Kategorie: Deutschland

51. Suchbewegung

Der einst als «Ulysses aus Charlottenburg» umjubelte Dichter besichtigt in seinen späten, zu Lebzeiten nie veröffentlichten Gedichten den Rest seiner künstlerischen Existenz. Das Resultat dieser poetischen Selbsterkundung sind bewegende, tief anrührende Gedichte eines Mannes, dem die Welt zerbrach. So verläuft die Suchbewegung des Einsamen… Continue Reading „51. Suchbewegung“

49. Prosa-Erregung

Die „kreisende“ Prosa-Erregung der Else Lasker-Schüler gebiert zahlreiche kuriose, erstaunliche, anrührende und irritierende Lesestücke der einzigartigen Dichterin, die wir hier als streitbaren „Prinz Jussuf von Theben“ kennen lernen. / Wolfram Schütte, DLF Else Lasker-Schüler: „Die kreisende Weltfabrik. Berliner Ansichten und Porträts.“ Herausgegeben und mit einem… Continue Reading „49. Prosa-Erregung“

46. Abschied

Am 26. Juli 2013 starb in seiner Wahlheimat Berlin 77-jährig der Lyriker Rolf Haufs. Auf dem Friedhof Pankow III an der Hermann-Hesse-Straße wurde er am Mittwoch, den 7. August, beerdigt. In Gestalt von Friedrich Christian Delius und Richard Pietraß verabschiedeten sich jeweils ein Kollege… Continue Reading „46. Abschied“

45. Helga M. Novak

Als Helga M. Novaks Erstling verzeichnen Literaturlexika den Gedichtband „Ballade von der reisenden Anna“, 1965 erschienen bei Luchterhand in Neuwied. Ein Debüt in diesem Verlag war damals – neun Jahre nach dem dortigen Debüt von Günter Grass – ein Entreebillett in die Literatur der… Continue Reading „45. Helga M. Novak“

43. Die Illusion vom Schlüsselbein

Einen Schwerpunkt seines nunmehr achten großen Gedichtbandes bilden drei rauschhafte Sonettenkränze, die die alte Gattung zu ihren Urgründen zurückführen und sie zugleich mit dem Stempel lasziver Gegenwärtigkeit versehen. Durch die Zeilen geistert Liebe und Erotik in extravaganten Bildern. Nur die strengen Formgesetze des Sonetts… Continue Reading „43. Die Illusion vom Schlüsselbein“

42. Und eine von 1966

Zufallsfund (?) von F. K. aus Berlin:

40. Poetopie

wach bleiben morgen Nacht – wenn Meteoriten ihre wortlose Botschaft in den Himmel schreiben Hansjürgen Bulkowski

38. Grob

GROB Von hundert germanisten liebt die dichtung einer Berufen ist zum germanisten außer diesem keiner Interpretationshilfe Außer diesem einen mag der autor keinen von Reiner Kunze erschienen in: Reiner Kunze, auf eigene hoffnung (1981)

37. Stadtschreiber

Der aktuelle Hausacher Stadtschreiber Dominik Dombrowski wird heute [30.7.] um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses seine Antrittslesung halten. Der Schwarzwälder Bote hat dem Lyriker im Hausacher Molerhiisli einen Schreibtischbesuch abgestattet. Eine Libelle manövriert über den entlaubten Tümpel vor dem Molerhiisli. Zwei Bücher, „Code… Continue Reading „37. Stadtschreiber“

35. Reiner Kunze 80

1 Quer durch Deutschland führen ihn seine Lesereisen, und so still es im Feuilleton um den Georg-Büchner-Preis-Träger des Jahres 1977 in den vergangenen Jahren auch geworden sein mag, so sehr zählt er nach wie vor zu den ganz wenigen Lyrikern deutscher Sprache, die Säle… Continue Reading „35. Reiner Kunze 80“

34. Wortart

Das Wortart-Ensemble, welches am Dienstagabend in der ausverkauften Klosterkirche Reichenbach zu hören war, ließ eine Vielzahl zeitgenössischer Dichter zu Wort kommen, unter anderen Wolf Wondratschek, Eva Strittmatter, Nora Gomringer. Ausgewählte Texte dieser Poeten stellten die Basis für die Vertonungen durch die fünf im Jazzgesang… Continue Reading „34. Wortart“

32. Rheinlied

An den Ufern der Wurm dichtete Nikolaus Becker das Lied „vom freien deutschen Rhein“. Sein „Rheinlied“, das 1841 veröffentlicht wurde, ging wie ein Lauffeuer durch ganz Deutschland. Reichskanzler Otto von Bismarck lobte den Verfasser ebenso wie König Ludwig I. von Bayern für sein Werk.… Continue Reading „32. Rheinlied“

31. Konstantin Wecker

Die wachen Augen blitzen, suchen direkten Kontakt zu den Menschen, die ihm gegenüber Platz genommen haben. Es sind die Augen eines Menschen, der bei sich geblieben ist. Einer, der glaubhaft vom Glück spricht, mit dem sein Geld verdienen zu können, das er am meisten… Continue Reading „31. Konstantin Wecker“

26. Gehen und Stehen

Aus dem Gehen neben jemandem, in den heimlich man verliebt ist, kann bei Hefter durch ein neues Arrangement unversehens das Gehen zweier Betrunkener werden. Wobei in diesem Fall die Ähnlichkeit der beiden Ereignisse gar nicht so überraschend ist. gehen betrunken, zu zweit, nachts eine… Continue Reading „26. Gehen und Stehen“

25. Zwischen Hölderlin und Blumfeld

Der Niedergang dieser beiden einst heiligen Kühe einer Elite, der Lyrik (die heute vor allem in Poetry Slams und deutschsprachigem Pop neue Impulse erfährt) und der Neuen Musik, mag letztlich seinen Ursprung in soziologischen Veränderungen, dem Verschwinden des Bürgertums, haben. Nichtsdestotrotz gibt es so… Continue Reading „25. Zwischen Hölderlin und Blumfeld“