Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Über die Anthologie Lyrik von jetzt 3 – Babelsprech Formale Grenzen des Gedichts scheinen endgültig aufgehoben. Was auf knapp dreihundert Seiten zu lesen ist, zeigt eine Vielfalt, wie man sie so noch nicht bestaunen konnte. Waren bisher deutliche oder indirekte Anknüpfungen an tradierte Formen, an… Continue Reading „Zwei Ansichten“
Eins vorweg, wenn es um Daniela Seels zweiten Gedichtband „Was weißt du schon von Prärie“ geht: Ich verstehe diese Gedichte auch nicht. Wer Daniela Seel begegnet, versteht aber sofort, dass sie nicht um des Effekts willen hermetisch schreibt. Dafür nimmt sie sich selbst zu… Continue Reading „Größere Realität“
Alice Salomon Hochschule Berlin vergibt am 23. Januar 2016 Poetik Preis an Elfriede Czurda „Poesie kann dem Publikum nicht mittels Lärm in die Ohren gedröhnt werden, sondern verlangt ihm etwas ab: die Bereitschaft zu hören und zu denken“, so die Schriftstellerin Elfriede Czurda. Am… Continue Reading „„Poesie ist eine unhörbare Bewegung der Buchstaben““
„Sonnet 129“ by William Shakespeare Mad in pursuit, and in possession so, Had, having, and in quest to have, extreme; A bliss in proof, and proved, a very woe; Before, a joy proposed; behind, a dream. Shakespeare wrote a lot about sex. He just… Continue Reading „It’s about sex“
In DDR-Zeiten musste Andreas Reimann immer wieder die Willkür der Mächtigen erleben, die sehr genau lasen, was er schrieb. Jahrelang durfte von ihm nichts publiziert werden, nahmen ihm die grauen Männer genau das krumm, was richtig gute Lyrik ausmacht: das persönliche, unverwechselbare Sehen, die… Continue Reading „Haben sie seine Gedichte gelesen?“
Sind nicht alle seine Gedichte wilde Anschläge? Auf Rechtschreibung und Grammatik, auf die reinliche Scheidung von Hoch- und Gossensprache, von Sprechen und Schreiben, auf die von Takt und Zote? Bert Papenfuß-Gorek ist ein Mann des Kampfes. Nur dass es nicht ums Gewinnen geht, die… Continue Reading „Bert Papenfuß“
Greifswald vergißt seine Töchter und Söhne nicht. Zwei Prominente begehen in diesem Jahr ziemlich runde Jubiläen. Die eine, Sibylla Schwarz, wurde am 14. Februar 1621 alten Stils in Greifswald geboren. Das ist am 24. Februar genau 395 Jahre her. Die 10 Tage Differenz erklären… Continue Reading „Geburtstag“
nun hat sich der erste Schnee schweigend über den zerfurchten Boden gebreitet Hansjürgen Bulkowski
Zeitschriftenschau von Gregor Dotzauer bei Literaturport, Auszug: Nicht jedes Stück Literatur entsteht im Vollbesitz geistiger Kräfte. Fortgeschrittene Absichtslosigkeit oder andere Zustände zwischen Bewusstseinserweiterung und Bewusstseinstrübung gehören zu Dispositionen, die Computerprogrammen fremd sind. Andererseits sind Hendrik Jacksons „20 Knittelverse, geschrieben aus Anlässen von Trunkenheit und… Continue Reading „Fortgeschrittene Absichtslosigkeit oder andere Zustände“
Über Martin Walsers neuen Roman „Ein sterbender Mann“, in dem ein Kunstlyriker vorkommt, schreibt die FAZ: Der Verräter soll sein früherer, von ihm bewunderter Freund und Teilhaber Carlos Kroll sein, ein hochnäsiger Dichter, die Karikatur eines hermetischen Lyrikers, der behauptet, „seine Gedichte seien Sprachereignisse,… Continue Reading „Befreundet mit Frisuren“
Im Mai 2014 verstarb der türkisch-deutsche Dichter Timucin Davras. Hans-Jörg Loskill hat jetzt eine Sammlung mit Gedichten von ihm herausgegeben „Ich liebe das Wort Gelsenkirchen“, so schrieb der im Mai 2014 verstorbene Wahl-Gelsenkirchener Timucin Davras in einem seiner Gedichte. Und es war wohl die… Continue Reading „Timucin Davras“
Der Pianist (und Dichter) Alfred Brendel, der am Dienstag seinen 85. Geburtstag beging, im Gespräch mit der FAZ: Und es gab bei mir mal eine kurze „Geniezeit“, wie das bei Heranwachsenden nicht selten vorkommt, zwischen fünfzehn und siebzehn. Da habe ich einfach alles gemacht,… Continue Reading „Sinn allein macht wenig Sinn!“
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