Schlagwort: Sibylle Lewitscharoff

Nicht regier- und kanonisierbar

Ein 800-Seiten-Band mit den zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichten ist bereits erschienen. Ein ebenso voluminöser Band mit bislang unveröffentlichten Gedichten wird folgen, dazu zwei Erzählungsbände, einer in diesem Herbst. Nach Amanns Worten eine geradezu unfassbare Menge für eine Autorin aus bildungsfernsten Verhältnissen: „Es ist ein…

77. Kontrolliertes Außersichsein

Sibylle Lewitscharoff, für die Lavant unter den Frauen die größte Dichterin des 20. Jahrhunderts ist, hält es für gut möglich, dass die Gedichte eine doppelfädige Bedeutung haben: „Ein Versteckspiel mit scheinreligiösen Inhalten, wobei eigentlich ein sehr, sehr profanes Liebesgewitter dahintersteckt.“ Das Verdienst der Herausgeber…

22. Ansingen

Dass Literatur es vermag, die Welt zu heilen (Erlösung); dass sie einen privilegierten Zugang zu einer transzendenten Wahrheit bietet (Offenbarung) – diese beiden Grundthesen der Kulturreligion hat Sibylle Lewitscharoff keineswegs für sich allein. In Schwundstufen oder auch in nur nachgeplapperter Form findet man sie…

42. Arsch auseinander?

Der Zeitung Die Welt verdanken wir eine interessante Wendung der Lewitscharoff-Debatte. Nämlich fünf Erkenntnisse des Lesers von Welt: 1. Alfred Andersch war ein lyrischer Volksverhetzer. 2. Die Zeit ist (oder war bis mindestens 1980) ein linkes Kampfblatt, das sich nicht entblödete, Anderschs Hetze nachzudrucken….

6. Total bekloppt

In der Süddeutschen Zeitung vom 23.6. schreibt Felix Stephan über gleich zwei grundlegende Missverständnisse …, von denen die Urheberrechtsdebatte in Deutschland immer noch begleitet wird. Erstens gibt es beim Urheberrecht weder ein ‚Sie‘ noch ein ‚Wir‘, sondern lediglich eine Gesellschaft, die vor dem Hintergrund neuer…

126. Mäklig

Rauris scheint ein kritisches Publikum zu haben: Der chinesische Literaturprofessor Wang Jiaxin – eigens aus Peking eingeflogen – las seine nicht zuletzt von deutscher Poesie inspirierte „Welt-Lyrik“ im chinesischen Original. Aber sein Publikum erreichte er auch in der deutschen Übersetzung von Autor und Chinakenner…

86. Rauriser Literaturtage

Heute 19 Uhr beginnen die Rauriser Literaturtage mit der Verleihung des Rauriser Literaturpreises an Maja Haderlap. Bis Montag lesen u.a. Sibylle Lewitscharoff, Patrick Roth, Nicol Ljubić, Nora Gomringer, Christoph Ransmayr, Daniela Seel, Aleš Šteger und Juri Andruchówytsch. Auch eine Hommage an Gert Jonke steht auf dem Programm.

40. Mörike-Preis für Jan Peter Bremer, Förderpreis für Ames

Den Mörike-Preis der Stadt Fellbach 2012 erhält der in Berlin lebende Romanautor und Erzähler Jan Peter Bremer, Jahrgang 1965. Er wurde von der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff gewählt, die diesmal als Vertrauensperson fungierte. Im vergangenen Jahr erschien von Jan Peter Bremer der viel beachtete Roman…

133. Schöner preisen

Ein viel schönerer Preis könnte der Georg-Büchner-Preis sein, wenn die Akademie im jährlichen Wechsel drei unterschiedliche Preise vergeben würde. Im ersten Jahr gibt es einen Wiedergutmachungspreis, mit dem ein bisher Übersehener ans Licht geholt wird (Vorschlag: Edgar Hilsenrath, 85). Im zweiten Jahr wird gezockt,…

94. Pop- & Literaturkritiker oder Lady Gaga darf

Die Kritiker der Popmusik sind leichthändig in der Lage, ganze Traditionsketten einzelner Riffs und überaus subtile Unterscheidungen von Milieu-, Zeit- und Epochenstilen aus dem Ärmel zu schütteln. Sie kennen sich aus in den Genealogien der Sounds, der Kompositionen und der Besetzungslisten. Und so sind…

31. Wider die Abschaffung der Schreibschrift

Auch in der Schulpolitik: Leute, die nicht wissen, was sie tun, treffen Entscheidungen mit Folgen, die sie nicht abschätzen können und nicht verantworten werden. In der Welt streiten Sibylle Lewitscharoff, Jan Koneffke und Burkhard Spinnen wider die Abschaffung der Schreibschrift. Koneffke schreibt: „Verschiedenes ist…

135. Preis & Poetikprofessur für Lewitscharoff

Sibylle Lewitscharoff erhält den mit 30.000 Euro dotierten Berliner Literaturpreis 2010. Sie nimmt damit auch ihre Berufung zur Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Uni Berlin an. / Standard 26.11. Mehr: Berliner Morgenpost