73. Meine Anthologie: Wahrer Jakob

Jakob Wir schenken Dir einen iPod-touch“

heißt es in einer Spammail. Warum sie mich mit Jakob anreden, weiß ich jetzt nicht. Daß sie mich duzen, mißfällt mir. Leider habe ich grad keine Kneifzange zur Hand, und die Hosen sowieso seit ein paar Stunden schon an! Aber wenn Sie mir son Ding schenken wollen, legen Sies einfach vor der Tür ab. Aber nicht klingeln!

Ansonsten danke ich für die Erinnerung an ein Gedicht, das ich seit langem mag und hin und wieder benutze. Goethens Jugendfreund Lenz schrieb es, und es geht auf seine 3 Vornamen:

Ich bin ihr wahrer Jakob nicht
und auch ihr deutscher Michel nicht
Bin rein und hold nicht wie der Lenz
Ich: Jakob Michael Reinhold Lenz.

Seit ich das Gedicht kenne (auch jetzt auswendig zitiert, hier brauch ich keine Philologie), gehört es zu meiner Identität, da mein Name drinsteckt. Das fortzusschreiben, habe ich meinen Sohn Jakob genannt – so steckt er auch drin. Vielleicht klappts ja.

Meine Anthologie: Garstig.

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