Kategorie: Deutschland

Dossier: Zum Tod von Walter Höllerer

Walter Höllerer begegnete mir zuerst im Studium, in Rostock. Dort gab es nicht wie anderorts in der DDR „Giftschränke“ mit Westbüchern, sondern ein ganzes Giftzimmer. Wenn die Bücher eingearbeitet wurden, lagen sie auf dem Schreibtisch der freundlichen Bibliothekarin, wo man dann zum Beispiel die… Continue Reading „Dossier: Zum Tod von Walter Höllerer“

Moses Rosenkranz, deutscher Dichter

Mit drei Gedichtbänden zwischen 1927 und 1940 hatte er sich in Czernowitz und Bukarest einen Namen gemacht; nun, nach 1961 in Deutschland, konnte er zwar im Verlag Wort und Welt und im Südostdeutschen Kulturwerk 1986 und 1988 zwei Bände mit Lyrik veröffentlichen, mit ganz… Continue Reading „Moses Rosenkranz, deutscher Dichter“

Schuldt über Bäcker

In seiner Heimatstadt Linz ist am 8.Mai der Dichter Heimrad Bäcker einen Tag vor seinem 78. Geburtstag gestorben. Die Methoden konkreter Dichtung hat er weiter getrieben als mancher andere, die Menge des Hervorgebrachten ist aber insofern ungefähr gleich geblieben wie bei den weniger gründlichen… Continue Reading „Schuldt über Bäcker“

SMS-Lyrik

Zwei Bände mit SMS-Lyrik stellt die NZZ am 21.5.03 vor: Urs Heinz Aerni u. a. (Hrsg.): Liebe 160. Die besten Messages über Liebe und Freundschaft. Verlag Nagel & Kimche, Zürich 2003. 79 S., Fr. 8.80. Anton G. Leitner (Hrsg.): SMS-Lyrik. 160 Zeichen Poesie. dtv,… Continue Reading „SMS-Lyrik“

Gedächtniskirche

Das wahrscheinlich kürzeste Berlingedicht präsentiert Rolf Schneider in seiner Berliner Anthologie (Morgenpost vom 17.5.03): Ute Erb : Gedächtniskirche Die Kirche haben sie wieder aufgebaut und das Gedächtnis zerstört erhalten.

Reinhold Schneider

In der NZZ vom 13.5.03 schreibt Rüdiger Görner zum 100. Geburtstag von Reinhold Schneider: Als in der Lyrik alle Formen aufbrachen, beharrte er auf dem Sonett und brachte es in dieser Form zu gelindem Können. Dass es ihm versagt blieb, einige wirklich bedeutende Gedichte… Continue Reading „Reinhold Schneider“

Poesie/ Poetryfilm

Tagesspiegel 8.5.03 / Lyrikertreffen Münster 2303

Gedichte zum Wochenende

Yussuf Abu Loz : Bäume der Einsamkeit/ NZZ 3.5.03 – – – Thomas Rosenlöcher : Echo/ FAZ 3.5.03 – – – Paul Celan: Du liegst im großen Gelausche/ Berliner Morgenpost 3.5.03 (Rolf Schneiders Berliner Anthologie)

Gedichte zum Wochenende

Sinaida Hippius: Stille/ NZZ 26.4.03 – – – Günter Kunert über Paul Scheerbart, FAZ 26.4.03 – – – In der Gazette: deutsch/französisch/ englisch über den Krieg. Hier der deutsche Teil: Der fliegende Tod (1944) Hörst du die Luft dumpf zittern Wie von fernen Gewittern?… Continue Reading „Gedichte zum Wochenende“

Kolmar im Wallstein Verlag

DARMSTADT. Der Deutsche Literaturfonds bewilligte dem Göttinger Wallstein Verlag einen Zuschuss für eine kommentierte Ausgabe des lyrischen Werks von Gertrud Kolmar. Außerdem beteiligt sich der Fonds an der Finanzierung einer Anthologie sorbischer Lyrik des Heidelberger Verlags Das Wunderhorn. dpa / 25.4.03

Avantgarde, [wieder mal] abschließend

Der Dichter als Kunstmaschine, die aus der mathematisch peniblen Zählung und Reihung von Buchstaben oder Silben poetische Funken schlagen will – das ergibt keine „vollkommen sinnliche Rede“ (Lessing), sondern bestenfalls konzeptuellen Krampf. Um der Ödnis dieser seriellen Poesie zu entgehen, setzt Lentz im ersten… Continue Reading „Avantgarde, [wieder mal] abschließend“

Kein VEB Sehnsucht

Inge Müllers Welt bleibt nach dem Zweiten Weltkrieg eine gebrochene, auch wenn der Sozialismus ein Heilsversprechen ist in jenen Jahren der Aufbruchs. Bis 1959, bis zum zehnten Jahrestag der DDR, lebt Inge Müller überzeugt entlang der DDR-Utopie, im Zeichen der Heilserwartung, dass der Kommunismus… Continue Reading „Kein VEB Sehnsucht“

Café 2: Oskar Kanehl

Literaturkaffee Vor leeren Tischen oder Schalen braun, lumpig und langhaarig, klumpig geknäult und paarig. Eben aus dem Bette. Blaß wie ein Klaun. Wollen Sie meine Bilder .. Sie haben von mir noch nicht .. Sahen sie mein Gedicht .. Sie müssen bei mir den… Continue Reading „Café 2: Oskar Kanehl“

Café 1: Paul Zech

Im Café, an der Gedächtniskirche, sitzen auch zuweilen junge Dichter, und herumgebaut Judenmädchen oder -mütter. Manche haben Zitzen, manche auch nur Pickel auf der Haut. Aus den Dichtern, wenn sie das Verhältnis finden zu den Zitzen oder Pickeln, wird auch mal ein Buch. Die… Continue Reading „Café 1: Paul Zech“

Gedichte zum Osterwochenende

Ruth Klüger über Goethe: Urworte, Orphisch (FAZ 19.4.03)