Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wer Welimir Chlebnikows „Lied vom El“ in Sternensprache kennt – in der deutschen Ausgabe von Peter Urban stehen Fassungen u.a. von Franz Mon, Oskar Pastior und Gerhard Rühm – , der wird sich über den Text „Öl“ von Ernst Fuhrmann aus dem Jahr 1927… Continue Reading „17. Punk, Politik & Poesie“
Ach, Majakowski, Chlebnikov. Charms, wer ist das? Wer noch keine eigene Sprache hat, oder den eigenen Schwurbeleien noch nicht soviel Vertrauen schenken wollte, konnte gestern „im Institut“, in der Wächterstraßenvilla neben dem amerikanischen Konsulat, vis-à-vis der Hochschule für Grafik und Buchkunst zwei gut gebauten… Continue Reading „86. „das Alphabet ist ein Knast!““
nennt sich ein Intelligenztest im Internet, mit dem auf eine bestimmte Sprachbegabung geschlossen werden soll. … Und es gibt jetzt auch eine gleichnamige Künstlerzeitschrift, die eigentlich ein Künstlerbuch ist und 34 Autoren und Künstler mit Originalarbeiten, Texten und Medien versammelt. Band 1 handelt vom… Continue Reading „55. »Vokabelkrieger«“
Nicht Donau, Rhein oder Alsterfluß – Literatur aus der Steckdose (digital) würdigt ein so betiteltes Festival in Stuttgart. Sebastian Domsch berichtet in der FAZ vom 17.11.: Erfrischend unreflexiv und dafür ästhetisch umso einprägsamer hatte sich davor die Diskussion und Performance visueller Poesie und Lautpoesie… Continue Reading „65. Literatur und Strom“
Carlfriedrich Claus im Kontext von Klee bis Pollock Kunstsammlungen Chemnitz 24. Juli 2005 bis 9. Oktober 2005 Im Rahmen der Ausstellung läuft seit Juli ein spannendes Lese- und Vortragsprogramm. Dies demnächst: Samstag, 17. September 2005, 19:00 Uhr Ein langer Abend Neuer Poesie. Lesungen, Akustisches,… Continue Reading „48. Schrift. Zeichen. Geste“
Acht Komponistinnen und Komponisten vertonen Gedichte von acht Dichterinnen und Dichtern und bringen sie am kommenden Donnerstag, 23. Juni, im Konzerthaus Berlin zur Uraufführung. Mitwirkende Dichter sind Marcel Beyer, Björn Kuhligk, Michael Lentz, Ulrich Schlotmann, Nikolaus Schneider, Ulf Stolterfoht, Anja Utler und Uljana Wolf.… Continue Reading „59. Vertonte Lyrik zum Festival“
In Bookforum Dez/Jan bespricht Marjorie Perloff eine neue Ausgabe der späten Lyrik von Anna Achmatowa. Hier eine Passage, die sich intensiv der Übersetzungskritik widmet: In her preface, Anderson argues that the extant free-verse translations don’t do Poem Without a Hero justice. An exception, she… Continue Reading „25. Poem ohne Held“
Im Alter von 95 Jahren veröffentlichte Emma Gerstein ihre aufsehenerregenden Erinnerungen an ihre Freundschaft mit zweien der bedeutendsten russischen Dichter, Ossip Mandelstam und AnnaAchmatowa. Im Guardian vom 17.4. das Vorwort und ein Auszug (das bekannte Anti-Stalin-Epigramm von 1933 betreffend). Hier eine Passage aus dem Vorwort: In early 1974, not long before Gerstein began to write… Continue Reading „56. Gersteins Moskauer Erinnerungen“
Ancestral voices were strong in Pushkin. Perhaps that is why his foreign origins, so to speak, are important. Up to the end of the nineteenth century, a particular ancestor of Pushkin’s was considered first to be an African, and then an Abyssinian, that is,… Continue Reading „49. Puschkins afrikanische und europäische Wurzeln“
In einem anderen Artikel der gleichen Ausgabe der Al-Ahram wird eine Produktion des Genfer Balletts zu Umm Kultoum und Strawinsky als unangemessen „oversexed“ kritisiert: Umm Kulthoum’s songs have always been, and still are considered by all Egyptians as food for the soul and not… Continue Reading „28. Für die Seele, nicht den Körper“
Über das Frankfurter Konzert des aus dem Wahnsinn erwachten Brian Wilson (Beach Boy) und die späte Rekonstruktion des „Smile“-Albums von 1967 in der BLZ vom 12.3.04 (vgl. L&P 02/2004, 77) Zwei Popmärchen. – Hier am selben Ort eine andere Erweckungsstory, Majakowski betreffend (Mysterium Buffo… Continue Reading „25. Erweckungsstory“
Dass er in Chlebnikov schnell einen Anverwandten fand, einen, der wie er selbst als Alchemist im Sprachlabor rumort, ein Mitglied der Familie der Wörtlichnehmer, der dichterische Fleißaufgaben dadurch löst, dass Ableitungs-, Kombinations- und Flexionsgelegenheiten der Sprache gierig ergriffen werden, ist begreiflich. Besonders die Abstraktionsmöglichkeiten… Continue Reading „36. Pastiors Chlebnikow neu“
Ein Buch über den „Frei“-Tod der Dichterin Marina Zwetajewa kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Exil bespricht Carlin Romano im Philadelphia Inquirer vom 18.1.04: But The Death of A Poet compensates as a stark, scene-by-scene depiction of all the straws piled slowly upon one… Continue Reading „„Frei“-Tod Zwetajewas“
Kennt man Tonaufnahmen von Celans Leseduktus beim Vortrag eigener Gedichte, verblüfft das deutlich reduzierte Pathos der vorliegenden Einspielung: Die artikulatorische Anverwandlung der fremdeigenen und eigenfremden Texte erkundet das Spektrum zwischen Nähe und Distanz in gedeckten Intensitäten. Mehr als ein Jahrzehnt zuvor hatte Celans zeitweilige… Continue Reading „Dichterstimme“
Die beiden großen Dichterinnen trafen sich persönlich nur zweimal. Und das erst spät – nämlich 1941. Ihre Werke hatten sie natürlich schon sehr viel früher kennen gelernt und gegenseitig gewürdigt. In jene Zeit fällt auch Achmatowas Requiem auf die Opfer des Stalin-Terrors. Warum vergiftet… Continue Reading „Achmatowa, Zwetajewa“
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