Kategorie: Deutschland

95. Gisela Kraft erhält Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis

Gisela Kraft erhält den diesjährigen Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis. Kraft wird für die Übersetzung des Lyrik-Bandes «Namen der Sehnsucht» des türkischen Dichters Nâzim Hikmet geehrt, wie der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke am Samstag in Köln mitteilte. Die Übersetzung der von Kraft selbst vorgenommenen Auswahl… Continue Reading „95. Gisela Kraft erhält Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis“

90. Lustvoll extrem

Es ist ein lustvoll extrem weitgespannter Begriff von Poesie, den die Besucher des 10. Poesiefestivals Berlin in der Akademie der Künste und an anderen Orten kennen lernen können. Es sind Veranstaltungen, die in den schillerndsten Farben der Lyrik funkeln sollen. Da tritt der Lautpoet,… Continue Reading „90. Lustvoll extrem“

87. Hans Bender 90

„Jeden Tag ein Buch lesen, wenigstens ein Drama oder eine Erzählung zu lesen, nahm ich mir vor“, notierte Bender in seinem Buch „Postkarten aus Rom“ (1989). So – oder so ähnlich – darf man sich auch heute noch den Alltag des in Köln lebenden… Continue Reading „87. Hans Bender 90“

85. Lesung in Siegen mit Thomas Gsella

„Ich lese dann erstmal meine rund 800 Gedichte, und dann noch ein paar kürzere Texte“, versprach der 1958 in Essen geborene Joachim-Ringelnatz-Förderpreisträger zu Beginn. Dass es dann doch schon nach gut zwei Stunden zu Ende war, bedauerten alle, die gerne noch viel mehr der… Continue Reading „85. Lesung in Siegen mit Thomas Gsella“

30. Clara Mosch in Prora

„Die andere Seite – Carlfriedrich Claus, Michael Morgner, Thomas Ranft“ Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Prora 2. Mai bis 28. Juni 2009 (täglich von 09:30 bis 19:00 Uhr) Die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst hat nicht nur die „Stars“ der Neuen und Alten Leipziger… Continue Reading „30. Clara Mosch in Prora“

81. Pier Paolo Pasolini

Eine verkehrte Geschichte, eine verdrehte Geschichte, eine verstellte Geschichte: Mehr als drei Jahrzehnte nach dem grausamen und bis heute nicht restlos aufgeklärten Tod des Poeten im Schmutz der vor den Toren Roms gelegenen Hafenstadt Ostia ist sein Name noch immer gegenwärtig. Nicht aber mehr… Continue Reading „81. Pier Paolo Pasolini“

31. Peter Geist, aus der Laudatio zum Huchelpreis für Gerhard Falkner

Es ist hohe Zeit, den Gründen nachzuspüren, warum seit Erscheinen seines ersten Gedichtbandes „so beginnen am körper die tage“ 1981 die Rezeption des Falknerschen Werkes kontinuierlich nur zwei Amplituden kennt – die begeisterte Aufnahme wie die schroffe Ablehnung, und wie diese seltsame, ihresgleichen suchende… Continue Reading „31. Peter Geist, aus der Laudatio zum Huchelpreis für Gerhard Falkner“

12. Aus Erregung

Wenn der 1951 geborene Dichter Gerhard Falkner regelmäßig seine polemischen Blitze auf die Lyrik-Szene schleudert, ist es ratsam, in Deckung zu gehen. Denn der Zorn des „Minnesängers der Moderne“ (Kurt Drawert über Falkner) ist gewaltig. Falkner spricht – und die Gattung erbebt. Zuletzt hatte… Continue Reading „12. Aus Erregung“

9. Auch ich war ein Wendegewinnler

Wenn ein Gedicht und ein Kopf zusammenstoßen, und es klingt dunkel, muß das nicht immer am Gedicht liegen. Wo habe ich das gelesen oder erlebt? Bei Gerhard Falkner: so beginnen am körper die tage. Aber es muß die zweite Ausgabe sein, die in der… Continue Reading „9. Auch ich war ein Wendegewinnler“

151. Was gute oder schlechte

Gedichtbände sind, ist seit je und naturgemäß umstritten. Was der eine für preiswürdig hält, ist dem andern der letzte Scheiß. Wer wüßte keine Beispiele? Man müßte ihm Kennerschaft absprechen. Matthias Kehle hat es gefallen, in seinem Blog am 28.3. eine in der Lyrikzeitung dokumentierte… Continue Reading „151. Was gute oder schlechte“

100. „Verständliche“ Lyrik (2)

Ein Hörbericht von Bertram Reinecke (Fortsetzung von #99) Thomas Kunst Einer gewissen Umstellung im Zuhören bedarf es heutzutage schon, wenn jemand Sonette liest. Die Reime und festgelegten Zäsuren dieser Textform wollen antizipiert werden, will man das Spiel mit deren Brüchen mitbekommen. Dieses Spiel weiß… Continue Reading „100. „Verständliche“ Lyrik (2)“

99. „Verständliche“ Lyrik

Ein Hörbericht von Bertram Reinecke Dieser Text soll einige Lyriker würdigen, die auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse zu hören waren. Teilweise weniger bekannt, können sie vielleicht dem Bild, was Lyrik ist oder sein kann, einige Bausteine hinzufügen. Eine Rezension nur vom Höreindruck zu schreiben,… Continue Reading „99. „Verständliche“ Lyrik“

130. Aus der Lesbarkeit befreit

bei sachgemäßer lagerung halten unsre tage acht, vielleicht zehn stunden, bevor sie zu goldstaub zerfallen; es ist dann ungefähr sechs, ein altes augenleiden hindert uns an der weiteren lektüre von papas randnotizen zu mamas brief; („lassen wir den kram erstmal liegen“). nach einbruch der… Continue Reading „130. Aus der Lesbarkeit befreit“

143. Neue Generation?

Früher schmückten sich manche Publikationen mit den Köpfen ihrer Klassiker – drei oder vier, je nachdem. Heute übernehmen die Werbeabteilungen diesen 1a Werbeplatz – oder gleich Google. Auf der Seite der Tageszeitung Die Welt vom 21.3. mit den eben vorgestellten Sammelrezensionen prangt der Kopf… Continue Reading „143. Neue Generation?“

106. Zum Welttag der Poesie

paßt vielleicht  auch ein Beitrag zur Lage von Dichtern in Deutschland. Hier ein Brief von Angelika Janz aus dem vorpommerschen  Aschersleben. Vorangestellt ein Gedicht der Autorin: handlung der mahnung gemäß bleibst du flüchtig. aus- rechnen wirst du den ausweg ein wenig genauer als falsch.… Continue Reading „106. Zum Welttag der Poesie“