schoen! schoen!

Den Hauptteil des Bandes machen französische, italienische und englische Sonette, außerdem Sonette im Freemix (niemand, der in Zukunft noch über den „Autor als DJ“ faseln will, sollte das mehr in Unkenntnis von Allemanns metrischem Scratchen tun: „Krachschwatzen“ oder „Schwachkratzen“ lautet die Frage). Schließlich noch jambische Formen und ein paar kleine Gedichte. Es bleibt ein „Surren im Ohr“.
Woher nimmt Allemann das Vertrauen in seine lyrischen Implosionsformen? Es sind Formen poetischen Erinnerns. Und das bekommt hier eine ebenso vertrackte wie überaus genaue Lautgestalt, einen Sprachkörper. Der wirbelt und stolpert in seiner „Repetierbegehr“, als handelte es sich um ein Video von Bruce Nauman. / Guido Graf, Die Welt*) 6.12.03

Urs Allemann: schoen! schoen! Urs Engeler Editor, Weinheim. 72 S., 17 EUR

(Informationen und Texte auf der Verlagsseite)

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