Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Wellen schlagen wieder einmal hoch. Soviel Bekennermut. Was gesagt werden muß. Was man noch sagen dürfen muß. (Daran erkennt man sie ja, sie brauchen eine Erlaubnis.) Und dann lacht er uns noch aus. Da, schon wieder! Abwechselnd bei Springer, typisch! und den Linksradikalen:… Continue Reading „25. Schon wieder“
Zum Ende des Jahres fanden Kühn und Lux dann eine Investorin, die vorerst ungenannt bleiben will. Aus der auf Christian Lux eingetragenen Personengesellschaft wird noch im Laufe dieses Monats eine GmbH, jeder der zukünftig drei Gesellschafter hält dann ein Drittel der Anteile, Kühn und… Continue Reading „23. Hochrisikounternehmen“
In der Tageszeitung junge Welt Kai Pohls „große Literaturzeitschriftenrundschau“. Darin u.a.: Edit Kompliziert wird der Spaß im Ecopoetics genannten einzigen Lyrikteil des Heftes. Hier sinniert Forrest Gander über die müßige Frage, ob Dichtung ökologisch sein kann, und Anja Utler stolpert über poetisch-ökologische Aufbruchskanten. Schön,… Continue Reading „22. Bemühte Naturlyrik u.a. Schätze“
Der Basler Lyrikpreis wird jährlich vom Verein Internationales Lyrikfestival Basel verliehen. Er zeichnet ein Werk aus, das die zeitgenössische Lyrik mit neuen Impulsen bereichert und mit Konsequenz und Originalität sowie einem hohen formalen und ästhetischen Anspruch überzeugt. Der Basler Lyrikpreis ist mit Fr. 10’000… Continue Reading „21. Basler Lyrikpreis an Elisabeth Wandeler-Deck“
die Maschine setzt an zur Landung, die Erwartungen steigen – was auf uns zukommt, was nicht: eintreffen wird, was verborgen in uns schon steckt, wir müssen es nur entfalten Hansjürgen Bulkowski
Heute vor 550 Jahren wurde François Villon aus Paris verbannt. Kein Poet vor François Villon hatte so selbstbewusst „Ich“ gesagt. Das macht ihn zum ersten modernen Dichter an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Seine Verse sind erhalten, doch er selbst hat nur wenige… Continue Reading „17. Vor 550 Jahren“
Denn hier spricht ein Klassiker, noch wenn im Hintergrund seiner Texte der Feuerschein des nordirischen Bürgerkriegs flackert, noch wenn gleich die ersten Zeilen im Band ironisch die Fallhöhe aus dem Ideellen – gefasst im Anklang an den berühmten Chor aus Sophokles‘ «Antigone» – ins… Continue Reading „16. Prinzip der Gießkanne“
Verfolgt man das endlose Gerede in Medien und Blogs und an den Stammtischen, mag man schon irre werden am Menschen und der Möglichkeit des Gesprächs, das wir seit Hölderlin* sind. Verwirrte Lehre zu verwirrtem Handeln, so faßte schon Goethe zusammen. In der Tat, mancher… Continue Reading „15. Quellenarbeit“
Die Kontroverse zwischen den Siebenbürger Schriftstellern Hans Bergel und Eginald Schlattner teilt seit Jahrzehnten ein Publikum, das in diesem aussergewöhnlichen Konflikt fast immer eindeutig Partei ist. Es ist einer der markantesten Fälle von moralischer Aufladung eines historischen Geschehens, das seinen Ausgangspunkt vor über fünfzig… Continue Reading „13. Empathie und Akten“
Es wispert, flüstert, scherzt, erörtert und schwatzt in ihren Versen, als wollte sie Seite für Seite das Wort Leonid Lipawskis, eines ihrer Gewährsmänner aus der Petersburger Moderne, einlösen. Sie zitiert es gern: «Wie schön ist ein uneigennütziges Gespräch. Zwei Göttinnen stehen hinter den Redenden:… Continue Reading „10. Gespräch“
In Luc Bondys Gedichten stehen die Dinge manchmal auf dem Kopf. Wenn hier jemand frühmorgens in seinem Zimmer einen Fussel schluckt, fängt er nicht etwa an zu husten, sondern macht eine eigentümliche Erfahrung: ‚Es waren Glücksfäden, / sie verstrickten sich in meiner Kehle, /… Continue Reading „9. Wie Troglodytennester“
Ab 1946 lebte Rose Ausländer wieder in New York. Neue Gedichte schrieb sie in englischer Sprache, so verhasst war ihr alles Deutsche geworden. 1956 gelang es ihrer Dichterkollegin Marianne Moore, sie zu überzeugen, wieder in ihrer Muttersprache zu schreiben. Die Begegnung mit Paul Celan… Continue Reading „8. Rose Ausländer aus Czernowitz“
Spiritualität (Sorin Cerin) 1460. In einer kranken und gescheiterten Gesellschaft wird aus Spiritualität ein Ödipuskomplex.* Aus: Wisdom Collection (2009). Englische Übersetzung bei archive.org. Die Sammlung umfaßt 7012 Aphorismen in 6 Büchern. Sorin Cerlin ist ein rumänischer Philosoph und Autor von Aphorismen, Essays, Romanen und… Continue Reading „7. Spiritualität und Gesundheit“
Atanas Daltschew (1904-1978) Der Reim ist keine äußere Verzierung, sondern ein organischer Bestandteil des Verses. Hat er einmal Eingang in ihn gefunden, bestimmt und verändert er seinerseits alle anderen Elemente, einschließlich des Inhalts. Das Denken in Reimen ist ein Denken mit den vier, fünf… Continue Reading „6. Der Reim (Daltschew)“
Eine der zumindest in Deutschland verkanntesten Eigenschaften des Reims drückt der bulgarische Dichter Atanas Daltschew so aus: „Der Reim ist auch ein Element des Humors.“ Hätte Günter Grass, der das hier noch wußte, seine politischen Gedichte gereimt, wären sie weniger bierernst-bärbeißig dahergekommen. Ob Ulf… Continue Reading „5. Gereimt“
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