Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Gute aktuelle Gedichte aufzuspüren, ist nicht immer einfach. Der Lyriker Steffen Jacobs erkundet … als Poesie-Scout der „Literarischen Welt“ jede Woche die Lyrikszene. Seine besten Fundstücke präsentiert er hier: Gedichte, die ihm besonders geglückt erscheinen -oder interessant missraten. Am 12.1.02 ein Gedicht von Rolf… Continue Reading „Poesie-Scout“
titelt der Guardian am 12.1.02 (zum Vergleich FAZ: Kirchenfreundlich. Das Testament von Philip Larkins Muse, 12.1.).
Leeuwarden – In einem niederländischen Poesie-Album von 1888 ist ein Gedicht der jungen Mata Hari entdeckt worden. Die im Ersten Weltkrieg von Frankreich wegen angeblicher Spionage für Deutschland hingerichtete Tänzerin hatte die Verse mit dem Titel „Für Grietje“ für eine Jugendfreundin verfasst, wie das… Continue Reading „Gedicht von Mata Hari entdeckt“
Rätsel Benn. Wunder Gottfried Benn . Da lebt einer zwischen Kasino-Besäufnissen und Kaffeehausamouren, zwischen Schoppen-Dämmer, Bierabend, Vorortausflug und Kaserne, in einem Wrasen aus Spießigkeit und Schneidigkeit, mal bei den schnieken Adligen, mal bei ondulierten Kellnerinnen; und dann geht er nach Hause, Kaffee, Zigaretten –… Continue Reading „… und schreibt so schöne Gedichte“
Die Dichtung von E. E. Cummings (1894-1962), in der vieles nur angedeutet wird und die Worte plötzlich eine ungeahnte Bedeutung erhalten, hat es ihr besonders angetan. In der E-Musik zählen Vertonungen von dessen Gedichten schon fast zur Tagesordnung; der zeitgenössische Jazz ist gerade daran,… Continue Reading „skies may be blue; yes“
Her countryman Silvio Berlusconi echoed Fallaci’s ill-spoken sentiments that, on the whole, Western civilization was superior to that of Islam. She said she was quite happy with Dante , thank you very much. She spoke too soon. Though the theory has long incited fierce… Continue Reading „Invented by arabs: D is for Dante“
„Längst sind die wild westlichen/ Zeiten vorbei./ Nun drängt mich die östliche/ Einfachheit,/ Die freundliche./ Mein Rückzug zur Klarheit – / Um wie vieles mehr/ werd ich mich/ verletzen.“ ( ). Über ihren Band „Unter Wasser“ schreibt Wolfgang Grahl in der Schweriner Volkszeitung. /… Continue Reading „Unter Wasser“
Nicht in Konstanz, aber in seinem österreichischen Geburtsort Schnifis gedenkt man des Dichters mit der interessanten Biographie und der „sehr feinen Lyrik“. Immerhin wurde Laurentius von Musikwissenschaftlern schon als „Schubert des 17.Jahrhunderts“ bezeichnet. Katholiken müsste der Name durch das Marienlied „Wunderschön prächtige“ bekannt sein.… Continue Reading „Schubert des 17.Jahrhunderts“
Phänomene wie Fremde, Dunkelheit, Frost, Warten auf neues Leben sind stets noch in ihrer Lyrik gegenwärtig, in wortstarker Wortlosigkeit wird ein ergreifendes Sehnen nach unerfüllbarer Harmonie spürbar. Dorothea Grünzweig beschwört den arktischen Traum als Symbol des Einsseins mit sich und der Vergangenheit, mit der… Continue Reading „Arktischer Traum“
…schreit ja nur so laut, weil es nichts anderes kann als schreien“, schreibt Hermann Lenz am 25. März 1959 an Paul Celan . „Stampfen wir sie alle in den Abfalleimer, lassen wir sie von der Müllabfuhr wegtransportieren oder blasen sie wie eine Hand voll… Continue Reading „Das niedre Pack, das miese Gesocks…“
Ach ja; die „Frankfurter Anthologie“ der FAZ hat die „Bilder und Zeiten“ überlebt. Am 5.1. im ganz normalen hellgrauen Feuilleton stellt Doris Runge ein Gedicht von Bertolt Brecht. / FAZ 5.1.02
Die Gedichte von Charis Vlavianos , einem 44 Jahre alten, in Athen Geschichte und Ideengeschichte lehrenden Griechen, sind offene Gebilde. Die Trennung von Poesie, Philosophie und Alltagsleben kennen sie nicht. Nach „griechischen“ Themen sucht man in ihnen vergeblich. Das hängt zum einen gewiss damit… Continue Reading „Der Lyriker Charis Vlavianos“
Ernst Schumacher beschäftigt sich in der Berliner Zeitung (u.a.) mit Edmund Stoibers 1998er Brechtrede in Augsburg und schließt: An dieser Stelle höre ich wieder einmal Brecht , wie er mit seiner meckrigen Stimme auf „datschiburgerisch“ aus seinem Stahlsarg auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof uns… Continue Reading „Rat des toten Dichters“
Vitorino Nemésio hatte schon zu Lebzeiten viele Leser, inzwischen werden es immer mehr. Anlässlich seines 100. Geburtstages am 19. Dezember 2001 zeigt die Lissabonner Nationalbibliothek bis März 2002 eine kleine, sehr feine Ausstellung über den portugiesischen Schriftsteller, Journalisten und Akademiker, der eigentlich ein Insulaner… Continue Reading „Vitorino Nemésio“
Zum Freitod des britischen Lyrikers Andrew Waterhouse schreibt der Guardian: Early in Andrew Waterhouse’s collection is a poem of striking prescience: „This is a forest./Here is a car/in the forest./That is a person/in the car/in the forest./This is a quiet forest.“ Inevitability is a… Continue Reading „Andrew Waterhouse“
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