Quo vadis Bodypainting?

Sicher hat die Wiener Schule für Dichtung schon bessere Zeiten gesehen, vor allem finanziell. Da war früher mit Gastdozenten wie Allen Ginsberg, Blixa Bargeld, Falco oder Nick Cave entschieden mehr los in der Bude. Allerdings geht es uns bezüglich besserer Zeiten allen so. Poesie und Dichtung allerdings, die nicht als verkaufsfördernde Begleitmaßnahme für Werbesujets dienen muss – und sehr oft von Leuten erdacht wird, die nicht hart genug drauf sind, um von ihren Gedichtbänden nur zehn Stück zu verkaufen -, war immer auch ein Instrument der Verweigerung.

Verweigerung und Absage sind ein in Zeiten des neoliberalen Pragmatismus oder Zynismus leider viel zu selten gebrauchtes Instrument der Destabilisierung eines Systems, in dem wir alle demnächst einfahren werden. Die ganze Sache muss allerdings nicht bierernst genommen werden. Weinselig und mit Lachtränen in den Augen geht auch.

Das Motto des am Freitag startenden und von Direktor Fritz Ostermayer kuratierten Schule-für-Dichtung-Festivals Quo vadis Bodypainting? stammt von Friedrich Nietzsche: „Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen, zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.“ Schatz, wir gehen unter, aber nimm‘ es mit Humor. / Christian Schachinger, Der Standard

Quo vadis Bodypainting? poesie und komik. eigentlich. aber kein symposium.
ein festival der schule für dichtung in kooperation mit dem literaturhaus wien und dem top kino.
19. bis 22. juni 2015, info: >> www.sfd.at/festival2015

Wiener Schule für Dichtung

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