Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
So etwas hat es hierzulande (und wohl auch andernorts) noch nicht gegeben. Roger Perrets Anthologie «Moderne Poesie in der Schweiz» ist eine editorische und verlegerische Grosstat – und sie ist überdies und keineswegs zuletzt ein glänzendes Zeugnis der Kunst des Übersetzens. Die Anthologie trägt… Continue Reading „12. In der Schweiz“
Zum Auftakt der Internationalen Buchmesse im mexikanischen Guadalajara wurde dem französischen Lyriker Yves Bonnefoy der mit 150 000 US-Dollar (110 000 Euro) dotierte FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache verliehen. Der 90-Jährige bedauerte, dass immer weniger Lyrik gelesen werde. „Es ist schade, weil die Hälfte… Continue Reading „7. Preis für Yves Bonnefoy“
Weiter im Text: „Zwölf Zuschauer sind im Saal/ Zeit anzufangen./ Die Hälfte ist da, weil es regnet, / Der Rest sind Verwandte.“ – das blieb beim Lyrikabend, zu dem die Deutsch-Französische und die Deutsch-Polnische Gesellschaft am Samstag geladen hatten, zum Glück nur ein Zitat… Continue Reading „101. Lesung“
Er schreibt auf Französisch und lebt seit einigen Jahren in Österreich: der 1981 in Lubumbashi (Demokratische Republik Kongo) geborene Fiston Mwanza Mujila, Verfasser von Gedichten, Kurzprosa und Theaterstücken, der 2009 an den Frankofonie-Festspielen in Beirut die Goldmedaille für Literatur gewann. Auf Deutsch ist nun… Continue Reading „90. Der Fluss im Bauch“
Pierre-André Huglo singt am Klavier die Dichter Marot, Rimbaud, Apollinaire und Saint-John Perse. Denis Solau begleitet ihn an der Gitarre. Pierre-André Huglo ist Professor für Philosophie an der Universität. Er singt mit großer Kraft die Gedichte von berühmten Autoren. / Courrier picard Clément Marot (* 23.… Continue Reading „66. Zum Beispiel“
Andere Völker singen ja ihre Gedichte Léo Ferré On est pas sérieux quand on a dix sept ans, 1987 (poème de Arthur Rimbaud) – Au Théâtre Déjazet en 1988 Arthur Rimbaud Roman I On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans. – Un beau… Continue Reading „61. Mit siebzehn“
Die FAZ befragte François Ozon: „On n’est pas sérieux quand on a dix-sept ans.“ So beginnt das Gedicht von Rimbaud, das sie in „Jung & schön“ zitieren. Was lösen diese Verse in Ihnen aus? Eine Art Nostalgie. Die Trunkenheit der Jugend. Ist das Gedicht in Deutschland so… Continue Reading „60. In Frankreich“
Montreal-based choreographer Marie Chouinard’s „Henri Michaux: Mouvements“ is a new work inspired by the French artist Michaux’s book of poetry and drawings, which Chouinard used as the basis for her choreography. Michaux’s drawings are projected against the backdrop of the stage and the dancers… Continue Reading „108. Mouvements“
Liebe Festivalfreunde, wir laden Sie herzlich zum 13. Internationalen Festivals Al-Mutanabbi ein, das vom 1. bis 3. November 2013 im Theater Stok (Hirschgraben 42, 8001 ZÜRICH) stattfinden wird und in diesem Jahr ganz im Zeichen des interkulturellen Dialogs unter dem Motto „Poesie – Geschichten – Musik – Sufi“ (im Tanz)… Continue Reading „104. Al-Mutanabbi“
Das Parlament der Föderation Wallonien-Brüssel vergibt seinen Literaturpreis 2013 an den Dichter Philippe Mathy für den Band „Sous la robe des saisons“. Die Jury besteht aus Mitgliedern der Königlichen Akademie der französischen Sprache und Literatur, des Verbandes belgischer Schriftsteller französischer Sprache, des internationalen PEN-Clubs… Continue Reading „66. Literaturpreis“
Heute vor 50 Jahren starb Jean Cocteau im Alter von 74 Jahren in Milly-la-Forêt bei Paris. Cocteau arbeitete u.a. als Journalist, Zeichner, Maler, Buchillustrator, Lyriker, Dramatiker, Romancier, Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler. Mit Deutschland und der deutschen Sprache verband ihn eine besondere Beziehung. Schon durch… Continue Reading „41. Heute“
vor 300 Jahren wurde Denis Diderot geboren, der Verfasser großartiger Romane, darunter mein Favorit Jacques le Fataliste, Jakob der Fatalist (im Deutschen oft als „Jakob und sein Herr“ übersetzt), er schrieb Dramen und Essays und gab mit d’Alembert die Encyclopédie heraus. Dieses Werk ist… Continue Reading „20. Heute“
Wer sich heute nach Literaturzeitschriften umsieht, die eine strenge Poetik des sprachreflexiven Schreibens favorisieren, der muss zuallererst zur „Mütze“ greifen, zu der auf anregende Weise unberechenbaren Essay- und Poesie-Zeitschrift des Schweizer Lyrik-Editors Urs Engeler. Die Nummer 4 der „Mütze“ ist ein Wunderwerk an erzählerischer… Continue Reading „16. Mütze“
Immer, wenn Peter Handke übersetzt, will er uns auch einen Autor, den er schätzt, ins Bewusstsein bringen; es sind in einem guten Sinne «Freundschaftsdienste». Das gilt auch für Dimitri T. Analis, den 2012 verstorbenen griechischen Dichter, der französisch schrieb; Handkes Analis-Auswahl heisst «Präludium zur… Continue Reading „6. Herrlich & herrisch“
Die braven Deutschen essen vier bis fünf Butterbrote, trinken zwei große Glas Bier und zuletzt einen Schnaps. Diese Lebensweise kann den heftigsten Menschen phlegmatisch machen. Mir raubt sie alles Denken. Stendhal (18.4. 1808) Zit. nach: Cwojdrak, Günther: Poeten tischen auf. Ein kulinarischer Streifzug durch… Continue Reading „87. Essen und Denken“
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