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Grigór Narekazí (Gregor von Narek, auch Grigor von Narek oder Grigor Narekatsi; armenisch Գրիգոր Նարեկացի; * 951; † 1003) Schau auf das Bild des trüben Jammers, erbarmend, und auf die Verderbnis, die ich vor Dir ausbreite, Herr, tritt zu mir heran als Arzt, nicht als Richter, der zur Verfolgung den Aufruf erließ.… Continue Reading „Gebet“
Heute vor 100 Jahren wurde Annemarie Schimmel in Erfurt geboren. Sie lernte als Schülerin Arabisch und legte das Abitur mit 16 Jahren ab. Nach ihrer Promotion arbeitete sie bis Kriegsende als Übersetzerin im Auswärtigen Amt. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet 250 Werke von ihr oder… Continue Reading „Annemarie Schimmel 100“
Abu Firas al-Hamdani (geboren 932/933 vielleicht in Bagdad, gestorben am 4. April 968 in Sadad bei Homs; Arabisch: أبو فراس الحمداني. ) Ach. wärest du süß, auch wenn das Leben mir bitter ist. Und wenn alle zürnen, ach, wärst du nur zufrieden! Ach, blühte, was… Continue Reading „Ach, wärest du süß“
Kaiser Wu (Wu-ti, Wu-ty, Wu-di) heißen mehrere mythische und geschichtliche Herrscher von China. Mindestens zwei von ihnen haben auch gedichtet, darunter Wu-di aus der Han-Dynastie (140-87 v.u.Z), der als einer der bedeutendsten chinesischen Kaiser gilt. Hier was ich im Lyrikwiki über ihn zusammengetragen habe:… Continue Reading „Kaiser Wu-di von Han“
Tuvia Rübner wurde 1924 in Bratislava geboren. Seine Muttersprache war Deutsch, Slowakisch lernte er privat, 1938 Ausschluss vom Schulunterricht wegen seiner jüdischen Herkunft. 1941 gelangte er als einziger seiner Familie mit dem letzten Flüchtlingstransport aus der Tschechoslowakei nach Palästina. (Aus: Stein will fließen, 1999)… Continue Reading „Taglied“
Bai Li – 白立 ICH BIN BAI LI Familienname Bai, Rufname Li. Beide Zeichen nicht viele Striche, schön einfach! Gut zu merken. Manche Leute nennen mich Li Bai, mit denselben Zeichen. Klingt wie ein Waschmittel: Stante pede weiß! Die Dichterin Xi Wa nennt mich… Continue Reading „Ich bin Bai Li“
白立 Bai Li VOLKSPOLIZIST LÖST EINEN FALL Einer kommt eine Anzeige machen, er hat etwas verloren. Was hat er verloren, fragt der Polizist. Er sagt, er hat Flaschen verloren, Alkohol und Getränke, weit über 100. Und er hat eine Spur! Es waren Kollegen, die haben… Continue Reading „Volkspolizist löst einen Fall“
Tevfik Fikret (* 24. Dezember 1867 in Istanbul; † 19. August 1915 ebenda) Das Kätzchen „Goldfaden“ Schreib von der Liebe! spracht ihr. – Seht ihr, als Kind Liebte ich ein klein‘ ungezogenes Kätzchen; Nie ließ ich’s los, und wenn’s im Schoße mir schlief. Bebte die Zärtlichkeit All meines Buhlens um sie;… Continue Reading „Goldfaden“
Kein Gedicht zum Wohlfühlen heute. Es stammt von dem indischen Dichter Sarod Sudip, geboren 1943, er schreibt in Punjabi. Es ist ein schlimmes Gedicht, eins zum Davonlaufen und Lieberwegsehen. Aber es ist immer noch da. Sarod Sudip Ich war’s Es war meine Tochter die… Continue Reading „Ich war’s“
Jeghische Tscharenz, der heute als bedeutendster armenischer Dichter des 20. Jahrhunderts gilt, wurde im Juni (laut deutschem Wiki) oder September 1937 (laut russischer Version) im Zuge der Stalinschen „Großen Säuberung“ verhaftet. Am 27. (Wiki deutsch) oder 29. (Wiki englisch) November 1937 kam er in… Continue Reading „Dichter“
Georges Schéhadé (* 2. November 1905 in Alexandria; † 17. Januar 1989 in Paris) Ein libanesischer Dichter, der in einer christlichen Familie in Ägypten geboren wurde, auf Französisch schrieb und in Paris starb. Bis auf einen indischen Berg aufgrund seiner Purpurfarbe Bis auf einen… Continue Reading „Bis auf einen indischen Berg aufgrundseiner Purpurfarbe“
Die Anthologie „Stimmen aus Israel“ dokumentiert eine kurzlebige Literatur, entstanden im Wesentlichen in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Deutschen (Deutschsprachigen), denen die Flucht aus Europa und die Einreise nach Palästina gelungen war, und inzwischen so gut wie verschwunden. Von den 26 Autoren… Continue Reading „Stimme aus Israel“
Die Dichterin Takashina Kishi (auch Kō no naishi, „Aufwärterin der Familie Takashina“ und Gidōsanshi no haha, „Mutter des stellvertretenden Ministers“) starb vor 1025 Jahren, im Oktober des Jahres 996. Sie ist eine der 36 unsterblichen Frauen der altjapanischen Dichtung. Das folgende Gedicht schrieb sie,… Continue Reading „Nur wer allein schläft“
Rumi (Dschalāl ad-Dīn Muhammad Rūmī, geboren am 30. September 1207 in Balch, heute in Afghanistan, oder Wachsch bei Qurghonteppa, heute in Tadschikistan; gestorben am 17. Dezember 1273 in Konya, Türkei) 16. Das spröde Erz ist weich geworden, Weich unter deinem Streich geworden. Du hast… Continue Reading „Gleich geworden“
Yi Chŏng-Bo (um 1721 – 1741) Ich ließ dem Knaben mein Gewand, der Wirt empfange es als Pfand! Schick einen Blick zum Himmel hin, den Mond zu fragen, ob Li Po, der Hochberühmte, jemals so ein Säufer war, wie ich es bin. Anm.: Li… Continue Reading „Ob Li Po ein Säufer war“
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