Kategorie: Deutsch

167. Pop-Poet Jochen Distelmeyer über seine öffentliche Resonanz, Gesellschaftskritik an sich und das künstlerische Ich

Jochen Distelmeyer, ehemals Kopf von „Blumfeld“, der gewiss nicht erfolgreichsten, aber wohl einflussreichsten deutschen Bands der post-89 Jahre, gilt als „der“ Pop-Poet unter Deutschlands Songschreibern. Ohne seine Lyrik und seine Band „Blumfeld“, die ihren Namen einer Kurzgeschichte Franz Kafkas aus dem Jahr 1915 über… Continue Reading „167. Pop-Poet Jochen Distelmeyer über seine öffentliche Resonanz, Gesellschaftskritik an sich und das künstlerische Ich“

161. Alfred Kerr, Entdecker

Bald jedoch wurde Kerr zum leidenschaftlichen Entdecker und Förderer: „Er hat beispielsweise sich mit Robert Musil hingesetzt, ist mit ihm jede Zeile des „Törleß“ durchgegangen, hat ihm einen Verlag gesucht, und dann eine sehr wichtige Musil-Kritik im „Tag“ geliefert, 1906. Er hat auf die… Continue Reading „161. Alfred Kerr, Entdecker“

160. Weihnukka

Wenn man versucht vorurteilslos und ohne Vorbehalte „White Christmas“ noch einmal anzuhören, dann fällt doch der eher nachdenkliche Grundton auf. Der Judaist Irving Saposnik hat unter dem Titel „I’m dreaming of a Jewish Christmas“ einen ganzen Aufsatz geschrieben über „Jüdische Weihnachten mit Irving und… Continue Reading „160. Weihnukka“

159. Bibel – korrekter und poetischer

Der 82jährige kalifornische Lyriker und Übersetzer Willis Barnstone hat ein neues Buch veröffentlicht: „The Restored New Testament – A New Translation With Commentary, Including the Gnostic Gospels Thomas, Mary, and Judas“ (Norton, 1,485 pages, $49.95). Darin versucht er Lyrik und Mystik der Geschichte von… Continue Reading „159. Bibel – korrekter und poetischer“

157. Rilkes Mama

Der Poet ist nach Goethe der meistgelesene deutschsprachige Dichter weltweit. Aber es gibt auch Leser, die von ihm weniger begeistert sind und seine Lyrik als zu weltentrückt, fast schon kitschig und eine Spur zu esoterisch empfinden. So nannte ihn Thomas Mann einen „österreichischen Snob,… Continue Reading „157. Rilkes Mama“

156. Rilkes Eigensinn

Obwohl Rilke zu Lebzeiten eine Randfigur war [? MG], wird sein lyrischer Eigensinn in unserer postromantischen Zeit geschätzt; eine kleine Gruppe von Kennern lobte ihn damals, während er heute geliebt wird.* Sonette an Orpheus, Duineser Elegien, sein einziger Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids… Continue Reading „156. Rilkes Eigensinn“

153. Stillste Nacht

Milena Oda, geboren 1975, lebt in Berlin und schreibt Prosa, Theaterstücke, Lyrik und Essays. 2002 wurde sie für den Literaturwettbewerb Open Mike in Berlin und 2007 für den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt nominiert. 2007 erschien im Verlag BUCHENpresse das Kunstbuch »Piquadrat«. 2009 wurde in Alexandria/Ägypten… Continue Reading „153. Stillste Nacht“

152. Stille Nacht

Das Jahr 1816 nannten sie das Jahr ohne Sommer. Ungewöhnlich kalt ist es. Selbst im Juni noch schneit es hinunter bis ins Flachland. Am schlimmsten betroffen davon ist Mitteleuropa. Ernten fallen aus. Millionen leiden an Hunger. Zehntausende sterben. Und das in einer Zeit, in… Continue Reading „152. Stille Nacht“

150. Bewußtseinsgenie und Intuitionist

Goethe war klar, dass Schiller ein ganz anderer Typus war, einer, der sehr stark vom Intellekt, von dem Bewusstseinskonzept und von der Reflexion her kommt. Er war ein im hohen Masse absichtsvoller Poet; das wusste Goethe. Eigentlich schätzte er so etwas nicht. Aber im… Continue Reading „150. Bewußtseinsgenie und Intuitionist“

149. Kleine Wunder

Manchmal beginnt der Tag der Dichterin «schlurfend». Die Worte liegen zäh im Mund, und es regt sich die Angst, nie mehr etwas schreiben zu wollen. Dann aber kann schon ein Lächeln im Café genügen – und alles brennt lichterloh. Die «wallende Seele (Brust)» und… Continue Reading „149. Kleine Wunder“

147. Volker Sielaff

Der 1966 in der Lausitz geborene Volker Sielaff, der seit vielen Jahren in Zeitungen und Zeitschriften präsent ist, agiert viel zu zurückhaltend und unspektakulär, um in einem auf starke Oberflächenreize fokussierten Literaturbetrieb aufzufallen. Die diskrete Erkundung dessen, was wir als Existenz erfahren – das… Continue Reading „147. Volker Sielaff“

146. Phrasenkunde

Vom verseschmiedenden Bau-Mafioso Branimir Dukic über die an Albaniens Küste lebende „Alliterationslautlyrikerin“ Amelie Berisha Schmöll („Weltenraum XII: L“) bis zum „dichtenden Steiger“ Erwin Günter Katschulski genannt „Pommes“ („Komm mich nich mit die da oben …“) reichen die Steilvorlagen, die von Doppelgängern prominenter Vertreter des… Continue Reading „146. Phrasenkunde“

143. Kritikkritik

Rezension der Anthologie „Der gelbe Akrobat“ von Werner Friebel auf literaturkritik.de. Zur Feier des (kürzesten) Tages hier mal ein paar Abschnitte mit Anmerkungen von mir (rot). So schlecht kann heutzutage die Zeit für Gedichte in der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht sein, wenn sogar Bundespräsident… Continue Reading „143. Kritikkritik“

142. Hinweis

Während der Zeit der Veröffentlichung der „Lyrikstationen 2009“ in der Lyrikzeitung hat Theo Breuer weiter an Sprache und Layout  des Texts gearbeitet, so daß der Essay, der nun als Ganzes und mit vielen farbigen Abbildungen angereichert im Poetenladen (http://www.poetenladen.de/) zu lesen ist, sich von… Continue Reading „142. Hinweis“

141. „Nur oben brennt das Ministerium“. Neue Ror-Wolf-Ausgabe

„Unklarheit“ ist ein Stichwort in Raoul Tranchirers „Enzyklopädie für den unerschrockenen Leser“, ein gewiss existenzielles Problem: „Unter den Menschen herrscht eine beklagenswerte Unklarheit über die Verhältnisse“, heißt es da. Der Enzyklopädist will dem abhelfen und uns die Welt erklären, mit seinen Kollegen Wobser und… Continue Reading „141. „Nur oben brennt das Ministerium“. Neue Ror-Wolf-Ausgabe“