Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Iulia Motoc, die im Verfassungsgerichtshof dem Neototalitarismus der USL entgegentritt, wurde von Antena 3 als „psychisch krank“ diffamiert. Cristi Danilet, der als Richter seine Unabhängigkeit beweist, wurde von dem Sender wegen eines Fotos, das ihn mit seiner Tochter zeigt, Pädophilie unterstellt. Horia-Roman Patapievici, einer… Continue Reading „48. Kampf gegen „Volksfeinde““
Matthias Hagedorn schreibt: Die Kritik neigt dazu, klüger als die Kunst sein zu wollen. Sozusagen die Kunst und noch etwas mehr. Dabei ist sie naturgemäß weniger, gackert, wo andere Eier legen (Guareschi) reduziert das Vieldeutige, kappt den semantischen Überhang, indem sie stets alles auf… Continue Reading „47. Kritik der Kritik“
Streit gibts immer wieder um den Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan, der als stellvertretender Vorsitzender der Allchinesischen Schriftstellervereinigung ein Stück weit das offizielle China repräsentiert. Dazu paßt, daß er die Zensurpraxis in China verteidigt, indem er sagt, die Behörden müßten eben prüfen, ob etwas der Wahrheit… Continue Reading „46. Nobel-Zoff“
Ich fühlte mich an vielen Stellen peinlich an mich selbst erinnert. Das ist es nicht, was Knackis sich vom Knast erzählen, weil sie sich als Befreite in der Rückschau immer schon als Freie sehen. Aber das trifft es nicht. Nachdem die Ketten gesprengt sind,… Continue Reading „44. Freiheit“
Mittwoch, den 12.12.12 um 20 Uhr Café Provinz, Bouchéstraße 79a, 12435 Berlin Benachbarte Sprachorte Ralf B. Korte und Clemens Schittko lesen Prosa und Lyrik Ralf B. Korte ist Verfasser komplexer Prosa und Essays, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „perspektive“ und seit 2003 Mitveranstalter von „Text… Continue Reading „43. Dies ist eine neue Lyrik“
Ich soll so schreiben, daß jeder Wachtmeister es versteht? Nein! Ich beanspruche zumindest einen Hauptwachtmeister! Stanislaw Jerzy Lec, Das große Stanisław Jerzy Lec Buch. Aphorismen, Epigramme, Gedichte und Prosa. Vorwort von Umberto Eco. München: Goldmann 1990 (1. Hanser 1971 u.d.T.: „Das große Buch der unfrisierten Gedanken), S.… Continue Reading „42. Verstehen (Lec)“
Bewegungsschreiber. Dichtung trifft Tanz vier Performance-Abende aus Text und Bewegung Das Körperliche der Lyrik trifft im Laboratorium Bewegungsschreiber auf die Sprache des Tanzes. Vier Tänzer und vier Lyriker beschreiben, unterlaufen und verschieben die Grenzen ihrer Medien, nehmen Impulse auf und konfrontieren sich mit einer… Continue Reading „41. Bewegungsschreiber“
Aber sobald man über Henri Thomas zu sprechen beginnt, befindet man sich zunächst in einem produktionsästhetischen Aufzählmodus. Denn da sind die etwa zwanzig Romane, die vielen Erzählungen, ein Dutzend Gedichtbände nebst Tagebüchern und Essais, und nicht zu vergessen: zahlreiche Übersetzungen aus dem Deutschen (u.… Continue Reading „40. „Außenseiter““
Sein Leben war wie ein Roman, allerdings wie einer von ihm selbst: Der französische Schriftsteller Raymond Roussel (1877 bis 1933) gibt Rätsel auf. Auch neu erschlossene Texte lösen sie nicht restlos. (…) alles, was man zu Leben, Werk und Sterben dieses von den Surrealisten gefeierten,… Continue Reading „39. Raymond Roussel“
Der belgische Illustrator Carll Cneut malt kurlig-schöne Viecher, deren Gesichter uns bereits eine Geschichte zu erzählen scheinen. Zwei Mäuschen «ballen die fäustchen / und nehmen reissäuschen». / mehr
Das Lyrik-Seminar der Q11 unter Leitung von Annett Richter hat sich Jean Pauls Sprache einmal genauer angesehen. Schließlich ist er der Urheber einer ganzen Reihe praktischer Wortschöpfungen, die es leicht in die Alltagssprache schafften: Doppelgänger, Dreckspatz oder Gänsefüßchen sind nur einige davon. Die Seminar-Schüler… Continue Reading „37. Wortschöpfer“
Und wenn er seinen Furor über neue Medien von der Kette lässt („Im Internet habe ich nichts zu suchen“), dann ist da einer, der dem überwiegend reiferen Publikum aus der Seele spricht. (…) Es waren auch Gymnasiasten da an diesem Abend. Als sich die… Continue Reading „35. Grass liest“
1948 folgt der Aufbruch nach Wien, wo man «das gedächtnis wie ein klavier dezent auf vergessen stimmt». Buchebner arbeitet am Bau und bei der Bahn; ab 1956 leitet er eine Städtische Bücherei. Er heiratet eine Jugendfreundin, bricht das Studium der Germanistik und Geografie ab… Continue Reading „33. Buchebners Suche“
Erinnert sich noch jemand an Franzobel? Der hielt einmal eine Laudatio auf die Tochter Nora, und da er vor Annahme des Auftrags nichts von ihr gelesen hatte fiel ihm nicht viel ein und er lobte die Tochter indem er in ihrer Gegenwart den Vater… Continue Reading „32. Vater und Tochter“
Neueste Kommentare