Gegen Berührungsängste

Natürlich weiß Karin Fellner um die Berührungsängste gegenüber der Gattung Lyrik. Sie weiß aber auch, wie man diesen begegnen kann. Jüngst war die mehrfach ausgezeichnete Münchnerin als einzige Lyrikerin unter Prosaschriftstellern beim Autoren-Speeddating im Literaturhaus zu erleben. Wo sie den Besuchern am Tisch gegenübersaß und zu Stichworten wie „Sehnsucht“, „Einsamkeit“ oder „Heimat“ passende eigene Gedichte heraussuchte, etwa aus ihrem 2015 erschienenen Sammelband „Ohne Kosmonautenanzug“. Diese las sie ihrem Gegenüber mit leiser, anheimelnder Stimme vor. Kaum hatte sie ihren Vortrag beendet, riss sie die betreffende Seite aus dem Buch heraus – um sie dem erst erschrockenen, dann aber hoch erfreuten Besucher mitzugeben.

Ihr unkonventioneller, „barrierefreier“ Umgang mit Lyrik prädestiniert Karin Fellner geradezu für deren Vermittlung an die jüngere Generation. (…) Dazu gehört noch das Modellprojekt „Lust auf Lyrik“ der Münchner Stiftung Lyrik Kabinett, das Karin Fellner seit sieben Jahren in Schulen anbietet. Im Rahmen des Deutschunterrichts arbeitet sie mit den Schülern kreativ, die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert. / Barbara Hordych, Süddeutsche Zeitung

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