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schließlich große lyrik im kleinen kreis beigesetzt: wörter trugen sie kein leser hat sie begleitet Andreas Noga
Na und so weiter, blabla: In der heutigen Zeit gibt es nur noch wenig Platz für Lyrik und Poesie, denn das große Zeitalter der Dichter und Denker ist vorbei. Interessenten oder Veröffentlichungsplattformen gibt es mittlerweile fast gar nicht mehr. Geht diese Kunst verloren? Die… Continue Reading „82. Fündig werden. Klagemauer.“
Ehrlich gesagt ist mir Frank Milautzckis Klage über „die Poesie, wie sie gegenwärtig in Deutschland en vogue ist“, zu wohlfeil (allein weil zu viele Leute mit den gegensätzlichsten Meinungen oder Absichten sie teilen können) und als Erklärungsmuster zu schlicht. (Lockerer werden!) Ich zitiere sie… Continue Reading „81. Lockerer werden“
Mitten im Warenhausgetümmel öffnet sich ein Guckloch zum Hades. Vielfältige Bezüge zur Musik, zu Orpheus, Odysseus und andere antike Gestalten oder zu Transzendenz und Herzensbildung der Romantik beleben die trivialsten Verhältnisse. Der seit 1998 in Norwegen lebende Sandell nennt sich selbst einen „Retrogardisten“. Seine… Continue Reading „80. Guckloch zum Hades“
Durch Übersetzungen persischer Dichter im 19. Jahrhundert – und nicht zuletzt auch durch Goethes Arbeit am «West-östlichen Diwan» – haben deutsche Dichter ihre Faszination für die südasiatische Liedform des Ghasels entdeckt. Sie diente persischen Mystikern seit dem 8. Jahrhundert zur Beschwörung göttlicher Liebe. Dabei… Continue Reading „79. Deutsche Ghasele“
ODER: Warum sich die Hefte des „Ganz & GarNix“-Verlags besser verkaufen, seitdem nur noch das Kürzel „G&GN“ auf dem Cover steht… „Die einen SCHAUEN Tagesschau, die andern MACHEN sie. Und die dritten schreiben Gedichte.“ (Sebastian Nutzlos, G&GN-Vorsitzender seit 1990) G&GN-INSTITUT BERLIN NEW COLOGNE /… Continue Reading „76. VON DER OBERFLÄCHLICHKEIT DER GEGENWART“
Ein Zwischendurchgang zum Bäcker bringt mir (die Assoziationskette begann beim Wort „Plunder“) noch ein Gedicht, das ich hier einrücke, bevor ich mich doch noch an mein Gutachten setze. Die Romantiker sind nicht romantisch, sage ich gern. Sie sind eigentlich die ersten modernen Menschen, die… Continue Reading „74. Meine Anthologie: Tretrad“
„Jakob Wir schenken Dir einen iPod-touch“ heißt es in einer Spammail. Warum sie mich mit Jakob anreden, weiß ich jetzt nicht. Daß sie mich duzen, mißfällt mir. Leider habe ich grad keine Kneifzange zur Hand, und die Hosen sowieso seit ein paar Stunden schon… Continue Reading „73. Meine Anthologie: Wahrer Jakob“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer Im Wortgestrüpp · Landen · usw. Reich bin ich durch ich weiß nicht was, man liest ein Buch und liegt im Gras. Robert Walser Das Haus, das Verrückte macht – Die in den Wellblechpalästen tanzen Leichtfüßig, peppig, spritzig kommen die… Continue Reading „72. Lyrikstationen 2009: Einleitung“
Im Herbst 2008 gab es in der Lyrikzeitung einen Fortsetzungsessay von Theo Breuer, der viel Zuspruch und auch Widerspruch fand und nebenbei der Lyrikzeitung einen Sprung in der Benutzerstatistik bescherte. (Durch Drücken auf den kleinen Knopf in der jeweils ersten Meldung des Tages können… Continue Reading „71. Lyrikstationen 2009“
Herta Müller und Horst Samson gehörten beide von 1981 bis 1984 dem Adam-Müller-Guttenbrunn-Literaturkreis Temeswar an, der mit sozialkritischer Literatur die Verhältnisse ändern wollte. Beide wurden sie aus diesem Grund vom rumänischen Geheimdienst Securitate als staatsfeindlich angesehen, verfolgt und bedroht. Beide verließen 1987 das Land… Continue Reading „70. Samsons Horrorjahr“
Am Freitag, dem 11. Dezember, liest Olga Martynova in Frankfurt/M. aus ihrem neuen Gedichtband In der Zugluft Europas. Bezüge zu historischen und mythologischen Themen zeichnen die Lyrik Olga Martynovas aus. Sie besingt die Städte und Länder Europas und verknotet diese immer wieder mit kritischen… Continue Reading „69. Zugluft Europas“
Der Rumäniendeutsche Werner Söllner, mit hohen Auszeichnungen geehrter Lyriker und derzeit Leiter des hessischen Literaturforums in Frankfurt, hat in München sein Schweigen gebrochen: Er war Spitzel des gefürchteten rumänischen Geheimdienstes Securitate. Ähnlich wie die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hatte Werner Söllner in den 80er Jahren… Continue Reading „66. Geoutet“
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