Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Zum National Poetry Month stellt Fleda Brown, Professor emerita der University of Delaware und ehemalige poet laureate des Staates Delaware bei record-eagle.com ein Gedicht des russischen Dichters Ossip Mandelstam vor: Alone I stare into the frost’s white face. It’s going nowhere, and I —… Continue Reading „55. From Nowhere“
Seit meiner Kindheit kenne ich dieses wunderbare Gedicht von Daniil Charms: Ein Mann mit Säckchen und mit Stock / trat einmal aus dem Haus / und in die Wolt / und in die Wult / und in die Welt hinaus. So beginnt es in… Continue Reading „54. In die Wult“
Die russische Lyrikerin Jelena Schwarz, ein Star der Untergrund-Avantgarde in der Sowjetunion, ist im Alter von 61 Jahren in St. Petersburg gestorben, meldet Die Berliner Literaturkritik, 15.3.
… aber es gibt Menschen, die sagen, die „Neue Zürcher Zeitung“ war früher einmal besser. Ich glaube das nicht und kann es auch beweisen: „Über den Asphalt / läuft ein Bach. Früher / hätte ich gesagt: So läuft das Leben. / Sag ich heut… Continue Reading „80. Man glaubt es nicht,“
Ein israelischer Roman aus dem Hebräischen und ein russischer Lyrikband haben den amerikanischen Preis für die beste Übersetzung gewonnen. Der Preis wurde vor 3 Jahren von „Three Percent“ gegründet, einer Gruppe, die das Übersetzen fördern will, teilte die University of Rochester in New York… Continue Reading „65. Die Russische Version“
SZ sprach mit dem Bassisten Yorck Felix Speer, „Enkel von Hitlers Lieblingsarchitekten und zwischenzeitlichem Rüstungsminister Albert Speer“, und mit dem Dirigenten Enoch zu Guttenberg, dessen Großvater im Widerstand gegen Hitler hingerichtet wurde. Beide haben zusammen Schostakowitschs 13. Symphonie „Babi Jar“ nach Gedichten von Jewgenij Jewtuschenko… Continue Reading „185. Babi Jar“
Jehuda Halevi ist vor allem als Dichter bekannt, eine der Leuchtgestalten des sogenannten Goldenen Zeitalters des jüdischen Spanien im 11. und 12. Jahrhundert. Aber wenn man Hillel Halkins neues Buch „Jehuda Halevi “ gelesen hat, wird klar, daß Halevi noch bedeutender ist, als seine… Continue Reading „55. Jehuda Halevi“
Von Uwe Wittstock, Die Welt 22. Januar 2010: Der große jiddische Dichter Abraham Sutzkever ist im Alter von 97 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er zählte zu den jüdischen Schriftstellern des 20.Jahrhunderts, deren Leben durch Vertreibung und Verfolgung in kaum vorstellbarem Maße gezeichnet war… Continue Reading „99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever“
Junge russische Literatur unter Pop-Verdacht – dass es dazu überhaupt kommen konnte, liegt fraglos vor allem an einem Autor: an Viktor Pelewin, dessen Werke seit längerem auf Deutsch vorliegen. Unvergessen ist das Gespräch seiner moribunden Kosmonauten über Pink Floyds «The Dark Side of the… Continue Reading „19. Pop à la Russe“
In der Kölner Galerie Stracke sind noch bis zum 12. Februar beispielhafte Arbeiten der in Wien geborenen, in Köln und Tel-Aviv lebenden und arbeitenden Künstlerin Andrea Morein zu sehen. Andrea Morein, Tänzerin, Regisseurin, Video- und Installationskünstlerin setzt sich in ihrem Werk „Before Poetry“ mit… Continue Reading „12. Wort-Schwärzungen“
Was hilft die Versicherung, Puschkins „Onegin“ gehöre zu den schönsten Werken der Weltliteratur, wenn es sich um eine 200 Seiten lange Dichtung in Versen handelt? Von Erzählungen erwartet man heute Prosa, Verse nur von kurzen Gedichten. Diese strikte Aufteilung macht es einem Versroman in… Continue Reading „182. Versroman“
In keines seiner grossen Erzählwerke hat Vladimir Nabokov so viel Arbeitszeit investiert wie in die Übersetzung, Annotation und Exegese von Alexander Puschkins Versroman «Eugen Onegin» (1823 bis 1830). Fast ein Jahrzehnt nahmen ab 1948 seine diesbezüglichen Recherchen in Anspruch, und weitere Jahre vergingen mit… Continue Reading „172. Nabokov als Puschkinist“
Am Freitag, dem 11. Dezember, liest Olga Martynova in Frankfurt/M. aus ihrem neuen Gedichtband In der Zugluft Europas. Bezüge zu historischen und mythologischen Themen zeichnen die Lyrik Olga Martynovas aus. Sie besingt die Städte und Länder Europas und verknotet diese immer wieder mit kritischen… Continue Reading „69. Zugluft Europas“
Und als die Naturwissenschaft die Esoterik preisgab, als sie sich zumindest an der Oberfläche von der Gespensterkunde löste, zog der Okkultismus mit umso größerer Entschlossenheit in die Kunst ein. Sicherlich, August Strindberg mag ein halb verrückter Einzelgänger gewesen sein, als er im Jahr 1897… Continue Reading „2. Esoterik und Moderne“
Es hätte des Hinweises auf Kasimir Malewitsch im Anhang nicht bedurft, um mitzubekommen, dass Gennadij Ajgi nicht in ein Poesiealbum mit Puschkin oder Zwetajewa gehört. Eher in eines mit diversen Dichtern Westeuropas wie Alain Lance oder Eugenio Montale. Aber auch mit den minimalistischen Flächen… Continue Reading „155. Farbflächen, Wortfolgen“
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