Hermeneutik des A.es

(Zweites saturnalisches Gedicht)

Auf der Suche nach Lesestoff für die gestern eröffneten Saturnalien blättere ich in einem Buch von Paul Verlaine und entdecke recht verdutzt „Vierfache Lesbarkeit“. Aber nein, Freud läßt grüßen, da steht „Vierfache Lustbarkeit“. „Partie Carrée“, der Originaltitel, ist etwas verhüllend übersetzt, es bedeutet eigentlich einen fröhlichen oder flotten „Vierer“.  Aber warum ihn nicht vierfach lesen, ich buchstabiere: Viererbande. Quadratisches Teil. Breites Mittelteil. Eindeutiges Angebot. Na halt von allem etwas. Paßt zum heutigen Fest.

Das Buch heißt: Paul Verlaine: Frauen. Französische und deutsche Ausgabe des Buches „Femmes“. Verlag, Jahr und Übersetzer werden nicht genannt. Es findet sich lediglich auf Französisch die Mitteilung, daß die Auflage 100 Exemplare beträgt und daß es durch die „Gesellschaft der Bibliophilen zu Lausanne“ gedruckt worden sei. Antiquare vermuten, daß es um 1921 im Verlag Paul Steegemann in Hannover erschien, die Übersetzung ist die von Curt Moreck, eins der Pseudonyme von Konrad Haemmerling, die erschien nämlich 1919 in Hannover. Also vielleicht haben die Schweizer einen Raubdruck verübt?

Hier die Seite mit der Vierfachen Les- und Lustbarkeit:

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