Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Bei Fixpoetry Armin Steigenberger über das neue Edit: Die Gedichte des polnischen Dichters Miron Białoszewski, übersetzt von Dagmara Kraus, frappieren. Sie wirken auf den ersten Blick simpel und sehr reduziert. STUDIUM DES SCHLÜSSELS Der Schlüssel riecht wie Nagelwasser schmeckt nach Elektrizität und als Frucht… Continue Reading „8. Edit 57“
Der Maltesische Dichterbund (Għaqda Poeti Maltin) wird praktisch bei der Vergabe staatlicher Kulturfördermittel ignoriert, beklagt die verbandseigene Zeitschrift Versi. Außerdem würdigt sie mit Fr Anastasju Cuschieri einen der bedeutendsten Dichter Maltas anläßlich seines 50. Todestages. Die Contemporary Maltese Poets Corner ist dem Dichter Charles… Continue Reading „7. Dichterbund ignoriert“
Woche der altgriechischen Poesie in L&Poe 2.-8.4. Satyr mit Kantharos und Lyra. Tondo eines Attisch-rotfigurigen Kylix, 460-450 v. Chr. Aus Vulci. (Wikimedia Commons) Von Dirk Uwe Hansen (Greifswald) Ephesus ist eine Stadt, die sowohl in der Woche der türkischen wie der griechische Poesie erwähnt… Continue Reading „6. Double entendre“
Jemand den gleichen? Für das letzte Schild an einem Pfeiler des Bürgerturmes haben sich jetzt private Spender gefunden, die sich mit einem besinnlichen Gedicht verewigt haben wollen. / hier
Denn die Parolen und Losungen der „literarischen Rowdys“, wie sie jetzt beschimpft wurden, lauteten: Zerschlagung der Kunst! Wir hauen die Natur entzwei! Um etwas Neues daraus zu machen. Die Oberiuten sind eine neue Formation revolutionärer Kunst! Wir sind Oberiuten und keine schreibenden Saisonarbeiter! Wir… Continue Reading „4. „Literarische Rowdys““
Dieser Essay widmet sich zum einen, dem literarischen Buchprogramm des 2011 von Julietta Fix in Hamburg ins Leben gerufenen FIXPOETRY.Verlags, das mich gleich mit mehreren druckfrischen Büchern vom Hocker reißt, zum anderen schallt die eine oder andere Frage hinsichtlich der Vergabe von Literaturpreisen, die… Continue Reading „3. Poesie und Preise · Und eine Reise zum FIXPOETRY.Verlag nach Hamburg“
Die Gedichte von Katharina Schultens bewegen sich mit vehementer Sicherheit, unter Zuhilfenahme von allerlei Fachsprachen, durch die Gegenwart. Was aber nicht bedeutet, dass sie in sich nicht mehrere Achsen aufweisen, um sich kreisen, durcheinanderwirbeln würden. Das Besondere ist die Perspektive, durch die Kurs gehalten… Continue Reading „1. Lyrikszene“
Der politische Artikel muss ausgewogen sein; die Gedichte der Politpoeten nehmen sich die Freiheit zur Einseitigkeit und zum politischen Appell. „Machen Sie etwas auf / eigene Gefahr bei Veranstaltungen / mit Volkscharakter, bei vorsätzlicher / oder grob fahrlässiger Berichterstattung, / bei defekten Erklärungen oder… Continue Reading „137. Politik, Lyrik und Zeichnung“
Der „Kronendichter“ Wolf Martin hört auf (für Deutsche: die Neue Kronen-Zeitung, genannt „Krone“, ist Österreichs BILD). 28 Jahre lang hatte er in dem Blatt ein tägliches Gedicht publiziert, oft zur klammheimlichen Freude mancher Leser. Die Presse zitiert: Im Jahr 1994 wählte er etwa den… Continue Reading „136. Kronendichters letztes“
Diese Gedichte geben vor, Geschichten zu erzählen, aber diese Geschichten lassen durch Verkürzungen und Verknappungen alles in der Schwebe, sie siedeln in einem Zwischenraum, in dem nichts auserzählt wird, sondern alles nur im Modus der Andeutung greifbar wird. Manchmal sind es verstörende Geschichten, unheimliche… Continue Reading „135. Exerzitien und Heilandsreste“
Doch alles spricht dafür, dass sich in der aufziehenden Spotify-Simfy-Google-Ära ein pauschales Bezahlungsmodell durchsetzen wird – egal ob man das jetzt Geräteabgabe, Kultur-Flatrate oder anders nennt. Vielleicht sollten sich alle, denen es ernst ist mit der fairen Bezahlung der Künstler, noch einmal mit einem… Continue Reading „132. Bezahlungsmodell“
Das Ergebnis ist nicht eigentlich eine Biografie, sondern der durchaus halsbrecherische Versuch, die allbekannten autobiografischen Einlassungen neu zusammenzusetzen. Dabei verwandelt sich das grandiose, in sich gegründete Gebäude der «Göttlichen Komödie» in einen höchst beweglichen, sich den bald hoffnungsvollen, bald konfliktgeladenen Umständen immer wieder anschmiegenden… Continue Reading „130. Dantes instant book“
Die Neue Zürcher Zeitung lobt den Verleger Urs Engeler und weist auf sein neustes Buch hin: Als jüngste unter diesen rohen Perlen ist nun der Gedichtband «doktor zeit» des 2011 verstorbenen Lyrikers Wolfgang Schlenker erhältlich – ein Bündel kraftvoll-ruhiger Texte von eindringlicher Dezenz, die… Continue Reading „129. Doktor Zeit“
Ende 1948 wurde er wegen versuchter „Republikflucht“ verhaftet. Er blieb bis 1951 im Gefängnis und wurde anschließend in ein Arbeitslager interniert. Aichelburg erinnerte sich, dass sehr viele seiner Gedichte in der Verbannung „un-literarisch“ entstanden sind, „durch reine Gedankenarbeit“, und dass sie „sich durch tägliches… Continue Reading „128. Schattenjahre“
Rauris scheint ein kritisches Publikum zu haben: Der chinesische Literaturprofessor Wang Jiaxin – eigens aus Peking eingeflogen – las seine nicht zuletzt von deutscher Poesie inspirierte „Welt-Lyrik“ im chinesischen Original. Aber sein Publikum erreichte er auch in der deutschen Übersetzung von Autor und Chinakenner… Continue Reading „126. Mäklig“
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