Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Im Alter von 73 Jahren starb heute in Ljubljana Tomaž Šalamun, „Bilderstürmer der slowenischen Poesie“. Seine Gedichtsammlung „Poker“ hat die Landschaft der slowenischen Literatur verändert, schreibt rtv.slo. Aber das sind Ausnahmen Aus dem Slovenischen von Peter Urban gummischuhe schaffen wir ab denn die werden nicht… Continue Reading „89. Tomaž Šalamun gestorben“
Nach dem „Buch der Dinge“ (2006) hat Aleš Šteger nun ein „Buch der Körper“ geschrieben. Überaschenderweise spielt er die Wahrnehmung darin nur indirekt aus. Den Körper als das vermeintlich Andere des Denkens fasst er als ein Gebilde, das zum Ausdruck drängt: Die Äußerungen des Körpers… Continue Reading „39. Buch der Körper“
Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der „Heimat Poesie“. Vom 7.-15. Juni 2013 präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst. Zu Gast sind u.a. Christian Bök (Kanada), Breyten… Continue Reading „45. poesiefestival berlin“
Šalamun ist weit gereist und weltgewandt. Ein Umstand, der mir irgendwie zur slowenischen Dichtung zu passen scheint, und auch dass sich hier, in der slowenischen Dichtung, die Einflüsse der Moderne und Postmoderne ihren ureigensten Ausdruck suchen. Vor ein paar Wochen auf der Messe drückte… Continue Reading „107. Die Slowenen“
In frühen Jahren orientiert sich Šalamun an slowenischen Dichtern wie Dane Zajc, Vasco Popa oder auch an Baudelaire, befragt als Mitherausgeber der Zeitschrift „Perspektive“ kritisch die Dichtungen und Philosophien der Moderne und sucht dann den Kontakt zu amerikanischen Dichtern wie dem damals noch jungen… Continue Reading „46. Ich fühlte mich schuldig“
Was ist eigentlich ein «a»? Ein blosses Zeichen, ein Vokal, der Anfang des Abc? Oder vielleicht doch mehr als nur Buchstabe, vielmehr ein Wort, das wächst und sich verzweigt und in den Verästelungen aufblüht? So wie das «a» im Slowenischen, das «aber» heisst: «Kaum… Continue Reading „30. Wortloch“
Im Dezember 2012, kurz vor ihrem Tod, veröffentlichte sie noch einmal ein Debüt. „Da me je strah?“ – „Ob ich mich fürchte?“ – ist der erste Roman von Marusa Krese. Bei der Lesung in Ljubljana war sie noch als Gast dabei. Am Montag ist… Continue Reading „35. Maruša Krese gestorben“
Hinter der Idee zum Verlagsnamen stecke nicht nur ein literarischer Bezug (das Sonett „Correspondances“ von Charles Baudelaire), sondern auch eine ganz praktische Begegnung. Ich solle mal an die Pariser Metro denken, da stehe überall „correspondance“ für die Verbindungen/Umsteigemöglichkeiten in den einzelnen Metro-Stationen, die die… Continue Reading „32. Korrespondenzen“
Er war ein aufstrebender Lyriker, verkehrte in höchsten Künstlerkreisen – und zerbrach noch vor der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes am Leben. Ernst Goll stürzte sich am 13. Juli 1912, gerade einmal 25-jährig, aus einem Fenster der Grazer Universität. „Wir haben wahrscheinlich an ihm einen… Continue Reading „57. Ernst Goll“
Rauris scheint ein kritisches Publikum zu haben: Der chinesische Literaturprofessor Wang Jiaxin – eigens aus Peking eingeflogen – las seine nicht zuletzt von deutscher Poesie inspirierte „Welt-Lyrik“ im chinesischen Original. Aber sein Publikum erreichte er auch in der deutschen Übersetzung von Autor und Chinakenner… Continue Reading „126. Mäklig“
Der Boston Globe fragte 3 Experten nach den besten Gedichtbänden 2011. Jeder nennt 10 Titel ohne eine einzige Überschneidung (was mich freut). Hier die Gesamtliste: “A Hundred Doors’’ by Michael Longley (Wake Forest University) “Ardency: A Chronicle of the Amistad Rebels’’ by Kevin Young… Continue Reading „76. Best of“
Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift Wird morgen fortgesetzt und abgeschlossen. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden. Bedenken Sie bitte, daß weder Theo Breuer noch ich 1. alles kaufen, 2. alles lesen und 3. wie… Continue Reading „58. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (6)“
Die Anfänge des Dichters Frančič liegen in den späten siebziger Jahren, in einer autoritären Phase des Tito-Sozialismus; für die Kunst ist die bleierne Zeit eine Ära der Experimente, und beides, die Freiheit und den repressiven Geist der Gesellschaft, wird man in Frančičs Werk spüren.… Continue Reading „17. Franjo Frančič“
Nicht Respekt, sondern Zweifel ist das Instrumentarium dessen, der sich seiner Identität immer neu vergewissern muss. Ein beständiges Ich gibt es bei Ališanka nicht, nur eines, das Rollen erprobt, um sie wieder zu verwerfen. Weder Theoreme noch Definitionen kommen ihm bei. Symptomatisch heisst es… Continue Reading „53. exemplum“
Die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria lädt zum vierten Dichter-Symposium nach Caorle bei Venedig. Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung ist der ungarische Dichter Géza Szöcs. Flussi Diversi – Poesie in alpen-adriatischer Vielfalt 27-29 Mai 2011 http://flussidiversi.jimdo.com/ Liste der teilnehmenden Dichter: Antonio Cassuti (Italia) Augusto Debernardi (Italia) Conny Stockhausen… Continue Reading „61. Flussi Diversi“
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