Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Margarete von Navarra (auch Margarete von Angoulême, französisch Marguerite de Navarre; * 11. April 1492 in Angoulême; † 21. Dezember 1549 in Odos), Königin von Navarra, kluge Frau und Dichterin ZEHNZEILER (an Clément Marot gerichtet) Wenn die, die Geld Euch liehen, wie Ihr sagtet,… Continue Reading „Tausendmal mehr wert“
Georges Schehadé (* 2. November 1905 in Alexandria; † 17. Januar 1989 in Paris) Bis auf einen indischen Berg aufgrund seiner Purpurfarbe Und diesen Bronzegeruch den manchmal die Pferde haben Lassen die welken Blätter uns kalt Es gibt Traurigkeiten die nicht die unsrigen sind… Continue Reading „Bis auf einen indischen Berg aufgrund seiner Purpurfarbe“
Paul Verlaine (* 30. März 1844 in Metz; † 8. Januar 1896 in Paris) Für diese Verse wird man mich verleumden Für Charles Vignier GEBEUGT STAND ICH am Bett: ganz hingegeben den keuschen Leib, lagst du im Abendschlummer. Und ich begriff, als läse ich… Continue Reading „Sag: stirbt auch die Seele?“
Stéphane Mallarmé (* 18. März 1842 in Paris; † 9. September 1898 in Valvins) Gabe des Gedichts EIN KIND AUS EDOMS NACHT, HIER LIEGT ES VOR DIR. BLOSS Und schwarz, mit Flügeln blutig-bleich und federlos, Durchs Fensterglas, gebeizt von würzigem Rauch und Gold, Gefrorne… Continue Reading „Gabe des Gedichts“
Henri Rousseau (genannt „Le Douanier“, Der Zöllner; * 21. Mai 1844 in Laval; † 2 . September 1910 in Paris) Der Traum Jadwiga, süß entschlummert kaum, Hat einen wunderschönen Traum; Der Flöte Ton dringt an ihr Ohr, Ein guter Zauberer ruft ihn hervor. Das… Continue Reading „Der Traum. Le Rêve“
Guillaume Apollinaire (* 26. August 1880 in Rom, Italien; † 9. November 1918 in Paris) Wenn man mich machen ließe Zeit du allein der Weg von einem Punkt zum andern Wenn man mich machen ließe hätt ich bald verändert Das Herz der Menschen und… Continue Reading „Wenn man mich machen ließe“
Nach Rimbaud VIERZEILER Sterne weinten rosen in deine pulsenden Ohren; Unendlichkeiten – weiß vom Hals zu den Lenden – sanken; Das Meer hat rote Perlen an glühe Brüste verloren, Und der Mann verblutete schwarz an deinen gebietenden Flanken. Aus: Alt- und neufranzösische Lyrik in… Continue Reading „Nach und von Rimbaud“
Pierre-Jean de Béranger (* 19. August 1780 in Paris; † 16. Juli 1857 ebenda) Mein Freistaat Ich kann nur noch den Freistaat leiden, Seit soviel Kön’ge ich geseh’n. Ich mach‘ mir einen und bin fleißig. Mit gutem Brauch ihn zu verseh’n. Nur Heiterkeit sei… Continue Reading „So soll es sein“
Aimé Césaire (* 26. Juni 1913 in Basse-Pointe, Martinique; † 17. April 2008 in Fort-de-France) Ein Massaker unter anderen Mit aller Kraft stoßen Sonne und Mond zusammen die Sterne fallen ab wie überreife Zeugen und wie ein Wurf grauer Mäuse Fürchte nichts bereite deine… Continue Reading „Ein Massaker unter anderen“
René Char (* 14. Juni 1907 in L’Isle-sur-la-Sorgue, Département Vaucluse; † 19. Februar 1988 in Paris) ES LEBE! Dies Land ist nur ein Wunsch im Geist, ein Gegen- Grab. In meinem Land zieht man die zarten Beweise des Frühlings und die dürftig gekleideten Vögel… Continue Reading „In meinem Land“
Gérard de Nerval (eigentlich Gérard Labrunie; * 22. Mai 1808 in Paris; † 26. Januar 1855 ebenda) NACH GÉRARD DE NERVAL DIE HIMMELSBRÄUTE Où sont nos amoureuses Wo sind unsre Bräute? Sie sind in der Gruft! Sind glücklicher heute, In blauerer Luft! Bei Engeln… Continue Reading „Wo sind unsre Bräute“
Louise Labé (* ca. 1524 in Lyon; † 25. April 1566 in Parcieux- en-Dombes bei Lyon) Ô beaus yeus bruns, ô regards destournez, Ô chaus soupirs, ô larmes espandues, Ô noires nuits vainement attendues, Ô jours luisans vainement retournez : Ô tristes pleins, ô… Continue Reading „3 Fassungen“
Jean-Joseph Rabearivelo (* 4. März 1901, Antananarivo, Madagaskar; † 22. Juni 1937 ebd.) Hier steht sie, die Augen glitzernde Kristalle des Schlafs, die Lider schwer von endlosen Träumen, die Füße wurzeln im Ozean, und wenn sie die triefenden Hände hebt, hält sie Korallen und… Continue Reading „Hier steht sie“
Charles Cros Dichter und Erfinder, * 1. Oktober 1842 in Fabrezan, Département Aude; † 9. August 1888 in Paris DAHEIM „Baba, Pipi, Bubu, Popo.“ „Do, ré, mi, fa, sol, la si, do.“ Es brüllt der Knirps, die Schwestern prügeln Auf Cembalos und alten Flügeln.… Continue Reading „Daheim“
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