Kategorie: Europa

17. open mike: Die Jury steht fest

Die Jury für den 17. open mike ist benannt: Die Autoren Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh werden in diesem Jahr die besten deutschsprachigen Nachwuchsautoren küren. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 EUR dotiert, wobei ein Preis für Lyrik vergeben wird. In diesem… Continue Reading „17. open mike: Die Jury steht fest“

16. Anna Blume und neue Poesie

Er hat den Marktplatz eher gescheut: Carlfriedrich Claus, Annabergs berühmtester Bürger – nach den weitaus populäreren Adam Ries und Barbara Uthmann. Dies mag auch ein Anlass für den mutigen Versuch eines ersten Literatur- und Kunstfestivals namens Anna Blume zu Ehren des Ehrenbürgers der Bergstadt… Continue Reading „16. Anna Blume und neue Poesie“

15. „Entschlossenheit zur Kunst“

„Der Hecht, die Träume und das Portuguiesische Café“ ist das Manifest einer Entschlossenheit zur Kunst, die sich der Verwandschaft mit der Frühromantik, also etwa Wilhelm Heinrich Wackenroders „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ nicht schämt, wobei hier ein kleines Ensemble von Menschen in einer Stadt an… Continue Reading „15. „Entschlossenheit zur Kunst““

14. Sintflut

So ist das Recht. Das Recht, beschrieben, tröstet Rainer Kirsch Ich lese in einem Buch: Scheich Raschad Hassan Chalil, ehemaliger Dekan der Fakultät für Islamisches Recht an der renommierten Kairoer Al-Azhar-Universität, hat Anfang 2006 eine öffentliche Debatte über erlaubte und unerlaubte Sexualpraktiken ausgelöst. Er… Continue Reading „14. Sintflut“

12. SLASH ‚N‘ SMiLE

Tom de Toys, 30.7.2009 (8-11 Uhr), inspiriert durch http://www.Lyrikzeitung.de SLASH ‚N‘ SMiLE (iNTRAWEHNÖSE VERCLiCKERUNGSMAßNAHME) iCH VERGÖTTERE DAS KLEiNE i GENAUSO WiE DAS SCHARFE ß ALS GROßBUCHSTABE JA DOCH RiESENGROß WiE DAS SAGBARE UND TRAGBARE T DAS ALLEN MENSCHEN ZUR VERFÜGUNG STEHT UM POESiE ZU… Continue Reading „12. SLASH ‚N‘ SMiLE“

9. Fadenwürde

»Pop«iges von Sternmut, das wäre auch mal was – aber nein, Schluss gleich zu Beginn mit versuchten Wortspielereien, die wird der Autor (Jg. 1958) substanzieller liefern. Ungewöhnlich ist, dass zum Titel ein Titelgedicht gleich zum Einstieg präsentiert wird. Aber hoffe niemand auf eine sofort… Continue Reading „9. Fadenwürde“

8. Berührende Poeme in pathetischer Saxofonsoße

… schreibt Julian Hofer, Die Welt 30.7.: Hätte er doch einfach geschwiegen. Hätte die (vertonten) Gedichte der Selma Meerbaum-Eisinger beim Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der Musikhalle für sich stehen lassen: Jene berührenden, ja ergreifenden Poeme, die das jüdische Mädchen ihrer ersten großen… Continue Reading „8. Berührende Poeme in pathetischer Saxofonsoße“

7. Peter Horst Neumann gestorben

Über die Komposita und Schlüsselworte bei Paul Celan wie über den „Unsinn“ bei Günter Eich hat Peter Horst Neumann Bleibendes geschrieben. Seine eigenen Gedichte (beispielsweise „Pfingsten in Babylon“ 1996), waren aber bewusst nicht nur in ihrer Epoche angesiedelt. Zum Echoraum auch seiner Gedichte gehörten… Continue Reading „7. Peter Horst Neumann gestorben“

6. Alpenwüste

Arthur Rimbaud erlebt im November 1878 den verschneiten Gotthard im Nebel. In einem Brief, einem unvergleichlichen Stück Alpenprosa, schildert er, wie da kein Schatten mehr sei, obwohl man sich mitten unter ungeheuren Dingen befinde: «. . . keine Strasse mehr, kein Abgrund, keine Schlucht,… Continue Reading „6. Alpenwüste“

5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle

Ein lang verborgener, auch aus politischem Kalkül versteckter und durch Zensur beschädigter Epitaph ist geborgen, ein Monument jiddischer Literatur, in das die Namen der Opfer eingemeißelt sind. Hubert Witt, dem aus Breslau stammenden Leipziger Germanisten und Übersetzer mittelhochdeutscher und jiddischer Dichtung, sowie dem Schweizer… Continue Reading „5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle“

4. Mist & Güte

99 Prozent dessen, was man in der DDR halt Kunst nannte, taugt natürlich nichts. Das ist immer so und ist nirgends anders. Aber die DDR hatte so eine Weise, in diesen 99 Prozent ganz besonderen Mist zu bieten, denn es kam dort zum künstlerischen… Continue Reading „4. Mist & Güte“

3. Einundalles

André Müller im Gespräch mit Günter Grass, FR 31.7. In Ihrem jüngsten Gedichtband „Letzte Tänze“ feiern Sie Ihre sexuelle Potenz. Ein Gedicht trägt den Titel „Heftige Stöße“. In einem anderen heißt es: „Komm, lieg bei mir, solang mein Einundalles steht …“ Darin drückt sich… Continue Reading „3. Einundalles“

2. Beat Brechbühl 70

Als Lyriker hat Beat Brechbühl 1962 mit dem Band „Spiele um Pan“ debütiert, und nicht erst sein Gedichtband „Vom Absägen der Berge“ (2001) bewies sein Gespür für markante Titel. Gern pflegt er seine Texte mit Collagen zu durchsetzen oder durch verschiedene Schrifttypen zu schicken.… Continue Reading „2. Beat Brechbühl 70“

1. cut: Mara Genschel

Die Betrachtung der Dinge in Endlosschleife Ein ganzer Wald aus Mädchen, ein Dickicht [undurchschaubar], sogar nackt. || Mein Blick geht von einem schräg gestellten Schreibtisch schräg durch zwei Fenstertüren in einen Ausschnitt Grün und Himmel. || Akustisch ist im Hinterhof alles präsent: Alle Fenster… Continue Reading „1. cut: Mara Genschel“

101. Nibelungenlied wird Unesco-Weltdokumentenerbe

Den Beschluss traf das Internationale Komitee des Programms „Memory of the World“ (Gedächtnis der Welt), wie die Deutsche Unesco-Kommission am Donnerstag in Bonn berichtete. Die Dichtung um den Drachentöter Siegfried und seine Liebe zur burgundischen Königstochter Kriemhild gilt als herausragendes Beispiel der europäischen Heldenepik… Continue Reading „101. Nibelungenlied wird Unesco-Weltdokumentenerbe“