Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
„I’m a free-born British man, and we don’t live under the blasphemy laws of such despots,“ wrote columnist Douglas Murray. „So in honor of this fact I have spent the weekend writing rude limericks about Mr Erdogan. And I would hereby like to invite… Continue Reading „Erdogan limerick competition“
„Ibn Arabi versucht, den islamischen Glauben von der strengen Orthodoxie wegzuholen und als gelebten Glauben den Menschen nahe zu bringen“. Der Islamwissenschaftler und Autor Stefan Weidner hat den Gedichtzyklus „Der Übersetzer der Sehnsüchte“ des mittelalterlichen islamischen Mystikers Ibn Arabi neu ins Deutsche übertragen –… Continue Reading „Was Salafisten zur Weißglut treibt“
3 Zitate aus einer Besprechung von Titus Meyers Palindrom-Roman „Andere DNA“, palindromisch angeordnet und philologisch kommentiert 3 Nein, ein Roman ist es nicht**, auch wenn Hesse und Trakl drin vorkommen. Eher ein vertracktes Gewebe, das den Leser immerfort zum Entschlüsseln zwingt, weil die Satzlogik… Continue Reading „Mordnilap-Amor*“
Seit anderthalb Jahren kämpft Kapitän-Leutnant der ukrainischen Seestreitkräfte Maxim Musyka im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass. In Momenten der Ruhe entstehen in seinem Zelt „stille Schöpfungen“ – seine in Verse und Strophen gefassten Erlebnisse und Gefühle. Unter diesem Titel kam im Februar Musykas erster Gedichtband heraus.… Continue Reading „Aber ich will nicht das tun, wozu ich gezwungen werde“
2011, mitten im Onlineblog-Boom, gründete sich Sachen mit Wörtern. Jede Ausgabe steht unter einem Motto, zu dem dann Lyrik, Kurzprosa, Lesebühnentexte und Bilder abgedruckt werden. „Wir sehen Literatur als Prozess an, als Experiment und nicht als Produkt“, erklärte Mitgründerin Lubkowitz das Konzept. Die Zeitschrift… Continue Reading „Sachen mit Wörtern“
Thomas Kunst Genau genommen hoffe ich auf Klärung. Geduld und Leistung führen nie zum Ziel. Jahrhundertstrophen bleiben ohne Ehrung. Gelingt durch strenge Schwafelei das Spiel Betreuter Anpassung ans Geld, wieviel Verändert sich, wenn Jamben durch Verlage Verschiedener Herkunft ziehen, infantil Genug, zu glauben, das… Continue Reading „Wenn Jamben“
Aus der Rückschau bedeutete das Schmallenberger Dichtertreffen eine Weichenstellung in der Literaturgeschichte, da es der literarischen Moderne in Westfalen zum Durchbruch verhalf. Während des Treffens prallten zwei Dichtergenerationen aufeinander: Jene heimatverbundenen Schriftsteller der älteren Generation um Josefa Berens-Totenohl, Maria Kahle und Heinrich Luhmann, die… Continue Reading „Schmallenberger Dichtertreffen“
Was ist die eigene Stimme, was kann ich mit ihr tun? Wie mit Appropriation arbeiten? Im Kollektiv? Wie kann ich Vielstimmigkeit, auch Mehrsprachigkeit, in der Poesie Raum und Stimme geben? Sprechen, singen? ++ Tagsüber Symposium und Workshops, abends Präsentationen. Mit Daniel Bayerstorfer, Andreas Bülhoff,… Continue Reading „Stimmen die Stimmen“
»Heute«, beklagte sich Herr K., »gibt es Unzählige, die sich öffentlich rühmen, ganz allein große Bücher verfassen zu können, und dies wird allgemein gebilligt. Der chinesische Philosoph Dschuang Dsi verfaßte noch im Mannesalter ein Buch von hunderttausend Wörtern, das zu neun Zehnteln aus Zitaten… Continue Reading „Originalität“
Als Teenager wird er von Sid Vicious wachgeküsst, nennt sich fortan Tommi from Germany und schreibt erste Slogans an die Häuserwände, „allergisch kontaminiert gegen Rasenmähen und gleichzeitig gegen jegliche andere Form von Vorgartendingen“. / Felix Stephan über Schorsch Kamerun, Die Zeit
Ein elegantes Spiel mit einem Klassiker der Kunstgeschichte betreibt in der neuesten Ausgabe, der Nummer 11 der Literaturzeitschrift „Mütze“ der Dichter und Übersetzer Christian Filips. Er hat Gedichte des Renaissance-Genies Michelangelo ausgegraben, die den Maler und Bildhauer nicht als Heros formvollendeter Kunst zeigen, sondern… Continue Reading „Experte für das Obszöne“
Nicht die Form, aber das inhaltlich Primitive verbindet es [Böhmermanns] mit einigen der berühmtesten Schmähgedichte der Weltliteratur. Kein Wunder: In der Invektive, wie man sie nach dem Wort „invehi“ für „schmähen“ nannte, ging es darum, mit allen Mitteln eine bestimmte Person so weit wie… Continue Reading „Schlafzimmer des Gegners“
(Eine historische Meldung aus dem Jahr 2002) Ja – wenn es nach Enzensberger geht. Der nämlich fordert in der FAZ vernünftige Preise für seine Gedichte: Die Buchproduktion ist, soweit ich sehen kann, die einzige Branche, bei der – um im Bild zu bleiben –… Continue Reading „Schlechtere Zeiten für Lyrik?“
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