Lyrikzeitung & Poetry News

21. März 2012

85. Ich, ihr Sohn

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 03:09

Das Stück „X mm din Y km“ von Gianina Cărbunariu und „Colectiv A“ handelt vom Leben des rumänischen Schriftstellers Dorin Tudoran, über den der Geheimdienst Securitate  eine 10.000 Blatt umfassende Akte zusammentrug.  Eine Auswahl veröffentlichte Tudoran 2010 unter dem Titel „Eu fiul lor. Dosar de securitate“ („Ich, ihr Sohn. Securitate-Akte“).

Hannelore Baier berichtet in der AdZ:

Das „Gespräch“, zu dem Tudoran „zur Partei“ zitiert worden war, umfasst die Bemühen der beiden Aktivisten, den Schriftsteller von seinem Vorhaben das Land zu verlassen, abzubringen. Der vormalige Redakteur der Kulturzeitschriften „Flacăra“ und „Luceafărul“ hatte die Ausreise aus Rumänien 1984 beantragt, woraufhin er seinen Arbeitsplatz verlor und auch andere Schikanen ertragen musste. Wegen der Weigerung der Behörden, auf den Ausreiseantrag zu antworten, richtete er sich in Denkschriften an Suzana Gâdea, die Vorsitzende des Rats für sozialistische Kultur und Erziehung, und an Nicolae Ceauşescu. Darin schilderte er unter anderem die tiefe Kluft zwischen dem, was die Propaganda vorgaukelt und der Wirklichkeit. Diese Schizophrenie könne er nicht mehr ertragen, schrieb er. Die beiden Funktionäre versuchten diese Kluft zu minimalisieren und zogen im „Dialog“ alle Register: sie appellierten an seinen Patriotismus, führten fadenscheinige Argumente ins Feld, bis zu unverhohlenen Drohungen mit einem Strafprozess und Ohrfeigen.

15. März 2012

70. Die Blandiana

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 12:07

Der Name der Dichterin Ana Blandiana ist in allen Schichten des Volkes, dem sie angehört, bekannter als der Name jedes deutschen Schriftstellers der Gegenwart bei den Deutschen. Das hängt nicht nur mit der öffentlichen Präsenz von Ana Blandiana seit über einem halben Jahrhundert zusammen, sondern mehr noch damit, dass ihre Gefühle der Ablehnung des Sozialismus der Jahre 1945-1989/90 von der überwiegenden Mehrheit der Rumänen geteilt wurden. Als 1959 ihr Gedicht „Originalitate“ erschien und den massiven Unwillen der KPR erregte, wurde sie mit landesweit diskutiertem Schreibverbot belegt und so, wie sie später notierte, „als verbotene Dichterin bekannt, noch ehe ich es als Dichterin war“. Zwischen den Zeilen hatte sie mitten im Terror der stalinistischen Gheorghiu-Dej-Ära nicht Regimekritik geübt, sondern, weitaus gewagter, ihrem Widerwillen gegen das System Ausdruck verliehen – ein Akt der Courage, dessen Ausmaß sich heute keiner mehr vorstellen kann. …

In ihren Lyrik- und Prosatexten taucht immer wieder die Metpaher der Ablehnung auf, von einem Volk mit Spürsinn für die literarische Nuance und für das Raffinement der getarnten Attacke sehr wohl verstanden – und goutiert. Wenn „die Blandiana“ im Gedicht „Dies irae, dies illa“ („Dies ist der Tag des Zorns“) den Vers schreibt: „… zweifelt nicht,/ der Tag wird kommen/ gleißend wie eine Degenklinge,/ die im Licht erzittert“, oder das Gedicht „Namenlos“ mit den Zeilen beginnt: „Ununterbrochen reden wir von ihm,/ so wie du unentwegt/ mit der Zunge den schmerzenden Zahn berührst“, und dann fortfährt: „Ein Festtag, wenn wir ihn vergessen,/ ein Fluch das Leiden seiner Nennung“, dann verstand jeder in dem mit Kerkern übersäten Land, was und wer gemeint war – und was Blandiana dabei riskierte. / Hans Bergel, Siebenbürgische Zeitung

  • Kopie eines Alptraums, Erzählungen. Volk und Welt, Spektrum, Berlin, 1988
  • Presentation/ Vorwort/ Prezentare, editie trilingva, DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst/ Office Allemand d’échanges universitaires), Paris, 1993 (deutsch, französisch, rumänisch)
  • Die Applausmaschine, Steidl Verlag, Göttingen, 1993
  • Engelernte, Ammann Verlag, Zürich, 1994
  • Kopie eines Alptraums, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 1996
  • Sternenherbst, Dionysos, Aus dem Rumänischen von Christian W. Schenk, 1999 (rumänisch-deutsch)
  • Die Versteigerung der Ideen. Gedichte von Ana Blandiana. Auswahl, Übersetzung aus dem Rumänischen und Nachwort von Hans Bergel; 138 Seiten. Johannis Reeg Verlag, Bamberg 2009. ISBN 978-3-937320-16-8.

21. Februar 2012

94. “La vie en rose!“

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 15:02

Klaus F. Schneider schickt eine ad-hoc-Übersetzung eines Gedichts von Dorin Tudoran, der mit dem Lyrikpreis Petre Stoica ausgezeichnet wurde (L&Poe #85. Lyrikpreis „Petre Stoica”). Er schreibt:

Was war das für ein ereignis, als ca. 1980, zwischen all den parteikongreßlosungen und führerparolen und offiziellen schlagzeilen in einer studentenzeitschrift dieses gedicht erschien! LA VIE EN ROSE!

du brauchst nichts
zu tun, absolut nichts.
einfach nur zuhören:
“La vie en rose!“

wie kommt es dir vor?
warum nicht? sicher, lösch
das deckenlicht und schalt
das nachtlämpchen ein.
so ist es viel besser, nicht!
und jetzt hör zu:
“La vie en rose!“

wie? du meinst
es geht nicht? ja, wenn
du so unruhig bist! und dann
ist es noch viel zu hell hier.
mach auch das nachtlicht aus. so.
entspann dich. atme langsam und ruhig.
genau. so! und jetzt zuhören:
“La vie en rose!“

das gibt’s doch nicht!
ich verstehe nicht, was mit dir los ist.
ja, wenn du die augen offen hältst!
schließe sie!
so!
fester! noch mehr! so!
und wenn, was ist schon dabei,
dass dir die tränen kommen. zudrücken,
so wie es sich gehört. so!
auch die zähne. sehr gut! ganz fest zusammenbeißen.
so stark wie du nur kannst! und vergiß ja nicht
die zähne! so! hör zu:
“La vie en rose!“

zusammenkneifen. alles.
“La vie en rose!“

auch die zähne!
La vie en rose!

bravo!
“La vie en rose!“

wisch sie nicht weg. keine scham.
so! was ist schon dabei,
wenn du weinst! was macht das schon,
dass es dich schüttelt, vor weinen?
“La vie en rose!“

hervorragend!
“La vie en rose!“

lauter!
“La vie en rose!“

noch lauter!
“La vie en rose!“

pressen!
“La!“

fester!
“Lla!“

so!
“La!“

so, genau, so!
„La-la, La-la!“

hervorragend, ja!
“La-la, La-la-la-la!”

jetzt …
“Tra!”

nein:
“La!”

nicht so:
“Tra La”

so:
“Tra! La! Tra! La!”

So!
“So!“

Genau so!
“Genau so!“

La!
“La!“
Tra!
“Tra!“

Tra, La-la!
“Tra, La-la!“

So!
“So!”

Tra!
“Tri!”

Tri?
“Tri!”

Tra, La-la! Tra, La-la!
“Tri, Lu-li! Tri, Lu-li!“

Tra-la-la-la! Tra-la-la-la!
“Tri-li-lu-li! Tri-li-lu-la!”

19. Februar 2012

85. Lyrikpreis „Petre Stoica”

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , , , — lyrikzeitung @ 16:49

Der Lyrikpreis „Petre Stoica”, der seit 2011 alljährlich von der Kulturstiftung Pax 21 und der Temeswarer Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbands an einen repräsentativen Banater Lyriker für sein Wirken und Gesamtwerk vergeben wird, geht heuer an den Schriftsteller Dorin Tudoran. …

Dieser wertvollste Banater Literaturpreis soll nicht nur das Gesamtwerk eines Lyrikers ehren, sondern auch das Gedenken an den Dichter Petre Stoica (geb. 1931 in Neupetsch/Peciu Nou, KreisTemesch), einen der ganz Großen der Banater und rumänischen Literatur, wachhalten. / Balthasar Waitz, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

24. Januar 2012

90. Syntax

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 08:50

«Ich entdeckte eine einfache Wahrheit: Die Grammatik ist das Tor zur Literatur. Wenn du einen Text grammatikalisch analysierst, betrittst du das intime Labor eines Schriftstellers. Nur wer die Syntax beherrscht, der beherrscht auch das Wort»  / Jan Koneffke schreibt in der NZZ über den rumänischen Schriftsteller Ion Vianu, aus dessen Erinnerungen das Zitat stammt.

17. Dezember 2011

69. Rimbaud als Kaufmann

Einsortiert unter: Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 11:11

Vor zwanzig Jahren war Mircea Dinescu der berühmteste lebende rumänische Dichter, innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen. Im Frühjahr 1989 hatte er der französischen Tageszeitung Liberation ein Interview gegeben, in dem er unverhohlen mit dem heimischen Regime abrechnete, was ihm postwendend Hausarrest eintrug. Mit seinem Aufruf zum Hungerstreik vom November 1989 stieß er bei seinen Schriftstellerkollegen zwar auf taube Ohren. Doch schließlich war er es, der am 22. Dezember `89, in selbstgestricktem Pullover auf den Fernsehschirmen der Nation erschien. Die Finger zum V-Zeichen erhoben, verkündete er den Sieg der Revolution, wobei seine Zahnlücke zum Vorschein kam, die nur das äußerliche Merkmal der Originalität dieses Dichters, wortgewaltigen Pamphletisten, temperamentvollen Redners, Volkstribunen, Epikureers und großen Jungen Mircea Dinescu ist. Über Nacht war er zum Helden der Nation geworden. …

Und nun geschieht das Eigenartige. Der Held der Nation verstummt als Dichter, und wird, wie weiland Rimbaud, dem er bereits 1984 einen Gedichtbandtitel gewidmet hatte (Rimbaud als Kaufmann) selbst zum Händler. Allerdings heißen Dinescus Waffen: Publizistik und Satire. Er gründet die erfolgreiche Wochenzeitung Academia Catavencu. Es folgt das Hochglanzmagazin Plai cu Boi (etwa: Land mit Ochsen), das nicht nur bereits im Titel auf den Playboy anspielt, sondern neben Essays zu aktuellen und historischen Themen, obszöne Karikaturen und Nacktfotos enthält. Das Konzept des listigen Spötters Dinescu lautet, er wolle die Rumänen so arm, natürlich und nackt zeigen, wie sie eben seien. Bald zieht Dinescu seine Anteile aus dem Satiremagazin Academia Catavencuzurück, um den alten Getreidehafen Port Cetate im Dreiländereck Serbien-Bulgarien-Rumänien am Donauufer zu kaufen und eine Stiftung ins Leben zu rufen, die es bildenden Künstlern gestattet, in den sanierten Hafengebäuden zu arbeiten. / Jan Koneffke, Getidan

12. September 2011

53. internationales literaturfestival berlin

Aus dem Programm des internationalen literaturfestivals berlin (Forts.)

Poetry Night IV

12.09.2011 20:30 Uhr

Literaturen der Welt
Fokus Asien-Pazifik

Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Autoren Constantin Abăluţă, Tomasz Rózycki, C.K. Stead
Moderation Silke Behl
Sprecher Friedhelm Ptok

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

In den Gedichten von Constantin Abǎlutǎ (Rumänien), der sich selbst als »Dichter des Banalen« bezeichnet hat, scheint unter der banal-absurden Oberfläche immer auch eine harte, entbehrungsreiche Realität durch, die er kritisch beleuchtet. Seine Gedichte bedienen eine Bandbreite von der Art japanischer Haikus bis zu langen Gedichten epischen Ausmaßes.

Der Lyriker und Übersetzer Tomasz Różycki (Polen) wurde vor allem bekannt durch sein an den großen polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz angelehntes Poem »Zwölf Stationen«, ein Stück Heimat- und Reiseliteratur, in dem man Geschichte und Gegenwart ehemaliger polnischer Randgebiete entdeckt – und auch so manchem Fabelwesen begegnet.

Die Gedichte von C. K. Stead (Neuseeland) der auch als Romanautor, Literaturwissenschaftler und Herausgeber bekannt geworden ist, demonstrieren sprachliche Leichtigkeit, gepaart mit kreativer Disziplin, und thematisieren den persönlichen Erfahrungshorizont des Lyrikers.

Treffen junger Autoren

14.09.2011 21:00 Uhr

Collegium Hungaricum Berlin

Autoren Yevgeniy Breyger, Charlotte Busch, Olga Galicka, Marie Michael, Rick Reuther, Max Wallenhorst
Moderation Rabea Edel

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

Texte des literarischen Nachwuchses präsentiert das tja, mit dem die Berliner Festspiele seit über 25 Jahren auf der Suche nach jungen literarischen Talenten sind. Das tja steht für Begegnung der Teilnehmer: in Lesungen, in Gesprächen, in Workshops, in denen die jungen Talente an ihren Texten arbeiten. Sie werden in offener, kreativer Atmosphäre professionell betreut und in ihrem Tun bestärkt. Manchmal beginnt hier der Weg in den professionellen Literaturbetrieb.

Czesław Miłosz: Die Welt des polnischen Lyrikers

16.09.2011 22:30 Uhr

Erinnerung, Sprich

Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Sprecher Stephan Stroux, Peter Franke, Barbara Nüsse
Musiker Julia Marcell

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

Die Texte des polnischen Literatur Nobelpreisträgers Czesław Miłosz stehen »immer auf der Seite des Lebens, auch wenn er sich durch Schmerz und Gewalt durchringen muss, immer wieder findet er zu einer großen Kraft im Kämpferischen und zur Leichtigkeit des Seins«.

Die berührende und reiche Lyrik steht vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Zusammenhänge, die sein Leben zwischen 1911 und 2004 in Polen und im Exil in Frankreich und den USA geprägt haben. Gleichzeitig mit der Veranstaltung wird ein Audiobook präsentiert, das in zehn Sprachen und Ländern als eine der kulturellen Initiativen zur EU-Präsidentschaft von Polen erscheint.

Aga Zaryan: Konzert mit Kompositionen zu Gedichten von Czesław Miłosz

17.09.2011 20:00 Uhr

Haus der Berliner Festspiele
Große Bühne

Musiker Aga Zaryan

Preis 12 Euro / ermäßigt 10 / Schüler 8

Die international renommierte und vielfach ausgezeichnete Jazzsängerin interpretiert in ihrem Konzert Gedichte des polnischen Literaturnobelpreisträgers Czesław Miłosz, den Joseph Brodsky als den größten Dichter unserer Zeit bezeichnet hat, sowie Gedichte von Anna Świrszczyńska, Denise Levertov und Jane Hirshfield. Ihr Musikprojekt »Księga Olśnień« zeigt vor allem die menschlichen Seiten des Lyrikers, dessen Werke für die Sängerin prägend waren.

25. August 2011

115. Herta Müller liest

Einsortiert unter: Österreich, Deutsch, Deutschland, Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 19:35

An den Gedichten des Österreichers Theodor Kramer (1897-1958) lobt Müller die konventionelle Ruheform der Strophen und die melodische Rhythmik, hinter welcher sich der eigentliche traurige Inhalt verberge. In seinen Gedichten behandelt der jüdische Lyriker seine eigene Angst und Emigration in der Zeit des Dritten Reiches. Der melodische Rhythmus seiner Gedichte beschwört eine Selbstverständlichkeit, die seiner Zeit genommen wurde. Müller habe seine Lyrik schon in der Jugend geholfen, sich u. a. von ihrem Vater gedanklich abzugrenzen. Wenn ihr Vater, ein ehemaliger SS-Soldat, manchmal in alkoholisierten Rückfällen Nazilieder grölte, fühlte sie sich eher der Trauer der Gedichte Kramers verbunden.

Im Werk des Schriftstellers Jürgen Fuchs (1950-1999) stellt Müller eine Nähe zum Nicht-Gesagten heraus, die beinahe dokumentarisch eine Realitätstreue durchhalten würde: „Wenn Jürgen Fuchs erzählt, wird das Banale erregbar. Jede Winzigkeit kriegt ihren eigenen, antastbaren Nerv.“ Bei M. Blecher (1909-1938) betrachtet es Müller als radikal, dass Gegenstände auf ungewöhnliche Weise erotisiert wahrgenommen werden und dadurch auch im Verständnis des Lesers eine neue Bedeutung gewinnen. /  Ansgar Skoda, campus-web.de

Herta Müller – Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel
Verlag: Hanser
Erschienen: März 2011 
ISBN: 9783446235649 
Bindung: Taschenbuch
Seiten: 255
Preis: 19,95

24. August 2011

111. Spiegelungen 2 / 2011 erschienen

Im Heft 2/2011 der Vierteljahresschrift Spiegelungen, die im IKGS Verlag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) erscheint, werden Pläne der Kommunisten und anderer rumänischer Parteien 1945/46 dokumentiert, die “günstige” Situation zu nutzen, um die Deutschen auszusiedeln.

Für die von ihm redigierte Rubrik „Literarische Texte“ hat Peter Motzan diesmal Prosa ausgewählt, „Im Russenhaus“ von Richard Wagner, dazu Lyrik der derzeit in Mainz lebenden, deutsch schreibenden Ukrainerin Marjana Gaponenko, geb. 1981, und Gedichte von Ioan Radu Văcărescu, die Joachim Wittstock aus dem Rumänischen übertrug. In seiner Studie „Überraschung (Unberechenbarkeit) und Provokation als poetische Maximen“ stellt der Literaturwissenschaftler Prof. em. Dr. Volker Hoffmann (München) Gemeinsamkeiten der Poetik und Lyrik Franz Hodjaks, geb. 1944 in Hermannstadt, und Paul Wührs, geb. 1927 in München, heraus. Die Idee des modernen Fortwirkens der Genieästhetik des Sturm und Drang, die „Normabweichung auf allen denkbaren Ebenen“ intendierte, liegt der erhellende Einsichten bietenden Untersuchung zugrunde. / Siebenbürgische Zeitung

Auslieferung, Vertrieb und Abonnementbetreuung erfolgt über: Intime Services GmbH, Postfach 13 63, 82034 Deisenhofen, Telefon: (0 89) 85 70 91 12. Preis: Einzelheft 6,15 Euro (zuzüglich Porto und Versand, Abonnement 22,50 Euro (einschließlich Porto und Versand).

7. Juli 2011

23. Marsch nach Paris

Einsortiert unter: Frankreich, Rumänien, Rumänisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 07:45

Der rumänische Dichter Laurian Stanchescu begann am 4. Juli einen Marsch nach Paris, wo er von Nicolas Sarkozy die Rückgabe der sterblichern Überreste des Bildhauers Constantin Brancusi an seinen Heimatort verlangen will. Brancusi starb 1957 und ist auf dem Friedhof Montparnasse begraben. / artclair.com

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 242 other followers