Kategorie: Europa

1. Pöme Euroeach*

Die Mauer fiel gerade noch rechtzeitig, um eine Westberliner Institution kennenzulernen: Die Heinebuchhandlung im Bahnhof Zoo. Ein paar Jahre später schlugen die (vorwiegend) Herren der nunmehr Deutschen Bahn zu und begradigten die Front. Statt fröhlich-anarchischer Vielfalt nun die überallgleiche Einheitsbuchhandlung. Die Einheitsparty ist tot,… Continue Reading „1. Pöme Euroeach*“

6. Unberechenbar

Kaum bemerkt von der breiteren österreichischen Öffentlichkeit hat der 1963 in Südtirol geborene Oswald Egger heuer den Peter-Huchel-Preis bekommen, die renommierteste Auszeichnung für deutschsprachige Lyrik. Der Umschlag seines neuesten Gedichtbandes nihilum album zeigt auf der Innenseite eine Wabenstruktur unregelmäßiger, in sich geschlossener Rahmen. Das… Continue Reading „6. Unberechenbar“

7. Euphorisch

Der Band versammelt ausgewählte Gedichte aus den seit langem vergriffenen Gedichtveröffentlichungen „Dich noch und“ und „Das neue Leben“ sowie eine große Zahl neuer Gedichte. „Dichtung, alle Dichtung“, schreibt Michael Donhauser, „hat ihren Grund, sofern es einen Grund gibt, in der Euphorie!“ Ob Birnbaum, Berberitze,… Continue Reading „7. Euphorisch“

9. César Vallejo, Perus Barde

Die schöne Übersetzung eines großen Dichters der Moderne meldet der Philadelphia Inquirer vom 26.8.: Was für ein Jahr war 1922. In diesem Jahr erschien T.S. Eliots Gedicht „The Waste Land“, ebenso James Joyces „Ulysses“ und  Jean Toomers „Cane“. Was auch immer man unter „Moderne“… Continue Reading „9. César Vallejo, Perus Barde“

23. Hombroich : Poesie

Vom 11. bis 15. Juli 2007 findet auf der Raketenstation Hombroich (Neuss, NRW) das erste Colloquium für Poesie statt. Elf – unter den ästhetisch interessanten und relevanten – bedeutsame deutschsprachige Lyriker und Autoren treffen sich in einem informellen Forum zu Grundlagenfragen im poetischen Tun.… Continue Reading „23. Hombroich : Poesie“

116. Vom Berliner…

Poesiefestival berichtet Gregor Dotzauer, Tagesspiegel 28.6.: Ja, dass Gedichte so frei zwischen den Sprachen hin und her wandern wie beim abendlichen „Versschmuggel“, wäre in Montréal kaum vorstellbar: vom Englischen ins Deutsche, vom Deutschen ins Französische. Eine Polyphonie, die Ken Babstock aus Toronto noch dadurch… Continue Reading „116. Vom Berliner…“

81. NAHBELL-LYRIKPREIS AN TEXTHÖLLE

AUS DEM TEXT DER GLÜCKWUNSCH-URKUNDE: „Für die außerordentlich unbestechliche Zeitgeistresistenz des permanenten Gesamtwerkprozesses unabhängig von etablierten Trends und aktuellen Stilen des Literaturbetriebes verleiht das G&GN-Institut  am 21. Juni 2007 Dr. Treznok (www.texthoelle.de/treznok.php) den 8.NAHBELLPREIS. Das Institut für Ganz & GarNix gratuliert und wünscht weiterhin alle… Continue Reading „81. NAHBELL-LYRIKPREIS AN TEXTHÖLLE“

86. „das Alphabet ist ein Knast!“

Ach, Majakowski, Chlebnikov. Charms, wer ist das? Wer noch keine eigene Sprache hat, oder den eigenen Schwurbeleien noch nicht soviel Vertrauen schenken wollte, konnte gestern „im Institut“, in der Wächterstraßenvilla neben dem amerikanischen Konsulat, vis-à-vis der Hochschule für Grafik und Buchkunst zwei gut gebauten… Continue Reading „86. „das Alphabet ist ein Knast!““

63. Die Katalanen

(genau wie die Valencianer oder Mallorquiner) sind Zweisprachler, sie gehören der spanischen ebenso wie der katalanischen Welt an. Der Katalanisch schreibende Poet Pere Gimferrer veröffentlichte seine ersten Gedichtbände auf Spanisch, Eduardo Mendoza schreibt seine Romane auf Spanisch und seine Theaterstücke auf Katalanisch, der Spanisch… Continue Reading „63. Die Katalanen“

53. Das zweite Wunder Andalusiens

Die bei uns noch kaum erschlossene Welt der großen jüdischen Dichtung des islamischen und christlichen Spanien zwischen 950 und 1492 präsentiert eine Anthologie von Peter Cole. Harold Bloom stellt sie in der New York Review ofBooks, Volume 54, Number 11 · June 28, 2007,… Continue Reading „53. Das zweite Wunder Andalusiens“

37. Klangwunder, Ausdrucksanthropologie

Thomas Poiss preist Anja Utlers jüngsten Lyrikband als Klangwunder an, das man unbedingt „laut lesen“ sollte, um es ganz genießen zu können. Wie schon in ihrem Lyrik-Debüt entfalte die Autorin eine „Anthropologie des Ausdrucks“, sie spiele mit Rhythmus, Klang und Zeichensetzung, ohne sich jedoch… Continue Reading „37. Klangwunder, Ausdrucksanthropologie“

38. Romantiker und Chronist des Untergangs

Jizchak Katzenelson wurde 1886 in Weißrußland geboren. Er lebte in Lodz und veröffentlichte schon früh – ab 1904 – seine ersten Gedichte in Warschau. Er schrieb in zwei Sprachen, Jiddisch und Hebräisch. Sehr bald wurde er auch als Prosa- und Stückeschreiber bekannt. 1910 übernahm… Continue Reading „38. Romantiker und Chronist des Untergangs“

30. Poesie graphisch – Skandinavische Lyrik auf Bodoniblättern

Im Rahmen des Festivals Nordischer Klang in Greifswald Universitätsbibliothek Greifswald Ausstellung „Poesie grafisch“ Der Schweizer Lyriker, Romancier, Verleger, Drucker, Graphiker und obsessive Lustleser Beat Brechbühl gibt seit vielen Jahren seine „Bodoniblätter“ heraus, benannt nach dem Gestalter einer Schrift, die seinen Namen trägt. Brechbühl kennt… Continue Reading „30. Poesie graphisch – Skandinavische Lyrik auf Bodoniblättern“

59. Wordsworth-Rap

10.4.2007 200 Jahre danach kann man das Gedicht über „Daffodils“ (Osterglocken) von William Wordsworth als Popvideo gerappt hören bzw. sehen. / Guardian 11.4. Hier der Anfang in beiden Fassungen: The original:   I wandered lonely as a cloud That floats on high o’er vales… Continue Reading „59. Wordsworth-Rap“

132. Armenier und Dichter

In La Rochelle gibt es nicht viele Armenier, aber die Gemeinschaft der Poeten ist gut vertreten, schreibt Rémy Prin bei Yevrobatsi („Armenier Europas, Bürger der Welt“). Vor allem gibt es «das Volk der Poeten. Für mich ist Grigor von Narek Franzose und Apollinaire Armenier… Continue Reading „132. Armenier und Dichter“