Kategorie: Deutsch

Finde fünf Unterschiede!

In meiner Anthologie, in der ich ein paar Jahre vor Gründung der Lyrikzeitung Gedichte veröffentlichte, gab es die Rubriken: (Die Namen sind Farben der damaligen Apple-Farbpalette). Heute: Zement. Finde heraus, warum Text Nummer 1 nach Heinrich Heine klingt (Auszug aus dem Gedicht Himmelfahrt), Text… Continue Reading „Finde fünf Unterschiede!“

Batzal

Gleich noch einmal Ernst Jandl, etwas zum Thema „Die Lyrik als Ausdruck“: HOHES UND NIEDRIGES aus aian orphischn oaschloch druckts es maunchmoe a batzal nemtsas glei auf de zungen olle lyrik gheat gsungen Die ersten drei Verse sind durch eine Zäsur vom vierten Vers… Continue Reading „Batzal“

Ernst Jandls Sommerlied

Erster August ist Jandltag. sommerlied wir sind die menschen auf den wiesen bald sind wir menschen unter den wiesen und werden wiesen, und werden wald das wird ein heiterer landaufenthalt Aus: Ernst Jandl: dingfest. gedichte. mit einem nachwort von hans mayer. Darmstadt und Neuwied:… Continue Reading „Ernst Jandls Sommerlied“

In lauen Sommernächten

Heute ein Sommergedicht von Georg Weerth (17. Februar 1822 Detmold – 30. Juli 1856 Havanna, Kuba). Weerth beteiligt sich an revolutionären Umtrieben in Paris und in Deutschland. Nach dem Scheitern der Revolution rächte sich das Establishment und sperrte ihn unter einem Vorwand für fünf… Continue Reading „In lauen Sommernächten“

Der Juli

Von Erich Kästner (23. Februar 1899 Dresden – 29. Juli 1974 München) das siebte seiner dreizehn Monatsgedichte, eindeutig ein Sommergedicht. Der Juli Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur. Die Menschheit geht auf Reisen oder wandert sehr oder wandelt nur. Und die Bauern… Continue Reading „Der Juli“

Der Meister vom Stuhle

Eine Goetheparodie von Clemens Brentano, der heute vor 175 Jahren, am 28. Juli 1842, starb. Es saß der Meister vom Stuhle, Gar frech im eignen Kot, Wer wagt sich zu dem Pfuhle, Es tun ihm Prügel not, Wer schmeißt mich über und über, Wer… Continue Reading „Der Meister vom Stuhle“

Improvisation

Karoline von Günderrode nahm sich am 26. Juli 1806 in Winkel im Rheingau das Leben. Liebst du das Dunkel mündliche Improvisation, niedergeschrieben von Bettina Brentano Liebst du das Dunkel Tauigter Nächte? Graut dir der Morgen, Starrst du ins Spätrot, Seufzest beim Mahle, Stößest den… Continue Reading „Improvisation“

Wenn man zum Kuß den Mund hinhält

Und noch ein Sommer- und Kußgedicht. Max Dauthendey Die Herzensfrau Der Mittag liegt mit mir im Gras, Die Wolken ziehn tiefblaue Straß, Die Welt ist grün und weiß und blau, Zu mir setzt sich die Herzensfrau. „Rot,“ spricht sie, „ist die ganze Welt, Wenn… Continue Reading „Wenn man zum Kuß den Mund hinhält“

Jüngling, laß dich nicht gelüsten

Während der Sommerpause finden Sie in der Lyrikzeitung jeden Tag ein Sommergedicht. (Sommergedichte können vom Sommer handeln, müssen aber nicht. Es reicht, sie im Sommer zu lesen.) Frank Wedekind An einen Jüngling Jüngling, laß dich nicht gelüsten Nach des Paradieses Äpfeln; Von den straffsten… Continue Reading „Jüngling, laß dich nicht gelüsten“

Übel-, Übel-, Übeltäter

Während der Sommerzeit finden Sie in der Lyrikzeitung jeden Tag ein Sommergedicht. (Sommergedichte können vom Sommer handeln, müssen aber nicht. Es reicht, sie im Sommer zu lesen.) Carl Meinhof aus Hinterpommern war der erste deutsche Afrikanist mit Lehrstuhl (Hamburg 1909). Er wurde am 23. Juli… Continue Reading „Übel-, Übel-, Übeltäter“

Sommergedichte

Während der Sommerzeit finden Sie in der Lyrikzeitung jeden Tag ein Sommergedicht. (Sommergedichte können vom Sommer handeln, müssen aber nicht. Es reicht, sie im Sommer zu lesen.) Detlev von Liliencron Am Strande (Aus »Gedichte«, 1889) Der lange Junitag war heiß gewesen. Ich saß im… Continue Reading „Sommergedichte“

L&Poe ’17-20

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  Mit der heutigen Ausgabe geht L&Poe in die Sommerpause*. Heute… Continue Reading „L&Poe ’17-20“

Gefährliches Buch

Am 20. Juli 1916 „fiel“ der junge Dichter Reinhard Sorge auf dem „Schlachtfeld“ in Frankreich. Hier ein Auszug aus dem Minidrama „Zarathustra. Eine Impression“ vom 1911: JUNGER KÜNSTLER: Himmel und Hölle! Ich werde die ganze Sippschaft lehren, dies Buch zu begreifen. Geben Sie nur… Continue Reading „Gefährliches Buch“

Sinngedicht (Ins Moderne, Bequeme, Zierliche)

Am 19. Juli 1819 wurde Gottfried Keller geboren. Heute kein Gedicht, sondern der Anfang des Novellenzyklus „Das Sinngedicht“. Erstes Kapitel Ein Naturforscher entdeckt ein Verfahren und reitet über Land, dasselbe zu prüfen Vor etwa fünfundzwanzig Jahren, als die Naturwissenschaften eben wieder auf einem höchsten Gipfel… Continue Reading „Sinngedicht (Ins Moderne, Bequeme, Zierliche)“

Heute 90 Jahr

Ludwig Harig Im Flirt mit Dame Gott Für Paul Wühr Ach Paul, mein lieber Paul, du dichtest mit Gespür dich außerhalb der Zeit in eine helle Ferne, die uns illuminiert wie Aladins Laterne: Du reibst, und es erscheint dein Vers en miniature. Es schwingt… Continue Reading „Heute 90 Jahr“