Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
8 gegen 58. Der Georg-Büchner-Preis für Männer So überschreibt Iris Radisch einen Kommentar zum Büchnerpreis für eine Frau. Die Zahlen bezeichnen das Verhältnis weiblicher zu männlicher Preisträger. Wenn Frau Radisch schreibt: „Nachdem Grass, Walser, Enzensberger, Müller, Strauß und Handke schon dran waren, kamen sogar… Continue Reading „L&Poe-Rückblende Mai 2001“
Karl Mickel Das Beil von Wandsbek. Prolog. Gesprochen vom jüngsten Schauspieler des Hauses. Diese Historie ist von vorgestern – Vorgestern sagt ich? — aus dem Kambrium Oder Silur; wer will das wissen! — Die Eiszeit war noch Zukunft jedenfalls —: Damals regierte, raunen die… Continue Reading „Postfaktisch 1994“
Am 15. April starb im Alter von 73 Jahren der Slawist Ralf Schröder, der 1956 wegen konterrevolutionärer Verschwörung verhaftet und zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. In den letzten Jahren der DDR reiste er als eine Art Wanderprediger in Sachen Perestroika durchs Land. Einmal… Continue Reading „L&Poe-Rückblende: April 2001“
erfahren wir aus dem SÜDKURIER gibt es nicht nur Nacktfotos, sondern auch Romane und Gedichte („Seltsam, im Nebel zu wandern“).
Friedrich Hölderlin (Viertes saturnalisches Gedicht) Natur und Kunst, oder Saturn und Jupiter. Du waltest hoch am Tag‘ und es blühet dein Gesez, du hältst die Waage, Saturnus Sohn! Und theilst die Loos‘ und ruhest froh im … Continue Reading „Saturn und Jupiter“
Inger Christensen lebt und schreibt über Zweifel an der Dichtung Ich bin keine Sterndeuterin, ich bin eher eine Handwerkerin. Die Dichtung ist ja auch nur eine Stimme unter den vielen Stimmen der Welt. Und sie ist auch kein Medium, das besonders geeignet ist, auf… Continue Reading „L&Poe-Rückblende März 2001“
Gedichte liest man nicht so schnell runter wie Romane, das passt nicht zu unserer schnelllebigen Zeit. Dichter und Musiker Frank Findeiß, General-Anzeiger
(Drittes saturnalisches Gedicht) Der dritte Tag meiner Saturnalien. Da ich an den beiden ersten jeweils ein passendes Gedicht hatte, von Mickel und Verlaine, heute wieder ein Mickel. Irgendwie kommen mir viele Gedichte des Berliner Sachsen, frühe wie späte, passend vor. Ein widersprüchliches Fest zu… Continue Reading „Saturnalische Gedichte“
1953 in Ostberlin geboren, überschreitet Cornelia Schleime seit fast vierzig Jahren Gattungsgrenzen, sie schrieb Gedichte und Songtexte, drehte Filme, baute Installationen und fotografierte, musizierte und sang, inszenierte Performances, malt. Eine Lehre als Friseurin, die Ausbildung als Pferdepflegerin und ein abgebrochenes Studium der Maskenbildnerei ergänzen… Continue Reading „Cornelia Schleime“
Walter Jens lebt und wäscht Angela Merkel den Kopf: Frau Merkel, mit ihren von keiner Kenntnis getrübten Attacken gegen die 68er, möge nachlesen, was Marie Luise Kaschnitz , die Demonstrantin auf der Bockenheimer Straße, gegen brutale Polizeieinsätze aufbegehrend, in jener Zeit schrieb… / Der… Continue Reading „L&Poe-Rückblende: Februar 2001“
(Zweites saturnalisches Gedicht) Auf der Suche nach Lesestoff für die gestern eröffneten Saturnalien blättere ich in einem Buch von Paul Verlaine und entdecke recht verdutzt „Vierfache Lesbarkeit“. Aber nein, Freud läßt grüßen, da steht „Vierfache Lustbarkeit“. „Partie Carrée“, der Originaltitel, ist etwas verhüllend übersetzt, es… Continue Reading „Hermeneutik des A.es“
Zwei Zahlen steuern den Fortgang (!) der Lyrikzeitung: 16 (eigentlich 16,3) und 192. Vor 16,3 Jahren begann ich Lyriknachrichten zu veröffentlichen, zuerst auf der (heute nicht mehr existierenden) Seite von pom-lit.de. 16 Jahre ist eine lange Zeit, ein Riesen-Tortenstück selbst für ältere Leute wie… Continue Reading „Lyrikzeitung wird 17“
(Erstes saturnalisches Gedicht) Karl Mickel Pound—Kommentar 1 Es gab eine Zeit, sagt Pound Da die Historiker Lücken ließen in ihren Büchern Für das, was sie nicht wußten. 2 Das goldene Zeitalter, sagt Maurer War einmal wirklich. Ich hielt diesen Satz für brutal. 3 Ich… Continue Reading „Pound—Kommentar“
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