Schlagwort: Dmitri Schostakowitsch

44. Dostojewskis Verse

Dass – und mit welchem Ergebnis – Dostojewski seinerseits als Gelegenheitsdichter sich betätigt hat, wird von der einschlägigen Forschung nach wie vor ignoriert. Man scheint die kleinen Gedichte übersehen zu haben, die sich da und dort in seine Prosawerke eingestreut finden und als deren…

72. Volksfeindliche Musik

Die sowjetischen Kulturfunktionäre in Moskau, der Doktrin des „Sozialistischen Realismus“ folgend, verschmähten seine Musik und bezeichneten sie als „westlichen Formalismus“ und „volksfeindlich“. Aus dem sowjetischen Komponistenverband ausgeschlossen, musste der gescheiterte Komponist fortan vom Instrumentieren von Filmmusiken und privater Unterrichtstätigkeit leben. Herschkowitz lehrte in seiner…

139. Weltunglück

Vor siebzig Jahren ermordeten SS- und Wehrmachtssoldaten wurden in der Schlucht Babij Jar mehr als 33.000 Menschen. Mittlerweile hat die Großstadt Kiew die Schlucht umschlossen. Sie ist heute ein Park. Von Katja Petrowskaja, FAZ 29.9. Ich habe nie verstanden, warum dieses Unglück immer das…

185. Babi Jar

SZ sprach mit dem Bassisten Yorck Felix Speer, „Enkel von Hitlers Lieblingsarchitekten und zwischenzeitlichem Rüstungsminister Albert Speer“, und mit dem Dirigenten Enoch zu Guttenberg, dessen Großvater im Widerstand gegen Hitler hingerichtet wurde. Beide haben zusammen Schostakowitschs 13. Symphonie „Babi Jar“ nach Gedichten von Jewgenij Jewtuschenko…

Gemeinsamer Sterbemarsch

Über die 14. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch schreibt die Berliner Morgenpost am 19.5.03: Sterben tut weh, auch schon in Gedanken. Schostakowitsch kam von ihnen gegen Ende des Lebens nicht frei. Für seine 14. und letzte Sinfonie forschte er geradezu die Weltliteratur aus, Gesinnungsbrüder im…