Kategorie: Deutsch

22. Spurwechsel

Der auf falsche Fährten und launige Literatur abonnierte Romancier Rayk Wieland, Jahrgang 1965, hat sich just bewusst dilettantische Reime auf ein vorgebliches Alter Ego gemacht: „Der Spurwechsel“ heißt eines Gedichte seines Helden Rayk W., den er für seinen Roman „Ich schlage vor, dass wir… Continue Reading „22. Spurwechsel“

21. „Ich hasse den Tod“

Eben erhielt sie für ihre Gedichte wieder einen Preis. Die Wiener Autorin Friederike Mayröcker schreibt seit über sechzig Jahren buchstäblich gegen den Tod an. Ein Gespräch über ihr Œuvre führte Christine Dobretsberger, Basler Zeitung (Der Bund) 09.07.: Sie selbst bezeichnen die Erzählung «je ein… Continue Reading „21. „Ich hasse den Tod““

17. Besser als Goethe

Sein lyrisches und dramatisches Oeuvre füllt Bände um Bände, er war ein Dichter, der durch die Form die Welt gleichsam neu schaffen wollte, dem das Schreiben leichtfiel und der daher oft mehr Kunststücke als Kunstwerke vollbrachte. Das Hauptgeschäft dieses unermüdlich Schaffenden ist denn auch… Continue Reading „17. Besser als Goethe“

16. Ehjeh

Die Schriftstellerin und Suhrkamp-Verlegerin Ulla Berkewicz hielt eine Rede aus Anlass der Verleihung des diesjährigen Hermann-Lenz-Preises an Friederike Mayröcker in Offenburg, die die Welt am 5.7. abdruckt: Im Zentrum des Schreibens und Schreiens aber steht dir E. J. Übersetzung der Bibel, und in der Luther-Übersetzung… Continue Reading „16. Ehjeh“

14. poesiefestival berlin erfolgreich beendet

Am 5. Juli 2009 ging das zehnte poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Mit der szenischen Uraufführung des Langpoems Fredy Neptune von Les Murray in der Regie von Leopold von Verschuer ging das poesiefestival berlin gestern, 05.07.09, erfolgreich zu Ende. Fredy Neptune ist eine furiose… Continue Reading „14. poesiefestival berlin erfolgreich beendet“

13. Bender und seine Vierzeiler

Mit den „Akzenten“ errichteten Höllerer und Bender 1954 gleichsam die Zentralstation für die Literatur der Nachkriegszeit. Danach widmete sich Bender vorwiegend der Arbeit als Herausgeber und Förderer junger Autoren. Mit legendären Textsammlungen wie „Mein Gedicht ist mein Messer“ (1955) und „Was alles hat Platz… Continue Reading „13. Bender und seine Vierzeiler“

11. Werkausgabe Ernst Blass

Krank und pflegebedürftig verbrachte Blass die letzten Lebensmonate und starb am 23. Januar 1939 im Jüdischen Krankenhaus. Das bewahrte ihn vor dem Schicksal seiner jüngeren Schwester, die ins KZ deportiert wurde. Keine deutsche Zeitung durfte seinen Tod melden. Sein Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof… Continue Reading „11. Werkausgabe Ernst Blass“

10. Meere frei

Deutsches Literaturfernsehen, das klingt interessant. Wenn ich aber dann lese, Dienstanbieter des Deutschen Literaturfernsehens ist die Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. mbH meldet sich Skepsis. Brentano, ist das nicht…? Ja, das sind die Leute, die mit großen Namen viel Wind machen und vermutlich auch einige Kohlen. Nicht… Continue Reading „10. Meere frei“

8. Schockhafte Offenbarungen

In seinem Rückzugsort, einem Lokal oder Panorama-Restaurant weit über der Stadt, registriert Ziebritzkis Protagonist fantastische Dinge: zunächst sind es vorbeischwirrende „Model-Schönheiten“, danach die seltsame Choreographie schwankender, sich nie berührender Kräne. Schließlich kommt es zur mystischen Begegnung mit dem Unbekannten: Fetzen der religiösen Ursprache Aramäisch… Continue Reading „8. Schockhafte Offenbarungen“

7. Textgalerie

Michael Buselmeier interpretiert in seiner Lyrikkolumne „textgalerie“ Harald Hartungs Gedicht „Die heiße Ofenplatte“ / Freitag 27

5. Salli Sallmann in der «Verschwiegenen Bibliothek»

Als zehnter und abschließender Band der Reihe «Die Verschwiegene Bibliothek» ist jetzt das Werk «Badetag» des Lyrikers und Musikers Salli Sallmann in der Edition Büchergilde erschienen. Sie stellt Texte vor, die in der DDR entstanden sind, dort aber nicht veröffentlich werden durften. Die bislang… Continue Reading „5. Salli Sallmann in der «Verschwiegenen Bibliothek»“

4. WortKunstTöne: in Leipzig

3. Juli im Lindenfels Westflügel Freitag, 3. Juli, 21.00 Uhr WortKunstTöne. Ein Lyrik-Klang-Projekt Der zweite von Simone Weißenfels (Leipzig) kuratierte Konzertabend in  Zusammenarbeit mit Studenten des Literaturinstitutes Leipzig Worte: Mara Genschel, Lyrikerin (Berlin), Tobias Amslinger, Lyriker  (Leipzig) Musik: Das Ikarische Ensemble (Frankfurt) mit Martin… Continue Reading „4. WortKunstTöne: in Leipzig“

2. Leipziger Lyrikbibliothek

Grüneberger, 1951 in Leipzig geboren, ist vielen besser bekannt als Lyriker. Anfang Juni wurde er als Erster Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V. im Amt bestätigt. Er steht dem Verein seit 1996 vor und sichtbarster Erfolg der Arbeit ist der Aufbau der… Continue Reading „2. Leipziger Lyrikbibliothek“

1. Austriakisch: St. Haider

Dass Österreich ein Kuriositätenkabinett von Staat ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Massenblätter, in denen auf Knopfdruck des greisen Eigentümers schlatztriefende Gedichte und Artikel zuerst für den (die) einen Politiker, dann gegen sie und für andere erscheinen – zu diesem austriakischen Phänomen fügt sich nun… Continue Reading „1. Austriakisch: St. Haider“

98. Heute in der Lyrikmail

Karl-Johannes Vogt (*1919) UTOPIE Ich stelle unser Bett In den Mondschein Auf eine Brücke aus Licht Die über den Strom führt Der keinen Ursprung hat und kein Ziel Auf eine Brücke Aus Licht Ohne Hin- und Herweg aus: “DAS FLUGZEUG ÜBER MIR WECKT KEINE… Continue Reading „98. Heute in der Lyrikmail“