Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Er, der so lange verstummt war. Endlich einmal bricht der (Ost-)Berliner Lyriker, dessen Werke so beliebt sind, dass er noch immer davon leben kann, sein jahrelanges Schweigen. Nicht mit einem neuen Gedichtband, sondern mit einer Rede, die ihm zur Rhapsodie gerät, zum Erinnerungsrausch. Die… Continue Reading „Der Dichter spricht.“
Den Hauptteil des Bandes machen französische, italienische und englische Sonette, außerdem Sonette im Freemix (niemand, der in Zukunft noch über den „Autor als DJ“ faseln will, sollte das mehr in Unkenntnis von Allemanns metrischem Scratchen tun: „Krachschwatzen“ oder „Schwachkratzen“ lautet die Frage). Schließlich noch… Continue Reading „schoen! schoen!“
Auden, Messiaen, Boulez, Rihm, Zimmermann, Stockhausen – sie berufen sich ebenso auf ihn wie Pissarro oder van Gogh. Das belegt die Modernität von Hector Berlioz. Man solle seine Farben hören, sie klängen wie Berlioz, sagt der Maler van Gogh zu seinen Bildern. In der… Continue Reading „Farben hören: Hector Berlioz und die literarische Moderne“
The legend begins at the moment of Rimbaud’s birth on October 20, 1854, in the small town of Charleville. Some say he was born with his eyes open, as a sign of the seer that he would become; others claim that the future traveller… Continue Reading „Legende Rimbaud“
46 Werke von berühmten Künstlern aus der ganzen Welt, die zu diesen Variationen ihre Bilder zeichneten, präsentiert seit Mittwoch das Institut Francais. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Nicaise in Paris wurde es ermöglicht, diese zu Raymond Queneaus 100. Geburtstages konzipierte Ausstellung an die Warnow… Continue Reading „Raymond Queneau, Stilübungen“
Ach, Mutter, / Ach! Ein junger, sehr schöner Mann / Hat mich verspottet, / Mich Arme! // Hé ééé! Kééé, kééé, kééé, ééé!« Solche Verse traditioneller Lyrik (hier aus Kamerun) muss man hören, sehen, man muss sie beim Vortrag riechen, schmecken – Lesen ist… Continue Reading „Antilopenmond“
Im Gedicht „Praha 1990“ der Französisch-Schweizerin Sylviane Dupuis beginnt die zweite Strophe mit dem Ausruf „Étrangère!“, der die schockartige Erfahrung der Fremdheit pointiert an den Anfang setzt. Barbara Köhler verbannt die „Fremde“ ans Versende und macht aus ihr eine blasser wirkende Apposition: „Du wirst… Continue Reading „Versschmuggel“
Lyrikzeitung / Lyrikpost treten in eine dreiwöchige Sommerpause. Hier also die letzten Nachrichten – und voran ein Gedicht, das sich mir – warum auch immer – jetzt aufdrängt. Es stammt von einem französisch schreibenden ägyptischen Dichter koptischer Herkunft. Er heißt Georges Henein (1914 –… Continue Reading „Liebe Lyrikfreundinnen und -freunde in aller Welt,“
Eine neue Anthologie ist Venezuela gewidmet und stellt 60 Dichterinnen und Dichter mit Gedichtproben, zweisprachig, spanisch und französisch, vor. Von keinem Schriftsteller existiert bis heute ein Einzeltitel in hiesigen Verlagen, was jedoch nicht an der Qualität des Schaffens liegt. In diesem Sinne handelt es… Continue Reading „Buch für Poesiescouts“
Diese Ausgabe macht dem deutschen Leser zum ersten Mal das surrealistische Frühwerk des französischen Dichters in seiner Gänze bekannt, das bisher nur in Einzelübersetzungen verfügbar war. Merkwürdig an der lesbaren Übersetzung ist nur, daß statt eines Übersetzers eine „Redaktion der Übersetzung“ genant wird, der… Continue Reading „René Char und der Surrealismus“
Inger Christensen hat dieses Langgedicht, das nun erstmals auch auf deutsch vorliegt, im Jahre 1969 veröffentlicht, im Alter von 34 Jahren. Unter der Hand, ja recht besehen mit der Niederschrift des ersten Wortes verabschiedet sie darin ein Zeitalter: die Moderne Mallarmés, Valérys, Blanchots. Mallarmés… Continue Reading „Det/ Das: Abschied von Mallarmés Moderne“
2. – 3. (-) 27 Punkte FERNANDO PESSOA : Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares Aus dem Portugiesischen von Inés Koebel. Ammann Verlag, Euro 49,90 ‚Wir alle, die wir träumen und denken, sind Buchhalter oder Hilfsbuchhalter in einem Stoffgeschäft …. Wir führen… Continue Reading „SWR-Bestenliste Juni 2003“
In der NZZ vom 31.5.03 stellt Martin Zingg Neues von Philippe Jaccottet vor: Philippe Jaccottet / Gustave Roud: Correspondance 1942 bis 1976. Herausgegeben von José-Flore Tappy. Gallimard, Les Cahiers de la NRF, Paris 2002. 560 S., Euro 30.-. Europe: Gustave Roud. Nr. 882, Oktober… Continue Reading „Neues von Philippe Jaccottet“
fordert der Direktor des Pariser Picasso-Museums und geübte Provokateur Jean Clair in Le Point vom 30.5.03
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