Schlagwort: Mea: Wortfest

21. Rain Event One

Flüstere solange bis es regnet. Aus: Jerome Rothenberg, Harris Lenowitz (Ed.): Exiled in the Word: Poems & Other Visions of the Jews from Tribal Times to Present. With Commentaries by Jerome Rothenberg. Port Townsend, Washington: Copper Canyon Press, 1989, S. 247 Verschiedene Quellen, z.B.: The… Continue Reading „21. Rain Event One“

20. Word Events

Lies einen Vers. Lies jedes Wort rückwärts. Lies den ganzen Vers rückwärts. Aus einer Beschreibung in J. Trachtenberg, Jewish Magic and Superstition. New York: Atheneum, 1939, 1970, p. 111. Gefunden in: Jerome Rothenberg, Harris Lenowitz (Ed.): Exiled in the Word: Poems & Other Visions… Continue Reading „20. Word Events“

105. Grün übersetzen

NOTA IMPORTANTE El uso de traducciones automáticas suele dar resultados inesperados. Wichtiger Hinweis:  Die Benutzung automatischer Übersetzung kann zu unerwarteten Ergebnissen führen sagt eine Seite, die ein Gedicht von Federico García Lorca als Songtext veröffentlicht: Verde que te quiero verde verde viento verdes ramas el… Continue Reading „105. Grün übersetzen“

67. Prüfen und Aufbrechen

Das Gedicht natürlich. Einzelgedicht, Zyklus, Buch, Reihe. Aber manchmal sind es kleinere Einheiten. Das Konzept Haltbare Zeilen verdanke ich einem Gedicht von Rainer Kirsch. „O flaumenleichte Zeit der dunklen Frühe“. „Wer Ohren hat zu sehen der wird schmecken.“ Die Zeile (oder ein Teil davon)… Continue Reading „67. Prüfen und Aufbrechen“

17. Kannibalen

Joachim Ringelnatz Silvester bei den Kannibalen Am Silvesterabend setzen Sich die nackten Menschenfresser Um ein Feuer, und sie wetzen Zähneklappernd lange Messer. Trinken dabei – das schmeckt sehr gut – Bambus-Soda mit Menschenblut. Dann werden aus einem tiefen Schacht Die eingefangenen Kinder gebracht Und… Continue Reading „17. Kannibalen“

88. Ungestützte Behauptungen

Angelika Janz Ungestützte Behauptungen (Über die Angstfreundschaft) Sind Romanciers in der Recherche, die Essayisten auf Retorte, sind Prosaisten trüber Witze (ohne Worte), die Dichteschreiber: sonders blaß, wenn Krieg ist? Je mehr die Panikhitze die Gerüchtetreiber stimmt, sind rühriger die Lüricker. Politikker, die sind nun… Continue Reading „88. Ungestützte Behauptungen“

33. Umstürzende Omnibusse

Die Ahnung von „Weltende“ (so der Titel des berühmten Gedichts von Jakob van Hoddis), von Weltzerschleuderung, mit sprachlicher Zerschleuderung im Gefolge, muss damals die Köpfe dieser Dichter besetzt und für Hochdruck gesorgt haben. Doch wer verdüstert uns den Himmelsklumpen so dramatisch wie Lichtenstein? Wer… Continue Reading „33. Umstürzende Omnibusse“

84. Dreimal Dickinson

Emily Dickinson 386 Answer July – Where is the Bee – Where is the Blush – Where is the Hay? Ah, said July – Where is the Seed – Where is the Bud – Where is the May – Answer Thee – Me – … Continue Reading „84. Dreimal Dickinson“

18. Francis Picabia: 4 Fragmente und 3 Texte

Ich brauchte DADA, und siehe, es war da, da. Im Buchladen der National Gallery in Washington fand ich einen dicken Band: I am a beautiful monster. Poetry, Prose, and provocation. Francis Picabia. Translated by Marc Lowenthal. Cambridge / Mass. u.a.: The MIT Press, 2007.… Continue Reading „18. Francis Picabia: 4 Fragmente und 3 Texte“

98. Warum?

Als ob die Frage neu wär. Die Trennung der Dichtung von ihrer mythischen Funktion, passierte das nicht bei den Griechen vor 2500 Jahren? Erfanden die nicht deshalb Literatur und Wissenschaft? Gottfried Benn jedenfalls hat es nicht so mit der Sonderstellung der Lyrik, er fragt:… Continue Reading „98. Warum?“

92. Kolf aus Braşov

Elke Erb Erdbeben Das (gestern Nacht, als es hier stürmte, Natur sprach, die strenge draußen, die mir gefiel, eine Strenge spielte–) Erdbeben in ganz Europa ließ Hochhäuser einstürzen in Bukarest. „In der Innenstadt, im Zentrum.“ „Und in Braşov, wo Kolf wohnt.“ „Kolf, welcher Kolf?“… Continue Reading „92. Kolf aus Braşov“

81. Der lebt

An Viktor Wladimirowitsch Chlebnikow Ein Bein über das andre hebt im Sitzen Welimir. Der lebt. (1916) Aus: Daniil Charms, Sieben Zehntel eines Kopfs. Gedichte. Übersetzt und hrsg. v. Alexander Nitzberg. Berlin: Galiani 2010, S. 55 Peter Urban übersetzt: Ein Bein übers andre gelegt Sitzt Velimir.… Continue Reading „81. Der lebt“

71. Dem Libanon

Georg Kulka | Dem Libanon   Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden, Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne. Knatternd, als man die Seide zerbrach. O du hellhöriger höllhärener Morgen! Der Tag blieb dir im Munde stecken. Aber die Wolken poltern sich… Continue Reading „71. Dem Libanon“

105. Germanisten

Das ist zwar konkrete Poesie, hats aber doch in sich. Aus gegebenem Anlaß fiel mir ein Anagrammgedicht von Kurt Mautz wieder ein. „germanisten nisten mager“… (Mag auch über alternde Literaten Auskunft geben.) Was es nicht ist: Es ist kein Lautgedicht. Es ist nicht assoziations-… Continue Reading „105. Germanisten“

115. Gedicht des Tages aus Samoa

The Samoan has many different kinds of poetical compositions. Metre is altogether unknown, but the best kinds of poetry are in rhyme. They are mostly responsive, each verse being commenced by a few persons, and this is called the usu; the remaining half being… Continue Reading „115. Gedicht des Tages aus Samoa“