Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz, Landkreis Altenburg; † 2. Juni 2007 in Berlin) Aus: prosa meiner heimatstraße 3 Aus: Wolfgang Hilbig: Gedichte. Mit einem Nachwort von Uwe Kolbe. Frankfurt/Main: S. Fischer, 2008
Adelbert von Chamisso (* 30. Januar 1781 auf Schloss Boncourt bei Ante, Châlons-en-Champagne, Frankreich; † 21. August 1838 in Berlin) Adelbert an seine Braut Ich schlich so blöd für mich allein, Ich wälzte so mich in den Staub, Ich war so schwach, ich war… Continue Reading „Ich schlich so blöd für mich allein“
Vom 7. Juli bis 11. September 1828 hält sich Goethe, aus Weimar geflüchtet, in Dornburg auf. Er trinkt Wein, isst Zervelatwurst und Artischocken, treibt meteorologische, botanische und geologische Studien und betrachtet das liebliche Saaletal. Am 25. August um 19 Uhr ging der fast noch… Continue Reading „Dem aufgehenden Vollmonde“
Anna Hoffmann dea ex machina „Geh jetzt ins Bett.“ dein wütendes geschick erwartet dich water-boarding-Ophelia im kampf gegen den terror der körper verklappt sich die kleine im kontext täter opfer zuschauer das eigene spie-gelbild die feindbildkonstruktion läuft auf hochtouren wann bricht dein widerstand wann… Continue Reading „dea ex machina“
Theobald Hock (Hoeck) (* 23. August 1573 in Limbach; † nach 1624) Traw der Lieb nit zuuil Nacht vnd Tag hab ich gedient, Eim Frewlein rain und zarte, Damit ich nur jhr Lieb versindt*, Kein fleiß noch mühe ich sparte. All ander Lieb, Freud,… Continue Reading „Traw der Lieb nit zuuil“
Gedeucht = Gedicht, Gedeuchtittis = Gedichtetes, Prausur = Prosa – mehr muss man eigentlich nicht wissen, um das folgende Gedeucht zu farrsteuhönn. Jarr düßß stömmt. Matthias Koeppel (* 22. August 1937 in Hamburg) Gedeuchtittis Gedeuchtittis üßt ain Gedeucht wann zich’s roimt, zunst üßt äßß… Continue Reading „Gedeuchtittis“
Das ging den Leuten vor 320 Jahren wie denen heute wie denen vor 10000 Jahren. Der Dichter Wernicke hat es überprüft. Christian Wernicke (* im Januar 1661 in Elbing; † 5. September 1725 in Kopenhagen) Auf die unnütze Klagen über die itzige Zeiten. Man… Continue Reading „Auf die unnütze Klagen über die itzige Zeiten“
Christian Friedrich Hunold (* 29. September 1680 in Wandersleben bei Gotha, Thüringen; † 16. August 1721 in Halle/Saale) Uber ihre Untreue. Immer hin / Falsches Hertze / leichter Sinn! Lesche nur die starcken Kertzen In den sonst entflammten Hertzen / Weil… Continue Reading „Immer hin“
Das Schicksal, vom lesenden Publikum vergessen und von manchen Fachleuten ignoriert und kleingeredet zu werden, teilte Sibylla Schwarz mit vielen Frauen. Heute ein Text von Hrotsvit von Gandersheim, die um 935 geboren wurde und Erzählungen, Dramen und Gedichte in lateinischer Sprache schrieb. „Hrotswita wurde… Continue Reading „Hrotsvit von Gandersheim“
Dirk Uwe Hansen im beisein eines betrachters auf der fenster bank ein roter fächer schlägt wellen schlägt auf schlägt öffnung in flächen für die ist alles davor und dahinter hat jetzt keine farbe ist durchsichtig erst in zukunft ein raum in dem was entsteht… Continue Reading „was entsteht im beisein eines betrachters“
Hanns Otto Münsterer (* 28. Juli 1900 in Duß, Lothringen; † 30. Oktober 1974 in München) STUFEN Jugend. Zeit der Kantaten. Unter dunklem Balkon nächtliche Serenaden, Waldhorn und Lampion. Verse des Mannes. Klirren der Degen. Haifischschlacht. Lorbeer, Gold und Myrrhen haben sie nicht gebracht.… Continue Reading „Stufen“
Jakob Balde war ein großer deutscher Dichter des 17. Jahrhunderts. Leider schrieb er auf Latein, und so kennen ihn nur wenige Spezialisten. Hier ein Text im Original, die Nachdichtung Herders und darunter eine Prosaübersetzung. Eine neuere, vollständige Übersetzung wäre wünschenswert (aber vielleicht kenne ich… Continue Reading „Unbekannter großer Dichter“
In dem kurzen Leben der Sibylla Schwarz gibt es beide reichlich, Freude („das / was ich lieber hab als Gelt / Ja auch als alle alle Welt“) und Leid (angefangen vom frühen Tod der Mutter), reichlich Auf- und Abschwung. Mehrmals kündigt sie an, das… Continue Reading „Sieh zu, dass du ihr folgen kannst“
Georg Maurer (* 11. März 1907 in Reghin (Sächsisch Regen), Siebenbürgen, Königreich Ungarn; † 4. August 1971 in Potsdam) Vor 50 Jahren, am 4. August 1971, starb der Dichter Georg Maurer. Sein letztes Gedicht schrieb er am 25. Juli 1971. Spätes Aufwachen Mir geht’s… Continue Reading „Vor 50 Jahren gestorben: Georg Maurer“
Robert Reß (* 2. Juni 1871 in Prag; † 9. Februar 1935) In diesem Jahr hätte man seinen 150. Geburtstag begehen können. Seine Gedichte wurden 1899 bei Johann Sassenbach und 2013 bei Reinecke & Voß gedruckt. Hier eins daraus. Wenn ich an sie denke,… Continue Reading „Robert Reß (1871-1935)“
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