Schlagwort: Politische Lyrik

53. Lob des Protests

Nach einem alten Spruch werben Politiker mit Lyrik aber regieren mit Prosa. Die Vitalität der großen Straßengedichte der 60er-Jahre-Vietnam-Proteste lebt fort im arabischen Frühling. Letzten Monat wurde eine junge Frau aus Bahrain [die Dichterin Ajat Al-Kurmisi] zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil sie ein… Continue Reading „53. Lob des Protests“

138. Sommernachtsgezwitscher

Hört ihr das, so höhnte eine Stimme auf einem Greifswalder Hof. Ich saß beim zweiten Bier am dritten Tisch und schrieb das Protokoll. Die Stimmen sprachen über die Politlyrikaktion einer Hamburger Wochenzeitung. Da haben sie, sprach die Stimme, lauter Dichter ausgewählt, die gar keine… Continue Reading „138. Sommernachtsgezwitscher“

57. Gegen Abgehobenheit

Direkte politische Lyrik gilt mitunter als verpönt – das ist nicht ganz unbegründet. Viel Plattes und Plakatives hat der Social Beat hervorgebracht, und bis heute gibt es Autoren, deren Politlyrik vor allem in Verse gebrochene Meinungsprosa ist. Da kann man zustimmend nicken oder verständnislos… Continue Reading „57. Gegen Abgehobenheit“

14. Garstig Lied

Liebe Freunde und Kollegen, bei unserer kommenden LYRIKOASE 2011 steht nicht allein die Lyrik im Rampenlicht, sondern die Lyrik in Verbindung mit Musik. Es geht am 7. Juni um das Lied, genauer gesagt um das politische Lied und seinen Stand heute. Zu diesem sicherlich… Continue Reading „14. Garstig Lied“

115. Die neuen

politischen Zeit-Gedichte handeln vom Krieg: Nora Bossong und Monika Rinck. Kein Murx. Kaufen. Oder in die Bibliothek gehen. Bisher: POLITIK UND LYRIK. Macht, Gedichte (Einleitung) Zeit 11 Monika Rinck, SELIG | Marion Poschmann, die zwei Körper der Kanzlerin | Jan Wagner, giersch Zeit 11 Hier Hendrik Rost,… Continue Reading „115. Die neuen“

107. Das Ungeahnte

Im Freitag bespricht Thomas Wagner das Zeit-Projekt politische Lyrik und kritisiert es zu Recht: Nun wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn eine auflagenstarke Zeitung ein weithin wahrnehmbares Forum für politische Lyrik schüfe, so wie man es begrüßen konnte, als der Deutschlandfunk sein „Gedicht des Tages“ einführte.… Continue Reading „107. Das Ungeahnte“

101. live-ticker (politisches gedicht 2)

Dieser Text ist bis hin zu den Tippfehlern aus unveränderten Tickermeldungen des Nachrichtensenders n-tv in chronologischer Reihenfolge zusammengefügt. „A found poem as compared to a conceived one“, ja: und für mich eins, das mit Sprache sagt und tut. Ich zähle ihn zu der alten… Continue Reading „101. live-ticker (politisches gedicht 2)“

84. Politische Lyrik die zweite

Wer wie ich erwartungsfroh die „Zeit“ auf Seite 3 aufschlägt, um „die neuen Gedichte“ zu lesen (wie man im 19. Jahrhundert in französischen Kleinstädten auf die nächste Folge des Fortsetzungsromans wartete), erlebt eine linde Entäuschung. Nichts, dort gibt es Wichtigeres, wie auf allen anderen… Continue Reading „84. Politische Lyrik die zweite“

65. Politisches Gedicht 1

In Libyen, da gehts jetzt zua, und aa bei d Nachbarn is ka Ruah, und de EU, wia a klana Affi, schaut hilflos auf den Herrn Gadaffi. Doch aa der „Yes, we can“-Obama traut si den Kerl ned weggazrama, weu alle sagn, und da… Continue Reading „65. Politisches Gedicht 1“

56. Politisch Lyrik nun online*

Schon öfter hatte ich den Vorsatz, mein Zeit-Abo nach (nun) 2 Jahrzehnten zu kündigen, Gründe finden sich; aber mit der Serie zum politischen Gedicht ist das natürlich erst mal aufgehoben. Bis Jahresende, sagen sie? Na, da haben sie bei mir eine Gnadenfrist. Scheherazade so… Continue Reading „56. Politisch Lyrik nun online*“

50. Selig sind die Lyrikerinnen

Im ZDF ein Interview mit Monika Rinck zu ihrem Gedicht-Beitrag in der ZEIT, worin sie es vorliest und kommentiert.

49. „Politische Lyrik muß sofort sitzen und ziehen“

Politische Gedichte will die Zeit drucken, nein sogar veranlassen. Gestern begann die Serie. DLF befragte Dirk von Petersdorff, der nicht so angetan ist, denn: Und heute? – Ja, das ist dann teilweise etwas verklausuliert, man muss lange überlegen, versteht es nicht. Ich glaube, politische… Continue Reading „49. „Politische Lyrik muß sofort sitzen und ziehen““

38. Eine neue „Zeit“

Politische Lyrik ist tot, seit Jahrzehnten schon, abgesehen von Autoren wie Volker Zastrow, dem Politik-Verantwortlichen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Texte schreibt, zuletzt über Karl-Theodor zu Guttenberg, die in Form und Inhalt so speziell sind, dass man sie dichterisch nennen kann. Die Zeit, die… Continue Reading „38. Eine neue „Zeit““

122. Lesung zum 2. lauter niemand preis für politische lyrik

1. Dezember 2010 20:00 Einlass 20:30 Beginn lesung / preisverleihung / diskussion Es lesen die Autoren in der engeren Auswahl: Susanne Eules, Kai Pohl, Thomas Rackwitz, Johann Reißer, Marcus Roloff und Clemens Schittko Diskussion mit den Juroren: Katrin Heinau, Stefan Döring und Tom Schulz   Eintritt: 5… Continue Reading „122. Lesung zum 2. lauter niemand preis für politische lyrik“

36. Stuttgart 60

Mathias Kehle versucht in seinem Blog eine Debatte um politische Lyrik zu starten. Anlaß ist das Gedicht des Tages vom 9.11., eingesandt von Widmar Puhl – ein Sonett mit der Überschrift „Stuttgart 60“. Kehles Einleitung: In der letzten Zeit ist mir oft die Frage begegnet,… Continue Reading „36. Stuttgart 60“