Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wurden ihre Gedichte ins Deutsche übertragen? Ich finde nur welche von ihrer Schwester Emily. Deshalb heute ein Gedicht auf Englisch sowie mit DeepL- und Google-Übersetzung. Ein Notbehelf, besser als gar nichts. Außerdem lohnt sich ein Vergleich der Übersetzungsmaschinen. Um das zu erleichtern, schicke ich… Continue Reading „Anne Brontë; zugleich etwas übers Übersetzen“
Paul Gerhardt (* 12. März jul./ 22. März 1607 greg. in Gräfenhainichen; † 27. Mai jul. / 6. Juni 1676 greg. in Lübben) Geh aus, mein Herz, und suche Freud 1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud In dieser lieben Sommerzeit An deines… Continue Reading „Als die Bienenschar noch unverdrossen war“
Justinus Kerner (* 18. September 1786 in Ludwigsburg; † 21. Februar 1862 in Weinsberg) Spindelmanns Recension der Gegend. Näher muß ich jetzt betrachten Diese Gegend durch das Glas; Sie ist nicht ganz zu verachten, Nur die Fern’ ist allzu blaß, Jene Burg auf steiler… Continue Reading „Recension“
Manfred Peter Hein KATZEN solange der Nachmittag brütet ihr Fell atmet Schlaf Meilenhin über den Wald hier sichtbar ein Gespräch um nichts eine Attrappe dreht sich schwillt schwindet schwillt Wenn weiß in rot die Rosenbüsche über den Weg kommen und Sommer sagen wie kaltes… Continue Reading „Katzen“
August Kahlert (* 5. März 1807 Breslau; † 29. März 1864 Ebd.) Der Büchermarkt Hans berichtet treu sein Thun und Trachten, Siegfried dichtet neu die Römerschlachten, Hinz verpflichtet sich zum Weltverachten, Kunz vernichtet sich durch Liebesschmachten, Erich lichtet Trug, wohlausgedachten, Nestor sichtet klug, was… Continue Reading „Büchermarkt anno 1860“
Max Herrmann-Neiße (* 23. Mai 1886 in Neiße, Schlesien; † 8. April 1941 in London) Heimatlos Wir ohne Heimat irren so verloren und sinnlos durch der Fremde Labyrinth. Die Eingebornen plaudern vor den Toren vertraut im abendlichen Sommerwind. Er macht den Fenstervorhang flüchtig wehen… Continue Reading „Heimatlos“
Gérard de Nerval (eigentlich Gérard Labrunie; * 22. Mai 1808 in Paris; † 26. Januar 1855 ebenda) NACH GÉRARD DE NERVAL DIE HIMMELSBRÄUTE Où sont nos amoureuses Wo sind unsre Bräute? Sie sind in der Gruft! Sind glücklicher heute, In blauerer Luft! Bei Engeln… Continue Reading „Wo sind unsre Bräute“
Tudor Arghezi (* 21. Mai 1880 in Bukarest; † 14. Juli 1967 ebenda) Eın Tag Der Tag von gestern ist mir nachgelaufen, ich hörte ihn gehetzt und hungrig schnaufen, er glaubte wohl, er sei gleich andren Hunden mit einer Kette an mein Ich gebunden.… Continue Reading „Ein Tag“
Otokar Fischer Herbst 1914 Wie Blätter auf verwaisten Boden fallen, so fallt, ihr Brüder, tot zum Schollengrund; aus allen Kehlen stumme Schreie hallen, mit einem Fluch schließt sich so mancher Mund. Laub sinkt zur Witwenerde müd und müder, und in die wehe Brust fällt… Continue Reading „Herbst 1914“
Ada Christen (* 6. März 1839 in Wien; † 19. Mai 1901 in Inzersdorf) Letzter Versuch Ich habe mich zu erhängen gesucht: Der Strick ist abgerissen. Ich bin in’s Wasser gesprungen: Sie erwischten mich bei den Füßen. Ich habe die Adern geöffnet… Continue Reading „Alles versucht“
Moses Rosenkranz (* 20. Juni 1904 in Berhometh am Pruth, Bukowina; † 17. Mai 2003 in Kappel, Deutschland) Erklärung der Judenmartern Jesus, Herz der Legenden, in deine ewigen Wunden stoßen sie hart ihre Hände an deinem Schmerz zu gesunden. Aber sie sind schon Millionen… Continue Reading „Jesus“
Jakob van Hoddis und Erwin Loewenson Der Bindfaden Rainer Maria Rilke gewidmet Du bist der Zage, bist der Blasse, Du bist der Nervigte und Krasse, Du bist, der ohne Unterlasse Dem Dienst der Völker sich geweiht. Du bist der Hehre und Fürbasse, Du bist… Continue Reading „Rilke“
Anna Griva (* 1985 Athen) die kinder hatten niemals märchen gehört hatten nicht gelernt gerüche zu unterscheiden und farben auszuwählen im frühling in blühenden gärten sie hatten auch nie getanzt im gold des weizens in einem frühen sommer hatten nie beere für beere die… Continue Reading „nie“
Paul Ernst (* 7. März 1866 in Elbingerode (Harz); † 13. Mai 1933 in Sankt Georgen an der Stiefing, Steiermark) Der Bürger tadelt meistens den vom Adel, Der Arbeitsmann den Bürger tadelt meist. Der Redliche verfällt des Schuftes Tadel, Der Mann, der Nichts weiß,… Continue Reading „[Vom Tadeln]“
Peter Huckauf (* 12. Mai 1940 in Bad Liebenwerda) waldwebel trüppchen ins feld gepurzelt schon viel feind gehübscht brav sei der endsieg und der hustende schrot vorwärts mit kümmel und komm kriegs kotzen Aus: Peter Huckauf: lautraits. Berlin: Rainer, 1981, S. 23
Neueste Kommentare