Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Über die Pariser Hugo-Feiern schreibt die FAZ am 29.5.02: Zum Jubiläum des hundertsten Geburtstags des Dichters wurde auf der Höhe der Dritten Republik 1902 auf der Pariser Place Victor Hugo jene monumentale Bronzestatue aufgestellt, die, von den vier Musen „Lyrik“, „Dramatik“, „Epik“ und „Satire“… Continue Reading „Hugo-Feiern“
Im Kriegssommer 1940 kehrte Ghérasim Luca auf abenteuerlichen Wegen via Italien nach Rumänien zurück, wo ihn aber der inzwischen offizialisierte Antisemitismus sogleich ins innere Exil zwang. Erst nach Kriegsende – während einer kurzen kulturellen «Renaissance», die der Machtergreifung der Kommunisten voranging – konnte Luca… Continue Reading „Linguistisch exilierter Surrealist“
Gerburg Garmann übersetzt und kommentiert das Lied „Ce moys de may“ des Renaissancemusikers Clément Janequin in der aktuellen “ Gazette „. / Mai 2002
Wahlkampf auf Französisch: Und Philippe Muray schimpft in Alexandrinern über den Euro, über Mobiltelefone, Techno und Feministinnen In den letzten Zeilen des Gedichts, das „Ce que j’aime“, „Was ich mag“, heißt und doch das Gegenteil meint, ist von der „Freiheit der Niederlage“ und der… Continue Reading „Politische Alexandriner“
Dietmar Dath schreibt über die Schriftstellergruppe Oulipo (auf deren Mitgliederliste auch der Name Oskar Pastior steht) und ihre Ableger, darunter das vom Oulipoten Jacques Roubaud gegründete ALAMO: „Regel“ hieß also der Anspruch, dem man gerecht werden wollte. Roubaud selbst steuerte zum oulipiensischen Kanon zwei… Continue Reading „Oulipo & Co.“
Über die Veröffentlichung der Akten des Nobelpreiskomitees bis 1950 berichtet die NZZ: Paul Valéry wurde ab 1930 fast jährlich lanciert, ehe er 1945 zu genau jenem Zeitpunkt starb, als das Komitee Bedenken wegen Valérys Exklusivität überwand. 1930 wird Valéry als «schwer zugänglich» beurteilt, man… Continue Reading „Kein Gewinn für den menschlichen Geist“
Wer des Französischen mächtig ist, der darf seine Wiedergeburt auch formal erleben. Die Vorliebe des Autors für eine durchgehend gleichhebige Rhythmik, für Reime und Vokalharmonien scheint auf den ersten Blick, verglichen mit den Inhalten die durch diese Form transportiert werden, geradezu antiquiert und unpassend.… Continue Reading „Gleich nochmal Zweisprachigkeit:“
Pour en finir avec le jugement de Dieu (Schluß mit dem Gottesgericht) Hörspiel von Antonin Artaud, 1947, Synchronfassung 1997 Dienstag, 23.4. 20.10 Uhr DLF Gilgamesh. Hörspiel von Raoul Schrott , 3 Teile. Sonnabend 11. 5. 20.05 Uhr/ Dienstag 14.5. 20.10 Uhr / Sonnabend 18.5.… Continue Reading „Radio- bzw. Fernsehtips“
Um so aufschlussreicher war an diesem Abend, wie Adonis selbst im Kontrast hierzu sein Gedicht las. In seinen Vorlesungen am „Collège de France“ 1984 hat er an den Beginn der „Einführung in die arabische Poesie“ ein Kapitel über die vorislamischen Wurzeln der arabischen Poesie… Continue Reading „Adonis´ Stimme“
Victor Hugo ist das poetische Weltwunder des 19.Jahrhunderts. Kein anderer Dichter im ganzen Europa hat sein Jahrhundert so beherrscht wie der am 26.Februar 1802 geborene Franzose. In einem gewaltigen Œuvre, das beginnt mit den «Odes et Poésies diverses» von 1822 und endet mit den… Continue Reading „Poetisches Weltwunder: Victor Hugo 200“
Die Gazette sprach mit dem afghanischen Schriftsteller Atiq Rahimi : Unserer kulturellen Vergangenheit bis zum 17., 18. Jahrhundert. Ich liebe diese Literatur, ich verschlinge diese Bücher und bin stark beeinflusst davon. Es gab eine Offenheit, eine Insolenz allem gegenüber, die damaligen Autoren wagten es,… Continue Reading „Afghanistan ohne Dogma“
Not surprisingly, Paul Eluard’s 10 poems are among the strongest, especially “I love you,“ “The earth is blue like an orange,“ and “The lover,“ with its endearing first line, “She is standing on my eyelids.“ The poems of the dadaist Philippe Soupault, the Mexican… Continue Reading „Surrealist Love Poems“
Stefan Weidner rezensiert den poetischen Briefwechsel zweier (dreier?) Dichter/ FAZ 2.1.02 Adonis / Analis, Dimitri “ Unter dem Licht der Zeit. Briefwechsel “ Deutsch von Peter Handke Jung und Jung Verlag, Salzburg 2001, ISBN 3902144130 Gebunden, 85 Seiten, 20,40 EUR
Jacques Roubaud, Harry Mathews und andere erinnern sich an Georges Perec in einem Dossier des Nouvel Observateur . – Hier auch weitere Oulipo-Beiträge: Laun des membres les plus actifs de la Oulipo, Jacques Jouet, scrit un poeme par jour depuis huit ans. / 27.2.… Continue Reading „Perec“
In der Frankfurter Anthologie stellt Ulla Hahn ein Gedicht von Marie-Luise Kaschnitz vor: „Gennazzano am Abend/ Winterlich/ Gläsernes Klappern/ Der Eselshufe…“ – Lyrik auch bei den Kollegen von der „Welt“: Ich bin wie ein Kind, das nicht mehr weinen darf . Gedicht von Michel… Continue Reading „Nur auf Papier:“
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