Schlagwort: Wladislaw Chodassewitsch

Chodassewitschs Prosa

Als Wladislaw Chodassewitsch 1939 in Paris an Krebs starb, schrieb Vladimir Nabokov: »Dieser Dichter, der größte unserer Zeit, ein literarischer Nachfahre Puschkins in der Linie Tjutschews, wird der Stolz der russischen Dichtung bleiben, solange die letzte Erinnerung daran lebendig ist.« Lange Zeit von Kritik…

Lyrikempfehlungen

Viele gute Gedichtbücher sind zwischen Anfang 2014 und März 2015 erschienen. Welche darunter sind außerordentlich bemerkenswert, interessant, überraschend? Kritiker, Lyriker und Vertreter literarischer Institutionen haben zwölf deutschsprachige und zwölf ins Deutsche übersetzte Gedichtbände ausgewählt, die sie für besonders empfehlenswert halten. Die Empfehlungsliste erscheint einmal…

34. Zwischen Tiefsinn und Nonsense

Dostojewskij als Dichter des Absurden. Eine literarhistorische Recherche von Felix Philipp Ingold. Fjodor Dostojewskij gilt gemeinhin als der tiefsinnigste unter den großen russischen Erzählern des 19. Jahrhunderts – als ein „grausames“  philosophisches Talent, als literarischer Apokalyptiker und fanatischer Nationalist. Man schreibt ihm die Erfindung der…

33. Zuviel für einen Vergessenen

Perlentaucher-Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2014 Luisa Schulz kann kaum glauben, dass dieser Klassiker des 20. Jahrhunderts bei uns noch immer nahezu unbekannt ist, selbst nach Nabokovs Einsatz für Vladislav Chodasevic. Die nun in einer Auswahl erstmals auf Deutsch zu lesenden Gedichten des russischstämmigen…

130. Chodassewitsch

Vladimir Nabokov war nicht gerade für schmeichelhafte Urteile bekannt. Doch in seinem Erinnerungswerk «Speak Memory» schrieb er über den russischen Dichter Vladislav Chodasevič, den er 1932 im Exil kennengelernt hatte: «Ich fand grossen Gefallen an diesem bitteren Mann, der aus Ironie und metallischem Genie…

Lyrik in Rußland

„Das Schlimmste, was unserer Lyrik passieren kann, ist die Marginalisierung“, sagt Alexej Aljochin, der Verleger der wichtigsten russischen Poesie-Zeitschrift Arion. „Gedichte dürfen nicht wie im Westen zum Privatvergnügen der Philologen werden.“ Aber so weit werde es nicht kommen. Natürlich läsen weniger Menschen als früher…