Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Mit Dagmar Nick zeichnet die Bayerische Akademie der Schönen Künste eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des Zeitraums nach 1945 aus. Der mit 10 000 Euro dotierte Horst-Bienek-Preis für Lyrik würdigt das umfangreiche Gesamtwerk der Dichterin. Am Dienstag (15. Dezember, 19.00 Uhr) wird Nick die… Continue Reading „103. Horst-Bienek-Preis für Dagmar Nick – Auszeichnung für Lyrik Kabinett“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 4 Unübersetzbar – Die gelenkige Sprache das Englische Strike, churl; hurl, cheerless wind, then; haltering hail May’s beauty massacre and wisped wild cloud grow Out on the giant air; tell Summer No, Bid joy back, have at the harvest, keep… Continue Reading „101. Lyrikstationen 2009 (4)“
„Doch gut ist ein Gespräch und zu sagen/Des Herzens Meinung“, schreibt Friedrich Hölderlin in seinem Gedicht „Andenken“, das mit der bekannten Zeile endet „Was bleibet aber, stiften die Dichter“. Der Leiter der Volkshochschule Hartmut Boger hat sich mit dem eben von ihm durchgeführten Einabendseminar… Continue Reading „99. Hölderlin im Blut“
Gedichte, Prosa, Hörspiele, Kinderbücher, unzählige Werke hat Friederike Mayröcker in ihrem Leben verfasst und dafür angesehene Preise erhalten. Sie sei mit Mitte 80 die jüngste Dichterin, meinen Autoren, die aus ihrem Werk Anreize für eigene Sprachbilder schöpfen. Mit 15 Jahren schreibt sie ihr erstes… Continue Reading „98. „Immer schon bin ich unzeitgemäß““
Der rumänien-deutsche Lyriker Werner Söllner lieferte 1971 bis 1974 „Expertisen“ für den rumänischen Geheimdienst Securitate. Danach sagte er sich los und wurde zum Beobachtungsobjekt. Seit 1982 lebt er in der Bundesrepublik. Vor einer Woche gab er auf einer Konferenz in München, auf der sich… Continue Reading „94. Der Akte sei Dank“
Das Heilige ist noch immer, was es einmal war: ein von Menschen geschaffenes Mysterium, das Physischem metaphysische Bedeutung verleiht. So ließe sich die beruhigende Seite dessen zusammenfassen, was der österreichische Dichter Raoul Schrott im Renaissance-Theater vortrug. Im Rahmen der Berliner Lektionen als „poeta doctus“,… Continue Reading „93. Das Heilige“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer Scylla und Charybdis – Im Salinenland Was soll ein Vers, der keine Zumutung ist? fragt Christoph Meckel noch einmal, während ich mich in Katrin Marie Mertens Salinenland aufhalte. Beseelt von Friederike Mayröcker (dieses lichtblaue Paradies im offenen Fenster) und Gerard… Continue Reading „92. Lyrikstationen 2009 (3)“
Sie arbeiten an Gedichten? Jetzt nicht mehr. Ich habe im März damit angefangen, da hat mich mit einem Mal die Gedichtwut gepackt – aber im Oktober ist sie genauso plötzlich wieder erloschen. Ich hatte keinerlei Erfahrungen mit Lyrik – wenn man von ein paar… Continue Reading „91. Ohne Absicht“
Ehe keine Kopie der (handschriftlichen?) Originalberichte von Werner Söllner vorliegt, lässt sich nicht darüber urteilen, ob er jemandem zum Schaden oder (wie offenbar im Fall des Klausenburger Germanisten Michael Markel) zu dessen Gunsten berichtet hat. Ich weigere mich allerdings zu glauben, dass er ein… Continue Reading „89. IM und Spitzel?“
Ohne eine Zeile, die überraschend den Verstand durchzuckt und etwas aufblitzen lässt, das man so bisher nie zu sehen wagte, braucht man mit dem Lesen von Gedichten gar nicht erst anzufangen. Das gilt für Hölderlin wie für Gottfried Benn, aber auch für einen jungen… Continue Reading „88. Lesehilfe“
Sein 900. Jubiläumsgedicht „ÜBERKRAFT (-HEINE HEFTIG-)“ vom 2.5.1997 als metavirtueller Anti-Poetryclip „Diese Enge des Vokabulars ließ offensichtlich bestimmte Aspekte der historischen, psychologischen und philosophischen Realität außer acht; da diese Aspekte an sich aber nicht feststanden und eher dem dumpfen Unbehagen im Bewußtsein der Massen… Continue Reading „87. De Toys singt „Happy Birthday Heinrich Heine““
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 2 Achterbahnfahrt – Schwingen des Staunens To find a form that accommodates the mess, that is the task of the artist now‘ Samuel Beckett (1) bzw. seht nur diesen text! wie er einmal angestoßen wächst. und wächst. hält augenblicklich folgendes… Continue Reading „86. Lyrikstationen 2009 (2)“
Aber die Berühmte ist nicht nur unbekannt, weil die Wellen der Geschichte über sie hinweggegangen sind; oder weil sie Jüdin war, die Hitler gleich zweimal verjagte, als verrückte Künstlerin und als Feindin des Volkes. Else Lasker-Schüler hat gelebt wie niemand vor und niemand nach… Continue Reading „85. „Sie gehörte zu niemand““
Sie zählt zu den am höchsten dekorierten Protagonistinnen und Protagonisten der österreichischen Gegenwartsliteratur, genießt mit ihrem ebenso umfangreichen wie eigenwilligen Lyrik- und Prosa- Werk höchstes Ansehen in der Fachwelt und ist mit ihrer schwarz verhüllten Gestalt und ihrer zettelübersäten Wohnung, in der sie aus… Continue Reading „84. Mayröcker: Aquarell und Skulptur“
schließlich große lyrik im kleinen kreis beigesetzt: wörter trugen sie kein leser hat sie begleitet Andreas Noga
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