2. Beat Brechbühl 70

Als Lyriker hat Beat Brechbühl 1962 mit dem Band „Spiele um Pan“ debütiert, und nicht erst sein Gedichtband „Vom Absägen der Berge“ (2001) bewies sein Gespür für markante Titel. Gern pflegt er seine Texte mit Collagen zu durchsetzen oder durch verschiedene Schrifttypen zu schicken. Huldigungen an den Typographen Giambattista Bodoni treten bei ihm den Würdigungen der Maler an die Seite. Im Verlag Waldgut, den er 1980 gegründet hat und der in Frauenfeld residiert, stellt er die von Hand gesetzten „Bodoni Poesie Blätter“ her, Einblattdrucke auf sorgfältig ausgewähltem Papier. In dem schmalen weißen Buch aus dem Jahr 1968 ist ein Text über das Gemälde „Der gefiederte Störenfried“ von Carl Spitzweg enthalten. Der Text ist ein – nicht unpolemisches – Porträt in sich verkapselten, stets nach Höherem strebenden Dichtertums. Und ein Loblied auf alles Gefiederte, sei es, wie hier, ein Rotbrüstchen oder ein geflügelter Setzkasten. An diesem Dienstag wird Beat Brechbühl siebzig Jahre alt. / LOTHAR MÜLLER, SZ 28.7.

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