnungen

«Am Fenster, wo die Nacht einbricht»: Das Buch der am 14. April 2010 verstorbenen Dichterin enthält nachgelassene Aufzeichnungen aus dem Zeitraum zwischen Herbst 1996 und Jahresanfang 2010. Es handelt sich nicht um Tagebücher – Erika Burkart hat nie Diarien verfasst. Sechzehn Hefte lagen dem… Continue Reading „13. Aufzeichnungen“

71. Welttheater

Luc Bondy inszeniert in seinen Gedichten ein Leben, ja ein Welttheater in nuce mit Ängsten und Aufschwüngen, in denen jedermann sich selbst wiederfindet. / Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ Luc Bondy: Toronto. Gedichte. Zsolnay-Verlag, Wien 2012. 64 S., Fr. 21.90.

37. Winterreise

Im Winter 2007 unternahm der Ludwigsburger Kulturwissenschafter Thomas Knubben eine Wanderung von Nürtingen nach Bordeaux: auf den Spuren Hölderlins, der seinerseits im Dezember 1801 aufgebrochen war und während acht Wochen westwärts wanderte, um eine Hofmeisterstelle in der Stadt am Atlantik anzutreten. Wie die Jakobspilger… Continue Reading „37. Winterreise“

80. Nachtschicht Schattenzone

Ein Jahr nach Erika Burkarts Tod am 14. April 2010 ist ein dichterisches Vermächtnis einzusehen: ihre Gedichte aus den Jahren 2008 und 2009 mit dem Titel «Nachtschicht», manche als Reinschrift, andere im Entwurfstadium hinterlassen. Dazu fügen sich als Entsprechung die Verse ihres Ehemanns Ernst… Continue Reading „80. Nachtschicht Schattenzone“

86. NZZ-Zeitschriftenlese 1: Deutsch nach Auschwitz

Ins literarische Gedächtnis schreibt sich in diesem «Akzente»-Heft auch ein eigenwilliger Autor mit Gedichten und Aphorismen ein, der in dunkler Stunde Europa verlassen hat und erst allmählich hierzulande wieder einen Namen trägt, den man nennt: der 1937 in Wiener Neustadt geborene und seit langem… Continue Reading „86. NZZ-Zeitschriftenlese 1: Deutsch nach Auschwitz“

10. Lose Blätter

Mit Panthern, Bären und Giraffen hätten die Menschen friedlich auf der Wiese gelegen. Was hier beschworen wird, ist mitnichten eine Szene aus dem Garten Eden, vielmehr eine Erinnerung vom Tag nach dem Bombardement, das in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945… Continue Reading „10. Lose Blätter“

Aus der Geschichte austreten,

sich selbst zuschauen – so hält es Jochen Kelter in seinen Gedichten, die zwischen 1997 und 2000 entstanden sind. Daher stehen nicht bedeutsame Angelegenheiten der äusseren Welt an, denn schreibend hat man sich zu den «Windlesern» geschlagen. Nachhaltig prägt sich anderes ein: «was sich… Continue Reading „Aus der Geschichte austreten,“

Les guerres, les chansons

Muss Klage so wortreich sein, um gehört zu werden? Birgt nicht das reduzierte Sprechen die stärkere Überzeugungskraft in sich? Denn gerade in diesen Sequenzen finden sich Zeilen von visionärer Einfachheit: «. . . in einem nicht sehr fernen Land / wird das Gras /… Continue Reading „Les guerres, les chansons“

Fremdheit als Angelpunkt

Paul Celan: Fremdheit als Angelpunkt . Der Bund Von BEATRICE EICHMANN-LEUTENEGGER Auch drei Jahrzehnte nach Paul Celans Tod ist das Interesse an diesem Dichter nicht erlahmt. Aus Anlass des 80. Geburtstags, den der Autor heute feiern könnte, präsentiert der Buchmarkt verschiedene Celan- Publikationen. Sie… Continue Reading „Fremdheit als Angelpunkt“