Schlagwort: Andreas Breitenstein

L&Poe ’17-18

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Thomas Havlik. Hansjörg Zauner und Pierre…

60. Frage

So schafft denn jeder Künstler sein Werk, genauso, wie er es erleidet. Weshalb er als ein Anderer seiner selbst nie sicher sein kann, ob er ein Wissender ist oder ein Narr. «Adam [Zagajewski], bitte sagen Sie mir ehrlich, habe ich irgendwann im Leben ein…

84. Keine Empathie

Wenn die Debatte um Günter Grass‘ Gedicht-Pamphlet «Was gesagt werden muss» jenseits der breiten Zurückweisung durch die Intelligenzia eines gezeigt hat, dann, dass es dem Internet-Mainstream zunehmend an Empathie für Israel gebricht. / Andreas Breitenstein, NZZ

59. Schicksalsstücke

Die Lehre vom Dichter als Seher findet in Rilkes «Erster Duineser Elegie» zum rein pathetischen Ausdruck und lebt fort in Gottfried Benns Aberglauben, Walter Hasenclevers Horoskopen, Elsa Lasker-Schülers Stern-Signaturen und Hermann Hesses Zahlenmagie. Die endgültige metaphysische Ausnüchterung erfolgt im Zeichen Neuer Sachlichkeit nach dem…

130. Nabokovs Puschkin

Unzufrieden mit den bestehenden «Eugen Onegin»-Übersetzungen, hatte sich Nabokov 1949 selbst ans Werk gemacht, und zwar mit dem Ziel, die Sinnverteilung des Originals möglichst beizubehalten, wodurch etwa der Reim wegfiel. Wie eine Lupe sollte seine Übertragung wirken, wobei der Kommentar nicht nur zum philologischen…

Litauen als terra incognita,

das war schon immer so, aber gerade dieses Andere zog auch die Träume, Wünsche und Sehnsüchte vieler Intellektueller an. Zwischen endlosen Wäldern und sanften Hügel, zwischen Seen und Sümpfen, da, wo eben noch Feen, Nixen und Zwerge gehaust hatten, schien der Ursprung zum Greifen…