Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein Gedicht von Wolf Biermann an den alten Poeten in Moskau, Jewgeni Jewtuschenko, der als junger Mann 1962, mitten im Kalten Krieg, diese Zeile prägte: als Wortkanone gegen den heißen Krieg „Meinst du, die Russen wolln, meinst du, die Russen wolln, meinst du die… Continue Reading „70. Хотят ли русские войны“
Wer sagt, Gedichte könnten nichts bewirken. Ich habe es selbst gelesen, in der Zeitung. Der Kritiker Fritz J. Raddatz hört auf, denn: „Zu zahlreich die Gedichte, die keinen lyrischen Atem mehr haben…„. Aus der Begründung: Ich habe mich überlebt. Was heißt das für einen… Continue Reading „67. Wirkung der Lyrik, zugleich etwas über Kritik“
Am 2. Leseabend des Lyrikpreises München 2014, am 19.09., wurden von der Jury ins Finale gewählt: Kathrin Bach, Berlin Walter Fabian Schmid, Solothurn, CH Sebastian Unger, Berlin Damit stehen für das Finale am 18.10. um 19 Uhr im Vortragssaal der Bibliothek des Gasteig für den ersten und… Continue Reading „66. Lyrikpreis München“
Den Robert-Gernhardt-Preis vergibt das Land Hessen zur Förderung entstehender literarischer Werke. Am Mittwoch wurden in Frankfurt der Darmstädter Schriftsteller Kurt Drawert und die Dramatikerin Ulrike Syha ausgezeichnet. (…) (…) bekam Drawert am Mittwochabend in der Naxoshalle den Gernhardt-Preis, den mit 12 000 Euro verbundenen Literaturpreis… Continue Reading „65. Preis für Drawert“
Der Lyriker hat diese Optionen alle vertrödelt. Ihm bleibt nur das Pöbeln. Pöbel mal, Lyriker!, verlangt sogleich das zweite Erdmännchen in seiner Dienstleistungslogik. Aber das macht er dann halt auch nicht, nicht auf Abruf. Lieber schlägt er, das hat er aus dem Laden mitgehen… Continue Reading „64. Ratschlag aus dem Handbüchlein“
Wiederholte Unmutsäußerung Es gibt Texte, die lähmen. Sie sind irgendwie enttäuschend, tun eventuell etwas weh, aber sind zu verschämt, zu unverbindlich, als dass sie leicht darlegbare Irrtümer enthalten. Im günstigsten Falle muss man deren Autoren zu Gute halten, dass sie sie gedankenlos niedergeschrieben haben.… Continue Reading „63. Unmut“
Aus einem Gedenkartikel von Bert Papenfuß für Karin und Bernd Kramer, die beide in diesem Jahr starben. Mein erster Gedichtband (1) erschien 1985 leider nicht im Karin Kramer Verlag und trug als Buchschmuck keinen roten Drudenfuß auf schwarzem Untergrund (2), wie ich es mir… Continue Reading „61. Karin und Bernd Kramer“
Kultusminister: Klopstock-Preis für neue Literatur soll sich zu einer Marke des Landes entwickeln Das Land Sachsen-Anhalt will seinen Literaturpreis neu profilieren und ab dem Jahr 2015 den „Klopstock-Preis für neue Literatur“ verleihen. Darüber hat Kultusminister Stephan Dorgerloh das Kabinett auf seiner heutigen Sitzung unterrichtet.… Continue Reading „57. Nachgebessert: Klopstockpreis“
Die im Ludwigsburger POP-Verlag vom Verlagsleiter Traian Pop selbst herausgegebene Vierteljahresschrift BAWÜLON nennt sich im Untertitel „Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst“. (…) Aus besonderen Anlässen rückt die Zeitschrift Werk und Wirkung eines Schriftstellers oder einer Schriftstellerin ins Zentrum einzelner Ausgaben. Nach Julia Schiff… Continue Reading „48. Horst Samson“
wir, in der U-Bahn uns gegenübersitzend – ungewollt einbezogen ins heimliche Gespräch der Blicke Hansjürgen Bulkowski
Karl Heinz Schreiber ist tot. Er verstarb am 26. Mai 2014 nach kurzer, schwerer Krankheit. Karl Heinz Schreiber, geboren am 16.9.1949, war ein deutscher Schriftsteller, der seine Werke in verschiedenen Anthologien veröffentlichte. In seinem eigenen Publikationsforum „AALFAA EnterBraynMent“ gab er die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift… Continue Reading „43. Gestorben“
erhielt am Donnerstag um 17 Uhr im Literaturhaus Magdeburg den mit 5000 Euro dotierten Georg-Kaiser-Förderpreis des Landes. 1982 in Osterburg (Landkreis Stendal) geboren, wuchs Kokot in der Altmark auf, wurde in Hamburg zum Informatiker ausgebildet und studierte ab 2006 am Literaturinstitut in Leipzig. 2013 veröffentlichte… Continue Reading „42. Sascha Kokot“
Wenn man sich an Etiketten versucht, lägen Begriffe wie Alltagslyrik oder Gelegenheitsdichtung nahe. Mal lakonisch-kurz, dann im Zeichen des Langgedichts, wie es z. B. Günter Herburger in den 70er Jahren poetologisch auf den Punkt gebracht hat: Gedichte sollen verstopften Schubladen gleichen. Um Gedichte im… Continue Reading „41. Gleich verstopften Schubladen“
Von Thomas Kling stammt die Selbstaussage, ihn interessiere jede „Land- oder Stadtschaft als eine riesen summende Insektengesellschaft“, aus der er in seinen Gedichten einzelne Stimmen „herauspräparieren“ müsse. In Beyers neuem Gedichtband „Graphit“ (erscheint im Oktober), in dem vielfach Fotos Auslöser gewesen sein dürften, hört… Continue Reading „39. Rheinische Stimmen erscheinen“
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