Kategorie: Europa

87. Auszeichnung

Jena – Romina Voigt und Moritz Gause sind die Preisträger des 16. Walter-Dexel-Stipendiums. In der Rosenthal-Villa übergaben Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) und Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Dirkes den jungen Lyrikern die Auszeichung. Damit ging das Stipendium erstmals an zwei Künstler. Romina Voigt und Moritz Gause organisieren… Continue Reading „87. Auszeichnung“

86. Andere Mitteilung

Lyrik ist etwas, das mit Schweigen zu tun hat, Schweigen nicht unbedingt im Sinne einer meditativen Stille, sondern: LyrikerInnen hören im Gerede etwas sprechen, was nicht gesagt wird, was verschwiegen wird vom Gerede, oder sie beobachten Worte, wie sie sich selbst gegenüber still verhalten,… Continue Reading „86. Andere Mitteilung“

85. Abschied mit Portela

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 19:30 Uhr Der Seemann mit den Morgenpferden unter dem Gewand Es lesen Elías Portela und Denis Abrahams Eintritt 5,-/4,-€ Liebe Abonnent/inn/en des Lettrétage-Newsletters, unsere vorläufige Abschiedslesung ist dem galicisch-isländischen Dichter Elías Portela gewidmet, der derzeit in Berlin zu Gast ist. Elías Portela wurde… Continue Reading „85. Abschied mit Portela“

84. Dichter

Hölderlin schrieb in den letzten Jahren an seine Mutter in sehr respektvollem Ton, mit den als Kind gelernten Formulierungen, und bat nur um Unterhosen, um ein Paar schlecht geflickter Socken, um kleine und offensichtliche Dinge wie diejenigen Rimbauds in Abessinien oder im Krankenhaus –… Continue Reading „84. Dichter“

83. Schalom, Durs Grünbein!

Ihrem jüngst in der FAZ erschienenen Gedicht »Die Reise nach Jerusalem« entnehmen wir die Information, daß Sie wieder einmal weit herumgekommen sind: »Durchs Jaffator strömten die Pilgerscharen. / Es wundert mich, daß wir darunter waren.« Uns nicht. Ihnen selbst mag es vielleicht noch nicht aufgefallen sein,… Continue Reading „83. Schalom, Durs Grünbein!“

82. Begriffs 12/12

3280 wummerschimmer 3281 katapultpömpel 3282 bisons mit acht beinen 3283 die höhle der bewegten bilder 3284 experten dieser schattenwelt 3285 gefahren einer welt ohne tiere 3286 von interessen blamierte ideen 3287 ein raumanzug aus slawischer sprache 3288 die leber der dichtung 3289 panische deutungsangst… Continue Reading „82. Begriffs 12/12“

81. Nordwort schlechthin

Kein Kitsch. Es gibt Stellen, die mühelos nachzurappen sind: “ein ostfriesischer komplex und konkav / die schale ‘hell die himmel weich’ über dem eichstrich / deich – deine suche nach einem nord- / wort schlechthin unter hochdruck- / gebieten die die sprache hier unterbricht”.… Continue Reading „81. Nordwort schlechthin“

80. Gesamtwerk

Expressionismus steht per se für Tod, Schrecken und Morbidität. Doch nicht immer, und schon gar nicht bei den Werken des expressionistischen Lyrikers Wilhelm Klemm. Er habe, so der Literaturwissenschaftler Professor Jan Volker Roehnert, Mitherausgeber einer bibliophilen Werkausgabe mit den gesammelten Versen Klemms, vielmehr auch… Continue Reading „80. Gesamtwerk“

79. Statistik

ist immer wieder für ne Meldung gut. Es müßte viel mehr davon geben. Die Süddeutschen haben lange Nasen? Die Welt ist eine gute Zeitung? Die Ostdeutschen finden sich richtig toll? Letzteres steht, ohne Fragezeichen, in der Halb-Welt. (Nur anklicken, wenn man es überprüfen mag).

78. Ihr Berlin

In Berlin gibt es unzählige Lesungen in ganz unterschiedlichen Formaten. Klassisch und hochkarätig ist es im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 4), wer entspannte Kneipenatmosphäre bevorzugt, der fährt ins Kaffee Burger (Torstraße 60).* / Nora Bossong, Elle *) Nun ja, wir kennen noch ein… Continue Reading „78. Ihr Berlin“

77. Meer der Mehrsprachigkeit

Frau Tawada, Sie schreiben auf Japanisch und Deutsch. Häufig wird Ihre Literatur als transnational bezeichnet. Führen Sie eine Parallel-Existenz? Yoko Tawada: Ich sehe mich nicht als Autorin, die eine Grenze überschreitet. Eher gibt es in meinem Kopf verschiedene Orte, an denen verschiedene Ideen wachsen.… Continue Reading „77. Meer der Mehrsprachigkeit“

76. GERHARD SCHÖNBERNER GESTORBEN

Martin Jankowski schreibt: DICHTER UND PUBLIZIST GERHARD SCHÖNBERNER GESTORBEN. Wie mir sein Hamburger Verlag mitteilte, ist Gerhard Schoenberner, dessen Gedichtband „FAZIT“ ich am 3. Oktober noch in einer Matinee im Berliner Literaturhaus präsentiert hatte, überraschend am vergangenen Montag (10.12. 2012)  im Alter von 81 Jahren an… Continue Reading „76. GERHARD SCHÖNBERNER GESTORBEN“

75. Jugend und Alter

Die ganze Dichtung Majakowskis – ein Balancieren zwischen Großem und Großgeschriebenem. Majakowskis Weg ist kein literarischer Weg. Die auf seinen Wegen Gehenden beweisen das tagtäglich. Kraft läßt sich nicht nachahmen, doch ein Majakowski ohne Kraft ist Nonsens. Gemeinplatz, zu Größe gesteigert – so, meistenteils,… Continue Reading „75. Jugend und Alter“

74. Ottokar Kernstock

Die Magistratsdirektorin gab ein Gedicht zum Besten: „In der Christnacht“ von Ottokar Kernstock. Während dieses Werk unverfänglich ist, gilt das für seinen Verfasser nicht. „Kernstock war kriegstreiberisch, völkisch und ein Antisemit“, sagt Klaus Amann, Professor für Neuere Deutsche Sprache und Literatur an der Uni… Continue Reading „74. Ottokar Kernstock“

73. Protest

Wir, das Personal des College Arthur Rimbaud, bemerkten am Montag, d. 10. Dezember, daß die Turnhalle Santi, die die Schüler täglich für sportliche Aktivitäten nutzen, nicht mehr zugänglich ist. Sie war beschlagnahmt worden, um für zwei Nächte Familien unterzubringen, die durch die große Kälte… Continue Reading „73. Protest“