105. Germanisten

Das ist zwar konkrete Poesie, hats aber doch in sich. Aus gegebenem Anlaß fiel mir ein Anagrammgedicht von Kurt Mautz wieder ein. „germanisten nisten mager“… (Mag auch über alternde Literaten Auskunft geben.)

Was es nicht ist: Es ist kein Lautgedicht. Es ist nicht assoziations- noch referenzfrei. Auch nicht abstrakt. Es ist konkret ein Anagramm auf das Wort im Titel. Es ist für jeden verständlich. Außer vielleicht für verbildete Germanisten.


Germanisten

germanisten
nistenmager

manistgerne
nistgermane

sagterminne
meintersang

sternmagien
stangenreim

rastimengen
arminsegnet

amensingter
geistermann

samegerinnt
imargennest

nagermisten
greinenmast

grastmeinen
magernstein

- Kurt Mautz, aus: Andreas Thalmayr: Das Wasserzeichen der Poesie oder Die Kunst und das Vergnügen, Gedichte zu lesen.  Nördlingen 1985 (Die Andere Bibliothek 9)

17 Comments on “105. Germanisten

    • hab ja, aus gewissen (wenn dann auch sehr einseitig praktiziert / an den tag gelegten) mitgefühlgründen meinen 3. einwurf, die angkündigte syllogistische empfehlung wegggelassen bzw. gelöscht!

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  1. Meister de Toys.
    habe nun immer wieder einige Ihrer, nennen wir es neutral, beiträge gelesen und mich – bis zu einem, immer wieder sprigenden doppelpunkt – bemüht, ihnen zu folgen; erlaube mir nun meine eindrücke in drei einwürfen festzuhalten, wenn auch der dritte dann, ein syllogismus der etwas anderen art ist, aus vielen de toyschen detonationen entstanden.

    1. ja, GRATZ KRATZT GRATZ. LAUS JUCKT, auch eine laus, die man sich in den pelz hat setzen lassen, allwo sie mit einer gewissen wärme gehegt sich entfalten durfte – je mehr sie saugt und sich aufbläht, desto stärker.
    2. wie mit jemandem reden, der mit den göttern kommuniziert, ihre botschaften empfängt und zu deuten wie zu verkünden und verbreiten weiß, also selber mindestens ein titan? sollten wir also nicht nur auf stumme dankbarkeit schalten, ob der medial intermediären dienste, die Ihr trotz allen unverständnisses, uneinsichtigkeit und ungeeignetheit uns zukommen und daran teilhaben lasst? denn uns ist nicht gegeben, im assonant assoziativen konstruktivismus zu urteilen noch in zungen zu hören.
    auch in konsensuellen bereichen 3,14ter ordnung im quadrat mühlen zu öffen und schließen und wortwasserfälle in sinnkläranlagen umzuleiten und zu stauen scheint uns auf dauer lästig und wenig ergiebig.

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  2. warum denn nicht mit lügen oder fehlern der geschichte leben?
    und wenn es sich auch eingeschliffen hat, dann soll es eben so
    sein; kann doch noch immer was drauß gemacht werden. als
    wäre es in irgendeiner form wichtig, fehler der vergangenheit
    zu beseitigen und/oder aufzuklären; wichtiger als darauß etwas
    für die gegenwart zu machen.

    ich verstehe das bedürfnis nach aufklärung, aber die attitüde
    passt leider nicht dazu. mit aussagen wie: ‚einfach alles (falsch)‘
    oder ’sollte originalquellen lesen‘ trocknet mein interesse an
    dieser thematik eher noch aus.

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  3. meine kritik an der verwechslung der begriffe abstrakt & konkret habe ich zu genüge dargestellt. wen das wirklich interessiert, ohne aggressiv-polemisch zu intervenieren, sollte originalquellen lesen. es bedarf keiner „verschwörung“: lügen schleifen sich einfach in die geschichte ein und niemand hat bock, sie zu korrigieren, weil es bereits gesellschaftliche folgeerscheinungen gibt, die als neues fundament dienen. die bodenlosigkeit war noch nie des menschens sache. (meistbenutztes wort des katholiken-in-spe hans arp: bodenlos). hier auf die schnelle 2 textauszüge, die spaß machen zu lesen, um sich in die materie objektiv einzuarbeiten. ich fänd es schade, wenn die lyrikzeitung zu einem boulevardblatt verkommt, in dem sich der herausgeber bei jeder unerwünschten kritik zu demagogischen kolumnen genötigt fühlt. „abstrakte“ (konkrete) malerei und „laut“-dichtung haben gemeinsame hintergründe, aber die ASSOZIATIONSFREIHEIT haben kandinsky und besonders malewitsch mit seinem schwarzen quadrat angestrebt, während die lautpoeten immer noch im rausch der FREIEN ASSOZIATION (das genaue gegenteil von „assoziationsfreiheit!!!) schwelgen… mit karl dem großen hat das rein garnix zu tun, mit verschwörungen auch nicht, sondern mit UNTERSCHIEDLICHEN SEELISCHEN BEDÜRFNISSEN UND ERWARTUNGEN an die kunst… genau wie die „bodenlosigkeit“ schürt auch die „bildleere“ (=wenn man buchstaben als reine buchstaben liest/hört anstatt als symbole für reale welt) traditionell eher die urängste, so daß man lieber GESCHICHTEN ERZÄHLT (= assoziationen in die laute hinein interpretiert) als sie als tatsächlich lautmalerischen selbstzweck konkret zu genießen. das ganze ist doch ein spannendes thema, daß der herr gratz vielleicht lieber einem studenten antun sollte als hier wieder persönlich rumzupöbeln und mir nachher den schwarzen peter wieder zuzuwerfen. bitte suchen sie sich zum desert vom buffet einen wortsalat aus: 1) GRATZ GRÄTZT ! 2) GRATZ GRUNZT ! 3) GRATZ GRÜNDET GRIESGRAM ! 4) GRATZ GRÖLT GRÜN ! 5) GRATZ GRATULIERT 6) GRATZENS GRÖßTES GRANULAT 7) GRATZ GRÜßT GRETA 8) GRATZ GRIEMELT 9) GRATZENS GREMIUM 10) GRATZ KRATZT AM LACK 11) GRATZ HAT KRÄTZE 12) GRATZ GLUCKST, a. IN SICH HINEIN; b. DURCH DAS WELTALL; c. BIS ZUM MORGENGRAUEN 13) GRATZ ERGRAUT ?

    Klicke, um auf jandl.pdf zuzugreifen


    (…) Lautpoesie ist ein ständiges Auslotsen menschlicher Artikulationsmittel. Sie bietet eine Grundlage für Klangkompositionen auf sprachlicher Ebene. Ihre Worte erinnern an Geräusche, die wiederum eine Geschichte erzählen. Sie erinnern an Klänge, die man im Alltag hört. Ein Glas, was zu Boden fällt, klingt überall gleich. Jeder weiss, welches Missgeschick geschehen ist. So verhält es sich auch mit der Lautpoesie. Sie benutzt Klänge und verbindet sie mit den Geräuschen, die jeder versteht. Man kann sie mit der abstrakten Malerei vergleichen. „Abstrakte Malerei bildet nicht die konkrete, sichtbare Wirklichkeit, sondern bildet abstrakte oder abstrahierte Bewegungen, Form, Farbe, Strukturen, Muster ab.“3 Der Künstler sucht nicht mehr die Wirklichkeit, sondern versucht sein Gefühlsmoment in seiner Arbeit miteinfliessen zu lassen. Diese Aussage lässt sich auf die Lautpoesie gut übertragen. Worte werden auseinander genommen und neu zusammengesetzt. Der Dichter greift auf Lautmaterialien zurück und versucht sie mit seinen Erinnerungen zu vereinbaren. Ein Beispiel dafür ist der berühmte Dichter Hugo Ball mit seinem Lautgedicht Karawane. Der Titel lenkt den Leser in eine bestimmte Richtung. Unwillkürlich erinnert ihn das Lautgedicht an eine Elefantenkarawane, die sogar im inneren Auge an ihm vorbeiziehen könnte. Jolifanto, grossiga und russula sind nur leicht verfremdete Worte der deutschen Sprache, weisen aber auf Elefanten hin. Ausdrücke wie anlogo bung und blago bung, die mit gesenkter Stimme ausgesprochen werden, erinnern am monotonen Gang der Elefanten. (…)

    http://karawa.net/content/gespraech-mit-valeri-scherstjanoi
    (…) In seiner Münchener Zeit war Ball mit Kandinsky befreundet. Kandinsky hatte zwei Bücher veröffentlicht: Eines, im Piper-Verlag, trug den deutschen Titel »Gedichte ohne Worte«, aber eigentlich hätte der Titel mit »Verse ohne Worte« übersetzt werden müssen. Hugo Ball bezeichnete seine Lautgedichte ebenfalls als »Verse ohne Worte«. Man kann also einen Einfluss vermuten. Umgekehrt weiß man nicht, ob Kandinsky in Russland von der deutschen Kunstszene erzählt hat. Aber er stand im freundlichen Kontakt mit Hugo Ball und der Züricher Dada-Szene. Kandinskys Texte waren auch ein Teil des Repertoires im Cabaret Voltaire. Man hat dort übrigens auch Leonid Andrejew vorgelesen, dazwischen haben russische Kosaken was getanzt, und ein Chor war da, es gab Texte von Tschechow, oder Musik von Skrjabin. In Zürich waren die Veranstaltungen weit gefächert. Ein Dada-Gedicht muss keineswegs ein Lautgedicht sein. Doch das deutsche Lautgedicht entstand im Dadaismus. (…) Ihm ging es um die Ekstase, darum, dass die Seele glüht, verglüht, dass man, wenn man den Text vorträgt, eine vollkommen neue Sprache erschafft, die andere Formen der Kommunikation ermöglicht. Wenn ich mir diesen Text ansehe, will ich ihn sofort lesen. Er wirkt wie ein Zungenbrecher. Ich habe ein Experiment gemacht. Ich trug diesen Text immer wieder vor. Man kann ihn flüsternd, sprechend, seufzend, hustend, pathetisch vortragen, er ist eine unglaubliche Quelle. Er ist nicht fein, nicht feingeschliffen, eher ein Rohstoff. Dieses Raue, Grobe nimmt Ball zurück, wenn er seinen Gedichten impressionistische Titel gibt: »Wolken«. Dass es »Wolken« heißt, stört mich. Jemand kann den Wolkentext vortragen, und dann hört man trotzdem eine »Totenklage«. Die Titel stören mich. Natürlich bleibt sein Verdienst, dass er den Begriff »Lautgedicht« eingeführt hat. Aber wenn Christian Morgenstern gesagt hätte, dass er »Lautgedichte« macht, dann würden wir jetzt nicht über Ball sprechen. Dabei wollte Ball gar keinen neuen Ismus beginnen, keine neue Handelsmarke wie Pepsi-Cola. Da gibt es sehr zornige Worte. Kein Wunder, dass er mit Emmy Hennings aus der Szene ausstieg. Er dachte nicht so kommerziell wie Tristan Tzara. (…)

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    • ach herrje. ja, von scherstjanoi, ball etc. habe ich schon gehört und sogar gelesen: in originalbüchern und nicht in auszügen. aber: wie debattieren mit jemand, der „bandwurmgedicht“ für eine tödliche beleidigung und „schwurbellyrik“ und „scheißgedicht“ für kritische auseinandersetzung hält? was auch immer ich sagen könnte auf deine obenstehenden sätze, könnte es bei dir ankommen? nein. also lasse ich es, und für dich wäre es auch keine schlechte idee, ein so wenig zu deinem niveau passendes forum wie meine lyrikzeitung links liegen zu lassen. ich wollte und will ein forum für viele szenen und stimmen, in das auch deine gehörte, wie ich lange dachte. aber keine detoyszeitung, das mußt du schon selber machen. ich möchte hier keine endlosen wiederholungen der immergleichen namensspielchen und pöbeleien. antworte wo immer du willst, aber verschone meine leser damit. mach maln punkt.

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  4. genau genommen handelt es sich um einen bis heute schmerzhaften jahrhundertskandal, den auch gomringer & co unter den tisch kehrten, um ihre weiterführung der LÜGE DER INKONSEQUENZ DER ANGEBLICHEN „LAUTPOESIE“ zu legitimieren. wollte man das heute nachträglich richtig stellen, käme das der abänderung der geschichtsbücher gleich, wenn es karl den großen nicht gegeben hätte. eine ganze kulturtradition würde wie ein kartenhaus einstürZEN… dazu bedürfte es einigen mutes seitens unbestechlicher germanisten!

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    • du meinst, so unbestechlich und wissenschaftlich wie diese leute, die glauben und verschwörungsgläubige glauben machen, die kirche habe im mittelalter mal eben 2einhalb jahrhunderte hinzuerfunden ohne daß es die araber merkten? du kennst meinen standpunkt dazu.

      viel sinnvoller ist es m.e. auch nicht, die ziemlich verschlungene ideen- und formengeschichte zb des letzten jahrhunderts auf eine gigantische verschwörung zu reduzieren. was man „konkrete poesie“ nannte, ist zwischen brasilien und japan ziemlich vielfältig und auf keine einzelne formel zu bringen. manches davon ist eher in der nähe „abstrakter“ kunst, wie vielleicht das was hugo ball 1917 meinte: „Der nächste Schritt für die Poesie ist, daß sie die Sprache aufgeben muß, wie die Malerei den Gegenstand aufgegeben hat, und zwar aus ähnlichen Gründen. Niemals zuvor hat es so etwas gegeben.“

      jandls „i love concrete / i love pottery / but i’m not / a concrete pot“ gehört aber bestimmt nicht dazu, und auch nicht die vorstellung „angewandter Dichtung“ u. „konkreter Lyrik“, die „so verständlich sein soll wie Anweisungen auf Flugplätzen oder Straßenverkehrszeichen“. man muß sich schon mit einzelnen künstlern, texten und positionen befassen. eine zentrale formel taugt überhaupt nichts, weder als finstere verschwörung noch als mutige aufdeckung der verschwörung. dh sie taugt nur für verschwörungstheorien oder die „wissenschaftliche“ endgültige lösung eines ästhetischen problems.

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    • dann hatten wir ein terminologisches missverständnis
      dieses ‚abstrakt‘ verstehe ich als ‚arbiträr‘
      auch im syntaktischen sinn, am beispiel der garden-
      path- sentences.

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  5. einfach alles. lies kandinsky und malewitsch, wie nervig es war, daß die damaligen kunstjournalisten (auch) nicht kapierten, warum die beiden ihre neue malerei „konkret“ nannten, also ABSOLUT ASSOZIATIONSFREI, jedenfalls von der idee her… auch meinen diesbzgl. essay zur quantenlyrik den ich ja oft genug erwähnt habe, immer wenn es um diese verwechslung abstrakt/konkret hier in dieser wissenschaftlichen zeitung ging, daher unterlasse ich diesmal die angabe des hyperlinks, weil sich immer wieder kommentatoren darüber beschwert haben, ich würde nur meine eigenen seiten promoten. stattdessen ein weiterer netter lektüre-tip, der auch um die abstraktion der sprache kreist:

    „Daher zielt alle politische Gewaltherrschaft explizit oder implizit darauf, Kreativität oder Freiheit zu reduzieren, indem sie alle sozialen Interaktionen vorschreibt, um Menschen als Beobachter auszuschalten und die eigene Herrschaft zu stabilisieren. Um dieses Ziel vollständig zu erreichen, muß jedoch die typisch menschliche Lebensweise der Kreativität vollständig unterdrückt werden, und dies ist solange unmöglich, als die Fähigkeit der Erzeugung konsensueller Bereiche zweiter Ordnung gegeben bleibt, wie sie etwa der Gebrauch der menschlichen Sprache erfordert.“
    H.R.Maturana: BIOLOGY OF LANGUAGE: THE EPISTEMOLOGY OF REALITY (1978)

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    • ‚einfach alles‘
      also was soll das denn!?
      weisheiten teilen kenn ich anders.

      zum maturana:
      wenn die fähigkeit der erzeugung konsensueller bereiche zweiter ordnung
      den gebrauch der sprache bedingt, ist damit weder was zur form noch zur
      funktion der sprache gesagt.

      darüber hinaus hinkt der vergleich zur malerei gewaltig
      da sprache eben nicht nur kommunikationssituationen
      schafft, sondern darin gleichwohl als kommunikationsmittel
      nach bestimmten/überlegten kommunikationsmethoden
      eingesetzt wird; also eben nicht nur das Z im organonmodell
      ist, sondern auch „gegenstand und sachverhalt“.

      und jetzt wiederhole ich auch gern meine frage nach dem was
      ‚eine noch immer abstrakt gebliebene sprache‘ im sinne der
      konkrete poesie, hier bitteschön ausmacht.

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      • die fälschlicherweise als „konkrete“ poesie bezeichneten sprachspiele sind NICHT assoziationsfrei, daher ABSTRAKT. ich dachte, das ginge nun doch aus meinem kommentar hervor? eins plus eins gleich drei…

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  6. was ist denn daran „konkret“??? die historisch skandalöse verwechslung von konkret und abstrakt soll wohl nie rückgängig gemacht werden? nicht kandinsky & malewitsch nannten ihre malerei abstrakt sondern die journalisten. die herren „erfinder“ der angeblich abstrakten malerei nannten sie selbst KONKRETE MALEREI. die konkrete poesie ist demnach eigentlich eine noch immer abstrakt gebliebene sprache und nicht im geringsten konkret! das nur mal so am rande für alternde germanisten…

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    • das beispiel, das anagr<mm
      das nimmt nur das, was es gibt
      erlaubt sich keine schnörkel
      ist damit konkret im sinne des
      verwendeten / zu verwendenen
      buchstabenmaterials.

      aber was ist bitteschön, 'abstrakte sprache' ?

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      • ich verstehe nicht.
        welche originalquelle
        und was ist falsch
        an dem was ich schrob?

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